Von Christoph Dallach
Pete Townsend beim Super Bowl
Ein gewaltigeres Publikum als beim Super-Bowl-Finale der amerikanischen Football-Saison findet man kaum. Bis zu hundert Millionen Menschen schauen zu, und so wichtig wie das Spiel ist die Halbzeit, in der stets ein großer Show-Zirkus aufgefahren wird. Am 7. Februar in Miami sollen auch die Brit-Rock-Veteranen von
The Who auftreten, die eigentlich nur noch aus Sänger Roger Daltrey und Gitarrist
Pete Townsend bestehen. Das wollen nun amerikanische Kinderrechts-Organisationen wie "Protect our Children" verhindern, denn Townsend musste 2003 eingestehen, sich mit seiner Kreditkarte Zugang zu einer texanischen Kinderporno-Webseite erkauft zu haben. Er behauptete, eigene Erfahrungen für seine Autobiografie aufgearbeitet zu haben und wurde nicht verurteilt. Trotzdem solle man ihm nun die Einreise in die USA verweigern, fordern die Gruppen. Es bleibt die Frage, wo die Protestler waren, als The Who in den letzten Jahren ausgiebig in Amerika Konzerte absolvierten? Und hätte man den selben Wirbel um einen Super-Bowl-Auftritt von Kinderfreund Michael Jackson gemacht?
Theater-Musical von Stephen King
Neben den Telefonbuch-dicken Romanen, die
Stephen King im Wochentakt rauszuhauen scheint, hat er nun auch noch eine Art Theater-Musical produziert. "Ghost Brothers of Darkland County" entstand in Zusammenarbeit mit John Mellencamp. An Bord sind Profis wie Kris Kristofferson, Elvis Costello, Sheryl Crow, Neko Case, Roseanne Cash und King selbst. Erscheinen soll die Geschichte um "häuslichen Aufruhr" demnächst als Buch mit Doppel-CD mit Text und Liedern, sowie als einzelnes Album mit ausschließlich Musik unter der Regie von Meister-Produzent T-Bone Burnett. John Mellencamp verrät, das Projekt sei wie eine "alte Radio-Show mit Musik".
U2 für Abonnenten
Der irische Rocksänger Paul David Hewson, der sich immer noch
Bono nennt, bejammerte in letzter Zeit den nicht ganz so durchschlagenden Erfolg des letzten U2-Albums "No Line on the Horizon". Jüngst verteufelte er noch mal leidenschaftlich alle Runterlader illegaler Dateien und forderte staatliche Unterstützung im Kampf gegen Filesharing. Wer allerdings der kontrollierten Online-U2-Gemeinde für 50 Dollar pro Jahr beitritt, soll belohnt werden. Ende Januar wird an alle "qualifying subscribers" die exklusive und selbstverständlich "limitierte" Remix-CD "Artificial Horizon" verschickt. Die enthält 13 Remixe von Profis wie Trent Reznor (Nine Inch Nails) und David Holmes. Ob die Lieder vorher schon von Kriminellen umsonst im Netz verteilt werden, bleibt abzuwarten.
Jay-Z will Hochzeitsmusik machen
HipHop-Unternehmer
Jay-Z hat dem Kollegen Robbie Williams angeboten, auf dessen angeblich anstehender Hochzeit zu singen: "Nach den Reden würde ich schnell ein paar Lieder aufführen, als Hochzeitsgeschenk sozusagen." Als Austragungsort schlug der Gatte von Sängerin Beyoncé lässig die Dominikanische Republik vor, wo er neulich seinen 40. Geburtstag beging. Und überhaupt sei Beyoncé ein super Organisationstalent und Robbie und seine Freundin könnten ja mal zum Essen vorbeischauen, dann könne man gemeinsam alles planen.
Jackson-Song von Lenny Kravitz
Eigentlich erstaunlich, dass in diesen angeblich so durchlässigen, modernen Zeiten kaum unveröffentlichte Lieder von Michael Jackson durchs Internet geistern. Denn sicher ist, dass es davon eine Menge geben muss, das haben zahlreiche Kollaborateure der vergangenen Jahre bestätigt. Der letzte offizielle "neue" Jackson-Song war "This is it", der im letzten Oktober veröffentlicht wurde. Nun sorgt die halbfertige Version eines unbekannten Jackson-Songs namens "Another Day" für Aufregung unter Fans. Gerüchte, dass Lenny Kravitz für den Song mitverantwortlich sei, bestätigt dieser jetzt mit einer
Facebook-Videobotschaft. Kravitz verrät "Another Day" geschrieben, produziert und alle Instrumente gespielt zu haben. Und rätselt, wie das Lied ins Netz gelangen konnte. Eine reguläre Veröffentlichung von "Another Day" sei definitiv geplant, sagt Kravitz und wünscht Frieden!
Neues von der "Buddha Machine"
In den vergangenen Jahren hat sich die "Buddha Machine" zu einem beliebten Spielzeug für Popverliebte entwickelt. Ein Plastikkästchen, etwa so groß wie eine Zigarettenschachtel, das ein paar einlullende Elektroklänge gespeichert hat. So lange die Batterien halten, kann der gestresste Hipster sich so Entspannung schaffen. Mehr als 50.000 wurden davon bereits abgesetzt, zu den prominenten Fans zählen Brian Eno, Damon Albarn, Daft Punk und Blixa Bargeld. Für Liebhaber abseitigerer Klänge gibt es neuerdings die Buddha Machine Throbbing Gristle Edition. "Gristleism" lässt 13 vertrackte Loops der legendär berüchtigten britischen Electro-Avantgardisten Throbbing Gristle surren. Zu hören sind unter anderem arg reduzierte Klassiker wie "Persuasion" oder "Twenty Jazz Funk Greats". Unglaublich, aber wahr!
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Es wurde ja nicht geschrieben, wobei er diesen Rock-Titanen zur Hand ging... vielleicht beim Klamottenwechsel. ;) PS: Der Mann heißt übrigens Marco Sabiu (mit u und nicht mit o am Ende). http://www.marcosabiu.com/home.html mehr...
Etwas überzogen? Das haben Sie schön gesagt. Wobei Rhapsodys "Unholy Warcry" (ebenfalls mit Christopher Lee) schon ein kleines Highlight ist. mehr...
Die Meldung stimmt schon. Es muss nur erwähnt werden das Christopher Lee nicht nur bei Manowar in der Metalszene mitgemischt hat. Die Tatsache das die andere Band Rhapsody (of Fire) war lässt aber irgendwie darauf schließen das er [...] mehr...
Denke nicht das das beabsichtigt war. Hier wird ja Pop, Rock und Metal zur gleichen Musikrichtung gezählt, fehlt noch Crap und Ländler :-) Ich habe noch nie von diesem Sabio gehört und habe keine Ahnung, ob der was kann oder [...] mehr...
..was andere denken, ich freue mich drauf. Lees Stimme ist immer weider ein "fest für die Ohren". Egal mit welcher Musik. Und ich finde es ausgesprochen schön, das er sich nicht auf seinem Alter und seinen Lorbeeren [...] mehr...
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