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26.10.2005
 

Elbphilharmonie

Hamburg baut Traumhaus für die Musik

Ein neuer Kunsttempel für den Norden: Hamburg erhält mit der Elbphilharmonie ein neues imposantes Konzerthaus. Das Hamburger Stadtparlament beschloss den Bau des Vorzeigeobjekts in der Hafencity.

Gemeinsame Sache für die Kultur: CDU-Fraktion und oppositionelle GAL stimmten gemeinsam für das Konzerthaus auf einem ehemaligen Kakaospeicher im Hafen. Die SPD enthielt sich. Der von dem Schweizer Architekturbüro Herzog & de Meuron geplante futuristische Glasbau soll insgesamt 186 Millionen Euro kosten. Die Stadt selbst will davon 77 Millionen Euro aufbringen.

Weitere 74 Millionen Euro soll ein Unternehmer investieren, der in dem Gebäude ein Hotel und Appartements unterbringen will. Zudem sind 35 Millionen Euro Spenden einkalkuliert, 30 Millionen Euro haben die Mäzene Helmut und Hannelore Greve bereits zugesichert. Außerdem sollen zehn Millionen Euro von Versandhauschef Michael Otto in die Stiftung Elbphilharmonie fließen, die aus ihren Kapitalerträgen den jährlichen Betriebskostenzuschuss von 3,6 Millionen Euro finanzieren wird.

Das Projekt geht auf den Investor und Architekten Alexander Gérard zurück, der das Projekt erstmals im Oktober 2001 dem Senat vorgeschlagen hatte. Es folgte ein erster Entwurf von Herzog & de Meuron im Juni 2003. Die Eröffnung ist für 2009 geplant.

"Die Elbphilharmonie ist ein Wahrzeichen, mit dem sich die Hamburger identifizieren können, auf das sie stolz sein können und ein Wahrzeichen, das für alle Hamburger frei zugänglich sein wird", sagte Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos) der Nachrichtenagentur dpa. "So wie der Eiffelturm mit Paris, Big Ben mit London und das Brandenburger Tor mit Berlin verbunden wird - so wird in Zukunft die Elbphilharmonie überall in der Welt mit Hamburg identifiziert", schwärmte der CDU-Abgeordnete Dietrich Rusche. Der kulturpolitische Sprecher der GAL, Wilfried Maier, lobte den geplanten Bau als "neues Stadtsymbol" und "Musentempel" und zitierte begeistert das Bibelwort "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein".

Sowohl Welck als auch Maier kritisierten die Sozialdemokraten, die das Projekt komplett über private Spenden finanzieren wollen. Dies sei eine "unrealistische Forderung", so Welck. "40 Millionen Euro an Spenden, bevor die Spendenkampagne begonnen hat, das ist noch keiner Stadt gelungen", betonte der GAL-Politiker Maier.

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