Chicago - Sie stand in der Tradition von Größen wie Bessie Smith, und galt schließlich selbst als Königin des Blues - jetzt ist die amerikanische Sängerin Koko Taylor gestorben. Die Musikerin erlag am Mittwoch den Folgen einer Operation, wie ihre Plattenfirma mitteilte.
Cora Walton, so ihr Mädchenname, wurde als Tochter armer Farmer in der Nähe von Memphis/Tennessee geboren. Ihren Spitznamen Koko erhielt sie aufgrund ihrer Vorliebe für Schokolade. 1952 zog sie mit ihrem Verlobten Robert Taylor nach Chicago und begann, nachts in Blues-Clubs zu singen, während sie tagsüber als Putzfrau arbeitete.
1963 fiel sie dem berühmten Blues-Komponisten Willie Dixon auf, der ihr zu ihrem ersten Plattenvertrag mit Chess Records verhalf. Sie nahm seinen Song "Wang Dang Doodle" auf - die Single verkaufte sich millionenfach und gilt heute als Klassiker.
Dem Kinopublikum wurde sie durch Auftritte in David Lynchs "Wild At Heart" und in "Blues Brothers 2000" bekannt.
Sie stand mit allen Größen des Blues auf der Bühne, darunter Muddy Waters, Howlin' Wolf, B.B. King und Buddy Guy, aber auch mit Rockstars wie Jimmy Page und Robert Plant von Led Zeppelin.
1975 ging Koko Taylor zu Alligator Records, für die sie noch
neun weitere Alben aufnahm, das letzte 2007.
Zum letzten Mal hatte Taylor am 7. Mai in Memphis auf der Bühne gestanden, wo sie ihren 29. Blues Music Award entgegennahm - das ist Rekord: Kein anderer Künstler hat die Auszeichnung so oft bekommen.
sha/AFP
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