Wacken - Wenn der Heavy Metal Einzug hielt in Wacken, ging es immer um lange Haare, laute Musik und schwarzes Leder. In diesem Jahr aber ertönen zum Auftakt des Heavy-Metal-Festivals andere Meldungen aus der Stadt in Schleswig-Holstein: Nach Angaben der Polizei zündeten Unbekannte in der Nacht zum Freitag drei Toilettenhäuschen an.
Rettungskräfte brachten zwölf Festivalbesucher, die in Zelten schliefen, in Sicherheit. Acht von ihnen wurden mit Verdacht auf leichte Rauchvergiftung vorübergehend in ein Krankenhaus gebracht. Die Veranstalter des Festivals setzten eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für die Ergreifung der Täter aus.
Angesichts der rund 75.000 Besucher des größten Heavy-Metal-Spektakels der Welt bewertete ein Polizeisprecher den ersten Tag des Festivals trotzdem als "sehr friedlich". 24 Anzeigen wegen Diebstahls habe es bis Freitagmorgen gegeben. Außerdem fünf Anzeigen wegen Körperverletzung und neun wegen Drogendelikten oder Alkohol am Steuer.
Die Sanitäter hatten dagegen mehr zu tun: 1400-mal mussten sie insgesamt Erste Hilfe leisten - meist haben wohl Alkohol und die Hitze zu Kreislaufschwächen geführt. In 120 Fällen mussten Patienten ins Krankenhaus gebracht werden.
Zum Auftakt des Heavy-Metal-Festivals trat die legendäre britische Band Iron Maiden auf. Noch bis einschließlich Samstag feiern die Musikfans in dem beschaulichen Ort mit knapp 1900 Einwohnern.
bfr/dpa/ddp
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