Er sei der biomechanische Mann, der rotäugige Overlord und "Hulk of Hell" ist auf der Website zu lesen: Lordi, namensgebender Frontmann der finnischen Heavy-Metall-Combo Welt, weiß, was man Horror- und Science-Fiction-Nerds schuldig ist.
Das gilt natürlich auch für seine Kollegen: Schlagzeuger K.I.T.A. beschreibt sich als "Ork-Soldat" und fragt rhetorisch "Wer, zum Teufel, ist der Predator?" Awa, mutmaßlich weibliches Ensemble-Mitglied, stellt sich als "Miss Madness" und "Königin des Wahnsinns" vor. Bassist Ox firmiert als "Höllenbulle", das "große Kraftwerk auf Hufen".
Ein Pandämonium des Rock-Klamauks, das beim Grand Prix über die Bühne ging; entsprechend gespenstisch ist das Interesse, mit dem man Lordi-Darsteller Putaansuu zu Leibe rückt. Zu erfahren war heute in der "Bild"-Zeitung, dass Finnlands Maskenmann Foltersex mag, es aber auch "die Hündchen-Stellung" tue. "Die Maske trage ich natürlich nicht dabei." Zudem wurde klar, dass der 31-Jährige, der sonst lange schwarze Haare und eine modische Brille trägt, seine mythischen Qualitäten mit denen des Weihnachtsmannes vergleicht. Der nehme seine Maske nämlich auch nicht einfach ab "und sagt zu seinen Kindern: 'Ich bin's, Papa!'", und dass unter den Latexschichten eine "ganz andere Person" verborgen ist.
Deutschland sollte hier spirituell profitieren. Das geplante Bündnis für christliche Werte zum Beispiel könnte dem "Hard Rock Halleluja" der Rock-Gnostiker ein "Speed Metal Amen" entgegensetzen. Gelegenheit wäre dazu übrigens schon bald: Ende Juli kommen Lordi zum "Earthshaker Fest". Austragungsort ist nicht die Hölle, sondern Rieden-Kreuth in der Pfalz.
dan
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