London - Wie der Vater, so der Sohn: Zak Starkey, 38, Sprössling des Beatles-Schlagzeugers Ringo Starr, 63, ist neuer Drummer der britischen Rockband Oasis ("Wonderwall"). Wie die "Times" am Dienstag berichtete, wird Starkey sein Live-Debüt im kommenden Monat beim englischen Glastonbury Festival geben. "Er übt gerade alle Oasis-Songs", sagte Bandleader Noel Gallagher der Zeitung. Im Januar hatte sich die Band von ihrem Schlagzeuger Alan White getrennt, es war bereits der zweite Drummer in der zehnjährigen Geschichte der rüpelhaften Rocker aus Manchester, die ihren Karrierehöhepunkt Mitte der Neunziger erlebten.
Starkey ist jedoch in seinem Metier beileibe kein Unbekannter. Sein erstes Schlagzeug erhielt er einst von seinem Idol, dem 1978 verstorbenen Who-Drummer Keith Moon. Mit zwölf Jahren spielte er schon die Drum-Rhythmen seiner Lieblingsalben nach, als Teenager war er Mitglied der Garagenrockband The Next. Dem extrovertierten Who Drummer Moon eiferte er nicht nur musikalisch nach. Wie sein Vorbild gab er sich dem Alkoholgenuss hin, statt zur Schule zu gehen. Als er schließlich von der Schule flog, setzten ihn seine Eltern auch vor die Tür.
Starkey schlug sich mit einigen Aushilfs- und Kellnerjobs durch, bis er schließlich Anfnag der achtziger Jahre als Drummer in der reformierten Spencer Davis Group unterkam. Im Zuge dessen wurde er zum begehrten Session-Musiker und spielte unter anderem Schlagzeug für die Icicle Works, die Waterboys und die Lightning Seeds. 1996 schließlich verließ der Beatles-Sohn seine eigene Band Face, um sich seinen Kindheitsidolen The Who als Tournee-Drummer anzuschließen.
Der Schritt zu Oasis passt daher in die Karriere des Legenden-Sprosses: Die Band pflegt ein ähnlich raues Image wie The Who und die Rolling Stones Anfang der Siebziger. Ein neues Oasis-Album ist für den Herbst veranschlagt. Zuletzt hatte die Band um das Brüderpaar Noel und Liam Gallagher wenig Glück: Ihr letztes Album "Heathen Chemistry" blieb musikalisch wie kommerziell weit hinter den Erwartungen zurück.
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