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Abgehört: Die wichtigste Musik der Woche

Die Libertines können nicht ohne einander und bringen ihr bestes Album heraus. Slayer hingegen leisten Dienst nach Vorschrift. Außerdem: Beschwingte Todtraurigkeit, New Wave mit Energieüberschuss und die Klassenstreberin des Fjord-Pops.

The Libertines - "Anthems for Doomed Youth"
(Universal, ab 11. September)

The Libertines sind eine von zig Bands des Post-Punk-Revivals der Nullerjahre, einer Zeit, als Feuerwehrmänner wie Coldplay die Plätze der Brandstifter eingenommen hatten und eigentlich keiner mehr glaubte, Punk könnte auferstehen. Sie brachten damals ein bisschen was raus, zwei Alben, von denen sich heute vielleicht noch ein, zwei Songs auf irgendwelchen gebrannten CDs verstecken. Vor allem aber verinnerlichten die Libertines, dass die Geschichten, die Sagen um ihre Band, und weniger die Songs, sie unsterblich machen könnten.

Für kurze Zeit war damals Punk, zumindest als Lebensgefühl, dank der Libertines doch wieder da, sah zwar anders aus, trug Dior, roch aber ähnlich ranzig wie früher. Dann verlor sich Pete Doherty in den Drogen und Carl Barât in der Bedeutungslosigkeit. Hier hätte schon 2004 "Ende" stehen können. Denn alles, was danach kam - Soloprojekte von Barât wie Doherty, Bands wie die überreizten Babyshambles oder die seichten Dirty Pretty Things - war, gelinde gesagt, mittelmäßig. Bis jetzt.

Elf Jahre nach Aufstieg und Fall, nach Exzess und Boulevardschlagzeilen veröffentlichen die Libertines nun ihr drittes Album, "Anthems for Doomed Youth". Der letzte Satz klingt ungefähr so glaubwürdig wie "Donald Trump hat eine neue Frisur". Aber er stimmt. Und dieses dritte Album ist ihr bestes, weil es das Beste an beiden Temperamenten, der wüsten Überheblichkeit Dohertys und der verzweifelten Klarheit Barâts, eint, ohne eine Sekunde lang bemüht zu klingen.

Gleich zu Beginn, im zweiten Stück "Gunga Din", treten sie ihren alten Dämonen gegenüber. Der Titel ist einem Kriegsgedicht von Rudyard Kipling entnommen, der Track kippt zwischen Kopfnickerbeat und Lalala-Hymne, die fürs britische Stadion gemacht scheint. Er endet im Chaos.

"Getting sick and tired of feeling sick and tired again", raunt Doherty da, eine Anspielung auf seinen Kampf gegen das Heroin. "The mirror is fucking ugly and I'm sick and tired of looking at him", erwidert Barât in der zweiten Strophe, eine Anspielung auf seinen Zweifel und Selbsthass. Im Refrain treffen sich die beiden Geplagten: "Oh, the road is long, if you stay strong, you're a better man than I." Die Einsicht, dass etwas schiefgelaufen ist, schwingt mit. Der erste Schritt zur Besserung.

"Anthems For Doomed Youth" ist ein Zeugnis darüber, dass Freundschaft, wie Doherty jüngst im Interview gesagt hat, keine Unterbrechungen kennt (lesen Sie mehr dazu im aktuellen SPIEGEL). "You're the only lover I had", heißt es etwa in "You're My Waterloo", eingeleitet von einem einsamen Klavier, durchbrochen von Dohertys Stimme. Ein Liebeslied. Doherty und Barât konnten zwar nur zweieinhalb Jahre wirklich gut miteinander. Ohne einander können sie aber auch nicht.

Die militanten Anspielungen, wie auch der Albumtitel, der auf ein Gedicht von Wilfred Owen aus dem Ersten Weltkrieg referiert, und die müde Rauheit dieser so britischen Gitarrenmusik zeugen von jenem Kampf, den diese beiden Protagonisten einer der letzten großen Rock-Shows unserer Tage, zumindest ihrer Sage nach, hinter sich bringen mussten, um wieder zusammenkommen. Dieses sehr selbstreferentielle neue Album, es ist Auferstehung und Katharsis der Libertines. Neues Futter für den Mythos. (7.4) Jurek Skrobala

Lilbertines - "Gunga Din"

Gunga Din von The Libertines auf tape.tv.

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Beirut - "No No No"
(4AD/Beggars/Indigo, ab 11. September)

Ich sehe, nein, ich fühle förmlich den durch den ganzen Körper zitternden Unglauben des Kollegen Wigger: Du besprichst die neue Ben-Folds-Platte nicht!? Nein, mein Lieber, da hast du's, ich bespreche es nicht, dieses lapidar "So There" getaufte Murkswerk eines einst geschätzten Sängers, der nun glaubt, es reiche nicht, traurig-komische Lebenslieder zu schreiben, sondern sich nun auch noch als klassischer Komponist versuchen will. Wie Arne Willander, wie immer scharfsichtig, aber noch milde, im "Rolling Stone" schrieb: "Warum um alles in der Welt will Folds den Gershwin machen, wenn er doch ein kleiner Hoagy Carmichael sein könnte?" Nuff said. Ich habe Ben Folds zu gern, um einen Verriss zu schreiben, aber der wäre nötig, keine Frage.

Im gleichen Genre wie Folds, dem Woody-Allen-kind-of-Blue, der beschwingten Todtraurigkeit, schreibt auch Zach Condon seine Songs. Vor zwei Jahren, während einer Tournee, er war gerade in Australien, ging plötzlich nichts mehr, Stress, Erschöpfung und eine zehrende Trennung forderten ihren Tribut. "See you in another world", ruft er nun, im optmistischen "Perth", entschuldigend den Menschen down under zu, die er ohne Beirut-Konzert sitzen ließ, weil er mit Burn-out zurück nach Brooklyn flüchtete. Fast ein Jahr brauchte Condon, bis er die Depression und den damit einhergehenden writer's block im Griff hatte und jene Songs komponierte, die nun auf dem ersten Beirut-Album seit "The Rip Tide" (2011) Platz fanden.

Man muss es Condon, der schon immer gerne Weltmusik-, speziell Balkan-Klänge verarbeitete, zugutehalten, dass er dem Impuls widerstand, die kulturelle Welt seiner neuen Freundin, einer Türkin, auszubeuten. Stattdessen scheinen sich die neuen, mit neuer Innerlichkeit und Dringlichkeit vorgetragenen Lieder eher auf ihren Kern zurückzuziehen, und der liegt im sanft swingenden, klassischen Zusammenspiel von Piano, Bass und Besen-Schlagzeug, der, dezenter als früher, mit exotischem Instrumentarium und Rhythmen angereichert wird. Das erinnert manchmal, im schönen Titelstück, an Beiruts Anfänge mit "Gulag Orkestar", in "Gibraltar" aber auch an die weit Atem holende "Naked"-Phase der Talking Heads. "Don't know the first thing about who you are", singt Condon in "No No No", und man sieht ihn, zum Soundtrack des getragenen Instrumentals "As Needed", vor sich, wie er durch das winterliche New York stapft, Sinatra im Herzen, Brian Wilson im Kopf.

"No No No", mal wieder mit malerisch-melancholischem Cover-Artwork, ist kein Meisterwerk, aber ein rückbesinnlicher Neustart eines liebgewonnenen Songwriter-Projekts. Könnte man dasselbe doch bloß auch über Ben Folds sagen! (7.7) Andreas Borcholte

Beirut - "No No No"

No No No von Beirut auf tape.tv.

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Petite Noir - "La vie est belle / Life Is Beautiful"
(Domino/GoodToGo, ab 11. September)

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen New York und Kapstadt? Als zu Beginn der Nullerjahre die New Yorker Band Interpol die Traurigkeit und Eleganz des New-Wave-Sounds von Joy Division neu aufgriff, wurde das als halbwegs originelle, aber keineswegs erstaunliche Retro-Bezugswahl gewertet. Dass nun Yannick Ilunga, Sohn eines kongolesischen Vaters und einer angolanischen Mutter, geboren in Belgien, aufgewachsen in Südafrika, sich musikalisch vom Sound aus dem Manchester der Achtziger beeinflusst zeigt, gilt hingegen als schlechterdings sensationell.

Ilunga spielt allerdings diesen kleinen Unterschied sehr bewusst aus: Das fängt beim (grammatikalisch knapp daneben liegenden) Künstlernamen Petite Noir an, aus dem er wiederum "Noirwave" als Genre-Bezeichnung ableitet. Und er geht weiter zu den grandiosen Videos, in denen er deutlich auf seine afrikanischen Herkunft anspielt: Mit stolzen folkloristisch geprägten Bildern in "Best", mit spielerischen Verweisen auf die globale Popkultur im lokalen Milieu von Lubumbashi (in der Demokratischen Republik Kongo) bei "Down".

Nun erscheint das erste Album von Petite Noir, und dem kann man anhören, dass Yannick Ilunga sich des New Wave bedient, weil der plakativ als Sound der Entfremdung funktioniert. "I'm gonna have to show you: La vie est belle", singt er im Titelsong, klingt aber dabei, als müsse er sich mindestens so sehr selbst davon überzeugen, dass das Leben wirklich schön ist. Es ist wunderbar zu hören, wie seine Stimme in "Freedom" nach Tears for Fears klingt, nach Depeche Mode bei "Inside" und dann in "MDR" wiederum nach Talking Heads.

Was aber Petite Noir ganz besonders macht, ist so etwas wie eine überschüssige Energie, die sich durch die Songs bewegt - eine frenetische perkussive Energie, eine Nervosität durch die vorgezogenen Beats; hier muss immer etwas weitergehen. Das mag auf Albumlänge auch mal ein bisschen anstrengen, aber das Leben ist eben immer auch mal anstrengend. Das Leben in den globalisierten Metropolen der Welt zumal, wie es New York schon lange eine war, wie es aber auch Kapstadt oder Brüssel oder wahrscheinlich auch Lubumbashi heute sind. Petite Noir macht einen überzeugenden Soundtrack dazu. (7.9) Felix Bayer

Petite Noir

Petite Noir: Petite Noir: La vie est belle/Life Is Beautiful auf tape.tv.

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Farao - "Till It's All Forgotten"
(Full Time Hobby/Rough Trade, ab 11. September)

Es hat ja immer etwas Vergälltes, anderen ihre Makellosigkeit vorzuwerfen. Einerseits steht man, wohl auch irgendwie berechtigt, unter Neidverdacht. Andererseits: Wie sich behelfen, wenn sich einfach keinerlei Kantigkeiten anbieten?

Kari Jahnsen alias Farao kommt aus dem 500-Seelen-Dorf Ulnes in Norwegen, lebt aber heute - ist es denn die Möglichkeit - in Berlin. Und empfiehlt sich mit ihrem hochintelligent austarierten Debüt als neue Klassenstreberin des geschmackvoll elektronisch gesprenkelten Fjord-Pops, den offensichtlich von Geburt aus kreative Norweger so provozierend leichthändig in der Kulturwüste Deutschland abwerfen.

Jahnsen hat für ihr Album fast alle Instrumente selbst eingespielt. Besitzt eine Stimme von bezirzendem Gleichmut, die sich aber nie mädchenhaft unterverkauft. Die die Putzigkeit von Dear Reader fassen kann, sich in ihren stärksten Momenten aber auch einer Anna von Hausswolff annähert.

Und natürlich entscheidet sie sich stets eher für den dezent vertrackten Rhythmus statt für die glatte Option. "Maze": Ein new-agige Klavierharmonie, die irgendwann in dezenten Bläsern aufgeht, aber nie in volkstümliche Folkigkeit kippt, dazu wird jeder Hauch von Birkenstockigkeit viel zu fein säuberlich umgarnt von Drums und sphärischer Mehrstimmigkeit. "Silence": Eingängiger Orgel-Elektro, verpackt in fluoreszierende, arabische Flötentöne, wie Staubwirbel in Sonnenstrahlen.

Natürlich - Obacht, jetzt kommt die Galle!- limitiert sich diese durchdachte Gefälligkeit auch selbst. Weil Jahnsen ihre Seele so dermaßen geschmackvoll kontrolliert überlaufen lässt, entgeht ihr eben auch einiges. Brüche etwa, der Wille zum Pathos und der zur Breitseite. Wagnisse, bei denen die Gedanken des Hörers dann aber auch nicht nur über skandinavische Nadelwälder schweifen, sondern auch an Größerem rühren könnten.

Denkt man sich so. Dann kommt Jahnsen wieder mit einem süffigen Rhythmuswechsel um die Ecke, wie er smarter kaum sein könnte. Wunderbar, aber man weiß eben auch, dass man in einigen Monaten auf dem Farao-Konzert genau dann wie der letzte Klassentrottel in einer unvollendeten Tanzbewegung einfrieren wird und die Blamage noch völlig unsouverän zu retten versucht, indem man so tut, als habe man sich doch nur am Ohr kratzen wollen. Farao, vielleicht bist du mir einfach einen Ticken zu schlau. (7.1) Eva Thöne

Farao - "Bodies"

Bodies von Farao auf tape.tv.

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Slayer - "Repentless"
(Nuclear Blast/Warner, ab 11. September)

Slayer haben ein neues Album veröffentlicht, ihr elftes, "Repentless" heißt es. Kerry King, der Dicke in der Band, wusste nicht mal, dass es das Wort "Repentless" im Englischen gar nicht gibt, aber es soll wohl sowas wie halsstarrig heißen, gutes Wort, gerade für den Hals von King.

Slayer sind die uninteressanteste Band der Welt geworden, die lächerlichste ist bekanntlich Metallica, da beißt die Maus keinen Faden ab. Nichts gegen Halsstarrigkeit, Stupor, Doofheit, Monotonie, Witzlosigkeit, aber neben all diesen negativ konnotierten Tugenden steht ja bei Slayer immer noch der unangenehm masturbatorische Triumph des Willens, das ständige Aufheben der Gesetze des Machbaren, und das ist keine Tugend, sondern Dienst nach Vorschrift.

Slayer sind Beamte, die feste Bürozeiten haben, ihren präzisen Quatsch einfach abwickeln, da nützt auch nicht das Stachelarmband vom Dicken, oder das Bekenntnis zum Heiligen Stuhl des sympathischen Sängers Tom Arraya. Ich habe mal ein Konzert von Slayer gesehen, ja, ich war im Moshpit, und für eine Mikrosekunde sah ich, wie Arraya auf seine Armbanduhr sah, weil King und der vor zwei Jahren angeblich an einem Spinnenbiss verstorbene zweite Gitarrist Jeff Hannemann nicht mit ihren elendslangen Soli-Dialogen aufhören wollten.

Von Harold Brodkey gibt es eine Kurzgeschichte, "Die Pubertät" heißt sie, in ihr versammelt sich ein Grüppchen Pfadfinder, das sich im Kreis aufstellt, und bevor die Buben damit beginnen, um die Wette zu masturbieren, berühren sich alle mit ihren Hosenbrüdern, sozusagen als Ouvertüre, wie mit Klingen, so als müssten sie sich ihres Geheimbunds versichern, und damit "in unser genitales Schicksal" eingeführt werden. Dorothea Dieckmann schrieb in der "Zeit": "Brodkeys Erzählungen sind hyperexakte Studien über (...) den Kampf um Anerkennung, das Machtgespinst des sexuellen Dialogs, den unendlichen, stets sich erneuernden Rest absichtsvoller und unabsichtlicher Missverständnisse."

Sie hätte damit auch die schale Pose Slayers beschreiben können, denn das absichtsvolle Missverständnis bei Slayer ist, dass sie behaupten, qua ihrer historischen Verdienste immer noch vom Rande der Gesellschaft Normen und Tabus zu brechen, während sie paradoxerweise in einer Art kataleptischen Ratlosigkeit verharrt sind, inmitten eines pubertären Geschwindigkeitsrausches. Das Unabsichtliche ist dann, dass sie es nicht mal merken, wie peinlich und lächerlich ihr "genitales Schicksal" inzwischen geworden ist. (0.0) Tex Rubinowitz

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1. Slayer
aufnetour 08.09.2015
Also, Mr. Tex, wenn man noch nicht einmal den Namen des Sängers von Slayer richtig schreibt, nützen auch die bemühtesten Verweise auf Zitate aus der "Zeit" nichts, um eine neue Slayer-Scheibe richtig beurteilen zu können. Man könnte stattdessen einfach auch schreiben, dass man die Musik von Slayer überhaupt nicht mag, aber mit so einfachen Worten könnte man dann ja keine Kompetenz vortäuschen. Ich war übrigens auch schon desöfteren auf Slayer-Konzerten, das erste Mal 1987, aber dass Tom Araya dabei eine Armbanduhr trägt, ist mir wohl entgangen. Wie auch immer, ich werde mir die neue Slayer anhören und mir dann selbst eine Meinung bilden. Vorläufige Prognose: 9,0.
2. Slayer
P-Block 08.09.2015
Und ICH habe überhaupt keine Ahnung wer Slayer sind, nur der Name ist mir geläufig. Und dennoch finde ich solche Beiträge zum Kotzen ! Affektiert, hochnäsig, überheblich, exaltiert ! Vermutlich von jemandem verfasst, der noch nie zur Gitarre gegriffen hat. Das bestätigt im übrigen meine Meinung zu Rezensionen dieser Art. Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, weder bei Musik, noch bei Literatur oder anderer Kunst. Und deswegen lese ich die Rezensionen in der Regel gar nicht mehr, bilden sie doch in der Regel lediglich den Geschmack des Rezensenten ab.
3. Slayer
Smerk 08.09.2015
O mann o mann, was für ein überflüssiger Text. Allerdings, wenn man den Artikel über den Autor in Wikipadia liest, wundert man sich v.a., warum SPON diesen Herren eine Rezi über ein Metal-Album schreiben lässt. Fakt ist: Nachn Lektüre aller anderen Rezis in dem Beitrag weiß man ein bisschen was über die Musik der jeweiligen Band, hier weiß man nur, dass Freund Tex keinen Metal mag. Das ist dann eine Info, die die Welt nicht braucht. Bitte, SPON, suchte euch doch bittschön an andern Schreiber für die Metal-Rezis, der was mit der Mucke anfangen kann.
4. Ja, genau das
aufnetour 08.09.2015
meinte ich. Noch schwerer erträglich ist eine solche Rezension, wenn man eine Band seit 30 Jahren kennt und Fan ist (was natürlich wirklich Geschmackssache ist). So haben z.B. King und Hanneman (nicht Hannemann, auch das noch, der übrigens an Leberzirrhose verstorben ist) nie über die LP-Fassungen hinaus ausgedehnte Solo-Passagen gespielt, die waren schon immer eher Beiwerk. An solchen Dingen sieht man dann, wie fehlende Ahnung durch aufgeblasene Kritiken überdeckt werden soll.
5.
doedelheimer 08.09.2015
Zitat von aufnetourAlso, Mr. Tex, wenn man noch nicht einmal den Namen des Sängers von Slayer richtig schreibt, nützen auch die bemühtesten Verweise auf Zitate aus der "Zeit" nichts, um eine neue Slayer-Scheibe richtig beurteilen zu können. Man könnte stattdessen einfach auch schreiben, dass man die Musik von Slayer überhaupt nicht mag, aber mit so einfachen Worten könnte man dann ja keine Kompetenz vortäuschen. Ich war übrigens auch schon desöfteren auf Slayer-Konzerten, das erste Mal 1987, aber dass Tom Araya dabei eine Armbanduhr trägt, ist mir wohl entgangen. Wie auch immer, ich werde mir die neue Slayer anhören und mir dann selbst eine Meinung bilden. Vorläufige Prognose: 9,0.
Hallo, die "Kritik" sagt wesentlich mehr über den Schreiberling als über das aktuelle Opus von Slayer aus; der Typ kann einem leid tun! Der Einzige, der sein Genital auf den Tisch knallt, um allen zu beweisen, wie toll er ist, ist diese komische Fuzzi - und, was erwartet er denn? Daß Kerry King 24h am Tag Satan anbetet? Der Typ müßte sich mal mit dem Konzept des Eskapismus vertraut machen... Und, nein, ich finde es überhaupt nicht schlimmm, daß sie "älter", also näher dran an ihren Wurzeln klingen als auf den letzten Alben - mir gefällt's!
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