Santa Fe/New York - Das bekannteste Album, das Mann zusammen mit seiner Band Family of Mann herausgab, ist das 1969 veröffentlichte "Memphis Underground". Geboren wurde Herbie Mann am 16. April 1930 in der Jazz-Metropole New York, doch längere Aufenthalte in Afrika und Brasilien prägten später seinen Stil am nachhaltigsten. Experten bescheinigen dem gebürtigen New Yorker, die Jazz-Flöte weltweit berühmt gemacht zu haben. Seine ersten Plattenaufnahmen machte er in den fünfziger Jahren mit dem Bassisten Oscar Pettiford und dem Saxophonisten Phil Woods.
Der entscheidende Durchbruch zum Weltstar gelang dem versierten Jazz-Musiker und Bop-Fan im Juli 1959 beim Newport Jazz-Festival im US-Bundesstaat Rhode Island mit seinem Sextett Afro Jazziacs. Nachdem Mann fünf Monate lang Afrika bereist hatte und die Rhythmen des schwarzen Kontinents in seinen Stücken reflektierte, wurde er alsbald als musikalischer Brückenbauer gefeiert. Die größte Popularität erlebte Mann in den späten sechziger und frühen siebziger Jahren, als sein multikultureller Stilmix sich vom Jazz zum Pop orientierte und den Nerv der jungen Generation traf.
Im Laufe der Jahrzehnte absorbierte Manns Band auch brasilianische, afro-kubanische sowie orientalische Einflüsse. Mann besetzte seine Band (in der u.a. Roy Ayers, Chick Corea und Willie Bobo spielten) immer wieder um und blieb bis in die neunziger Jahre hinein produktiv. In jüngster Zeit tendierte er jedoch mehr und mehr zu einem gefälligen Populär-Jazz unter der Führung seiner Flöte.
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