Animal Collective – "Merriweather Post Pavilion"
(Domino/Indigo, 9. Januar)
Nie waren Animal Collective so verdammt nah an den Beach Boys (und an deren "All I Wanna Do"!) wie mit dem frappierend konventionellen "Guys' Eyes", das Brian Wilson freilich zu Tode erschrecken würde. Man fragt sich, wie Avey Tare, Panda Bear, Deakin und Geologist bloß an diese Melodien, diese Harmonien kommen, und ob ein Stück wie "Bluish" wirklich und allen Ernstes von Menschen verfasst wurde. Wir haben jetzt "Here Comes The Indian", wir haben "Sung Tongs", "Feels" und "Strawberry Jam". Doch genau hier, mit "Merriweather Post Pavilion" beginnt die neue Zeitrechnung. Indie-Rock is over. Bye-bye. (10) Jan Wigger
Antony and the Johnsons – "The Crying Light"
(Rough Trade/Beggars/Indigo, 16. Januar)
Darüber hinaus bleiben die meisten von Hegartys stets verfeinerten, schutzlosen Kompositionen höchst speziell, auch wenn das geradezu beflügelte "Kiss My Name" kurz eine Art Eingängigkeit antäuscht, die jedoch nur dann aufrecht erhalten werden kann, wenn man den eschatologischen Text ignoriert: "As I lie, murdered in ground/ The rain compacting sodden sound/ Of songs I sang the years before/ When it was time to rain/ Upon the coal that I became." Das längste und also ausführlichste Stück auf "The Crying Light" ist Hegarty auch am besten gelungen: In "Daylight And The Sun" fallen tiefste Andacht und höchste Festlichkeit in eins: "You gave me this/ Your fire becomes a kiss." Sein Wille geschehe. (9) Jan Wigger
Kreator – "Hordes Of Chaos"
(Steamhammer/SPV, 16. Januar)
James Yuill – "Turning Down Water For Air"
(Moshi Moshi/Cooperative/Universal, 9. Januar)
Secret Machines – "Secret Machines"
(World's Fair/Cooperative Music/Universal, 9. Januar)
Ja, man darf kaum tiefer greifen in diesem Genre, dem neben Pink Floyd einst verkopfte Supergroups wie Rush und Hawkwind angehörten. Secret Machines beziehen sich auch nach dem Verlust von Sänger und Majorlabel-Vertrag noch ausgiebig aufs Progressive und Krautrockende, und wollen auf ihrem dritten Album beweisen, dass sie immer noch abheben können. Zunächst bleibt aber alles ganz bodenständig. Die ersten beiden Songs, "Atomic Heels" und "Last Believer, Drop Dead" gehören somit auch zum Besten, was die Band bisher hervorgebracht hat: Konzentriert, mathematisch korrekt und natürlich trotzdem absolut stadiontauglich.
Die Gitarren hat Phil Karnats übernommen (Ex-Tripping-Daisies), den Gesang steuert Bens Bruder Brendan Curtis bei, mit einem wohltuend lakonischen Einschlag bei. Leider hält die Platte das hohe Niveau nicht bis zum Ende, sondern verliert sich trotz moderater Länge von etwa 45 Minuten in Raum und Zeit. Nach der Hälfte, als "Underneath The Concrete" etwas zu dreist den bisher größten Hit der Band, "Nowhere Again", zitiert, verfusselt sich das Trio in Lärm, Langeweile, unnötigen Floyd-Zitaten ("The Walls Are Starting To Crack") und dem elfminütigen, reichlich überflüssigen Schluss-Stück "The Fire Is Waiting". Danach fühlt man sich angenehm betäubt. Immerhin. (6) Andreas Borcholte
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Danke, geil. Unplugged in Poznan. (http://www.youtube.com/watch?v=mgH2ORoL0H4) mehr...
Ja nu, zwischen sechs Monate Wartezeit nach VÖ auf CD wie bisher und Bestellungen beim Label in den USA für Platten in lustigen Vinylfarbkombinationen ist dann doch noch irgendwie ein Unterschied. Aber schee sans scho... [...] mehr...
Aha, ganz was Neues. ;D mehr...
Gentle Giant Cogs in Cogs 1974 Brussels - YouTube (http://www.youtube.com/watch?v=jJYe9EFFeec&feature=related) mehr...
Nicht mehr ganz neu, aber immer noch genial: BAP - Bess demnähx ist das vielleicht beste BAP-Album. Besonders ist es auch deshalb, weil es das politische Klima im Deutschland der frühen 1980er Jahre einfängt. Eine tolle [...] mehr...
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