Hintergrund: Ein bisschen Echo,
oder was?

Der deutsche "Echo" hat sich in den vergangenen Jahren neben dem amerikanischen "Grammy" und dem "Brit Award" zu einem weiteren großen Schallplattenpreis gemausert. Die Kastelruther Spatzen durften ihn bereits fünfmal mit nach Hause nehmen.

Seit 1992 markiert er Höhepunkte und Trends vor allem der nationalen Popbranche. Er wird von der Deutschen Phono-Akademie, einem Zusammenschluss von Firmen der deutschen Musikbranche, inzwischen in 24 Kategorien vergeben.

Die Künstler, Künstlerinnen und Gruppen aus der nationalen und internationalen Popszene sowie aus dem deutschen Schlager- und Volksmusik-Bereich werden nach ihren Chart-Platzierungen jeweils im Vorjahr ausgewählt. Diese werden nach den Verkaufszahlen berechnet. Unter den nominierten Stars bestimmt dann eine Jury aus Mitgliedern des Bundesverbandes Phono und der Deutschen Phono-Akademie die Gewinner.

Nach diesem Prinzip wird auch die erfolgreichste Rock-Pop- und die beste Dance-Single ausgesucht. Die Jury wählt auch die beste Comedy- und die beste Jazz-Produktion sowie den besten Videoclip aus. Spezielle Preise gibt es für den nationalen und internationalen Nachwuchs sowie für das Lebenswerk eines deutschen Künstlers.

Nach den Stationen in Köln, Berlin, Frankfurt und München war Hamburg seit 1996 Gastgeber der Verleihung des "Echo". Bis 1995 dürften nur geladene Gäste die Veranstaltung der Deutschen Phono- Akademie besuchen. Seit 1996 können auch Fans dabei sein. Die Veranstalter planen, die Gala im kommenden Jahr nach Berlin zu verlegen.

Zu den erfolgreichsten Preisträgern der vergangen Jahre gehören Marius Müller-Westernhagen, Wolfgang Petry und an der Spitze die Kastelruther Spatzen, die zwischen 1992 und 1999 bereits fünf Mal einen "Echo" erhielten. International reichen die Namen von Celine Dion bis Queen.

Die Trophäe, welche die Künstler mit nach Hause nehmen, stellt eine halbe Schallplatte dar, in die aus einer Weltkugel die Töne hineinfließen. Sie wurde bei einem Wettbewerb von Oliver Renelt, einen ehemaligen Studenten der Hamburger Hochschule für Bildende Künste, entworfen.

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