ABBA Mamma mia - ein Museum

Stockholm soll zum Pilgerort für Fans des Diskopop werden - die schwedische Hauptstadt bekommt ein ABBA-Museum. Ein Highlight der Ausstellung: Die Medaille vom European Song Contest, die der Popband zu ihrem Durchbruch verhalf.


Stockholm – Vor allem Kostüme, Instrumente und Fotos sollen Abba-Fans künftig in dem Museum bewundern können. Die ehemaligen Bandkollegen Agnetha Fältskog, Benny Anderson, Björn Ulvaeus und Anni-Frid Reuss (früher Lyngstad) haben dem Projekt jetzt zugestimmt. Die Gruppe teilte mit, sie sei begeistert, dass jemand an die Geschichte ihrer Musik erinnern wolle.

Die Idee, ein ABBA-Museum zu gründen, sei entstanden, als sie mit ihrem Mann Ulf eine Beatles-Ausstellung in Liverpool besuchte, sagte die Mitbegründerin, Ewa Wigenheim-Westman. Daraufhin sei sie mit der Band in Kontakt getreten, es habe aber einige Zeit gedauert, sie zu überzeugen. Mit Erfolg: "Wir hoffen und glauben, dass es ein tolles und groovy Museum wird", sagten die Mitglieder der Gruppe. Läuft alles glatt, soll das Museum 2008 eröffnet werden.

Obwohl ABBA ihr letztes Album 1981 veröffentlichte, verkauft die Gruppe immer noch 2,3 Millionen Alben pro Jahr. Den Durchbruch schafften sie 1974, als sie mit dem Song "Waterloo" den Eurovision Song Contest im britischen Brighton gewannen. Die Auszeichnung, mit der alles begann, soll eines der Herzstücke des ABBA-Museums werden. Außerdem ist ein interaktiver Bereich geplant, in dem die Besucher eigene Songs aufnehmen können - inspiriert von den schwedischen Stars.

Auch die Stockholmer Bürgermeisterin Kristina Axén Olin ist von dem Projekt angetan. Das Museum werde die schwedische Hauptstadt um eine Attraktion bereichern. Besonders gut dürfte ihr auch gefallen, dass es zahlungskräftige Touristen anziehen wird. Und weil sie so begeistert von dem Projekt ist, bot sie den Gründern ihre Hilfe bei der Suche nach dem passenden Ort für die künftige Pilgerstätte an.

Die Insel Djurgården mitten in Stockholm ist der Favorit – dort tummeln sich sowieso schon die Touristen, weil dort das Kriegschiff "Wasa" gezeigt wird, das 1628 auf seiner Jungfernfahrt sank. Viel Platz werden die Museumsbetreiber auch brauchen, wenn sich ihre Erwartungen erfüllen: "Es wird eine Touristenattraktion sein - ein internationaler Magnet. Wir hoffen, pro Jahr rund 500.000 Besucher anzuziehen" sagte Wigenheim-Westman. Das Museum werde etwa 40 bis 50 Millionen Kronen (4,4 bis 5,5 Millionen Euro) kosten.

amg/dpa



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