Hamburg - "Wir können es uns einfach nicht vorstellen, weiter mit diesem Musikkonzern zusammenzuarbeiten", sagt Andreas Läsker, Manager der Fantastischen Vier dem SPIEGEL. Die inzwischen zur Popband gewordenen einstigen Mitbegründer des deutschen HipHop haben über fünf Millionen Platten verkauft, das aktuelle Album "Viel" ist gerade vor fünf Wochen erschienen.
Offenbar schwelt schon seit Mitte der neunziger Jahre ein tiefer Konflikt zwischen Band und Plattenfirma, der jedoch zeitweilig entschärft wurde, als die Fantastischen Vier 1996 ihr eigenes, allerdings mit Sony verbundenes Plattenlabel Four Music gründeten. Dort erschienen auch die letzten Platten der Band.
Vor wenigen Monaten wurde die Verbindung zwischen dem Label der Vier und Sony Music allerdings beendet, wodurch die vertraglich noch ausstehenden drei Alben wieder direkt bei dem inzwischen zu Sony BMG fusionierten Musikkonzern statt auf dem eigenen Label erscheinen müssten. Für die Fantastischen Vier offenbar eine Horrorvorstellung: "Diese Firma hat über Jahre ihre Pflichten gegenüber der Band in unverantwortlicher Weise vernachlässigt und kann mit ihr nicht umgehen", sagt Four-Music-Chef Fitz Braum. Man habe eine Vielzahl von "konkreten Verfehlungen" zusammengetragen, um die Vertragsauflösung durchzufechten, so Braum.
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