Mittwoch, 10. Februar 2010

Kultur



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20.06.2003
 

Rolling-Stones-Konzert

Böhse Onkelz verscheuchen die Geldgeber

Der umstrittene Auftritt der Böhsen Onkelz beim Konzert der Rolling Stones in Hannover vergrault die Sponsoren. Obwohl Mick Jagger persönlich beruhigende Worte sprach, will nach dem Radiosender NDR 2 jetzt auch T-Mobile einen Rückzieher machen.

 Sorgen weiter für Aufregung: Die Böhsen Onkelz
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DPA

Sorgen weiter für Aufregung: Die Böhsen Onkelz

Hannover - "Wir haben erhebliche Vorbehalte gegen den Auftritt der Gruppe", sagte Christian Schwolow, Sprecher von T-Mobile. Der Mobilfunkanbieter wolle nicht mit rechtem Gedankengut in Verbindung gebracht werden. "Sollte es bei der Entscheidung bleiben, stellen wir unsere Promotion zur Disposition", sagte Schwolow und bestätigte damit einen Bericht der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse".

Seitdem bekannt wurde, dass die Böhsen Onkelz als Vorgruppe für das Stones-Konzert am 8. August in Hannover geplant sind, wollen die Diskussionen über die ehemals als rechtsradikal geltende Gruppe nicht enden. Der Radiosender NDR 2 hatte wegen des umstrittenen Images der Onkelz seine Kooperation mit den Stones beendet.

Mick Jagger sprach der Band darauf hin persönlich sein Vertrauen aus. "Sie scheinen alle Verbindungen zu rechten Organisationen, die sie vielleicht einmal hatten, beendet zu haben. Also nehmen wir das als Beweis ihrer Glaubwürdigkeit und behalten sie in der Show", sagte er während einer Pressekonferenz vor dem Start der Stones-Konzerte in Deutschland.

Die Böhsen Onkelz waren Mitte der achtziger Jahre wegen rechtsradikaler Texte in die Schlagzeilen geraten. Sie haben sich jedoch bereits vor einigen Jahren vom Rechtextremismus distanziert und für Opfer rechter Gewalt engagiert. Da es jedoch immer wieder Kontroversen über die früheren Lieder der Band gebe, hatten die Böhsen Onkelz den Stones nach eigenen Angaben vorab Aufnahmen von Live-Auftritten mit den englischen Übersetzungen ihrer deutschen Texte zugesandt.

Der Tourveranstalter der Rolling Stones-Konzerte in Deutschland, die Deutsche Entertainment AG in Berlin (DEAG), weiß nach Angaben einer Sprecherin nichts von der Entscheidung seitens T-Mobile.

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