Berlin - Am 28. Juli wird mit einem Musikfestival die deutschlandweit erste Frank-Zappa-Straße eingeweiht.
Auf Antrag der Musikfabrik Orwohaus benennt der Bezirk Marzahn-Hellersdorf die bisher namenlose Straße 13 nach dem US-amerikanischen Rockmusiker, wie die Veranstalter am Mittwoch mitteilten. Bei dem Festival spielen 18 Bands auf zwei Bühnen. Unter ihnen die Cover-Band Sheik Yerbouti mit dem Zappa-Wegbegleiter Napoleon Murphy Brock. Ursprünglich hatten die Verantwortlichen geplant, zur Umbenennung der Straße Familienangehörige und weitere ehemalige Bandmitglieder Zappas einzuladen. Das Orwohaus im Ostberliner Stadtteil Marzahn ist nach Veranstalterangaben das größte Probenzentrum Europas mit über 160 Bands.
Frank Zappas (1940-93) erste Formation hieß Mothers of Invention, die als radikale und satirische Rockgruppe in den sechziger Jahren Musikgeschichte schrieb. Viele Sender boykottierten seine schrille Musik. Für das Establishment blieb er Zeit seines Lebens ein Skandal-Musiker, aber er wurde zur Kultfigur einer Generation, die sich gegen Rassismus und Vietnamkrieg engagierte.
Das Werk des Musikers umfasst mehr als 60 Alben, von denen sich lediglich die vergoldeten "Over-Nite Sensation" (1972) und "Apostrophe" (1974) sowie "Sheik Yerbouti" und "Joe's Garage" (beide 1979) überdurchschnittlich gut verkauften. Seine bekanntesten Hits sind "Bobby Brown Goes Down" und die Disco-Parodie "Dancing Fool". 1993 starb Zappa mit 52 Jahren an Prostatakrebs.
bos/ddp
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