Berlin - Die Auszeichnung wird Wolf Biermann kommenden Mittwoch - seinem 70. Geburtstag – von Bundespräsident Horst Köhler überreicht. Anschließend wird Biermann mit Köhler und dessen Gattin auf dem Berliner Schloss Bellevue dinieren. Das Bundesverdienstkreuz wird für politische, wirtschaftlich- soziale und geistige Verdienste um das Gemeinwohl verliehen.
Einen Tag später, am 16. November, jährt sich die Ausbürgerung des Musikers aus der DDR zum 30. Mal – nach seinem legendären Auftritt auf einem Konzert in Köln 1976 wurde ihm aufgrund „feindseligen Auftretens“ gegenüber der DDR die Staatsbürgerschaft aberkannt. Daraufhin kam es zu Massenprotesten von Künstlern und Schriftstellern, die sich mit Biermann solidarisierten. Viele von ihnen verließen später ebenfalls die DDR.
Ein volles Programm erwartet Biermann anlässlich seines Geburtstages, denn auch in Hamburg wird er geehrt: Am 19. November feiern ihn der NDR und der Hoffmann & Campe Verlag mit einer live übertragenen Matinée. Der Verlag gibt Biermanns neues Buch mit dem Titel „Heimat“ heraus – es enthält neue Lieder und Gedichte des Sängers.
Auch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur reagiert auf den Jahrestages der Ausbürgerung und gibt eine 55-seitige Broschüre mit dem Titel „Wolf Biermann 1976: Die Ausbürgerung und ihre Folgen“ heraus.
amg/dpa
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