Songs bei iTunes: AC/DC beenden Digital-Boykott

Lange haben sich AC/DC gegen den Verkauf ihrer Songs im Internet gesperrt. Nun hat Apple die Hardrocker offenbar doch umgestimmt. Erstmals können Fans die Songs der Australier nun ganz legal digital kaufen.

AC/DC: Rockgiganten im Digitalzeitalter Fotos
AP

New York - "Hells Bells", "Thunderstruck", "Highway to Hell", "T.N.T." - wer die Songs von AC/DC hören wollte, suchte bei den großen Musikplattformen im Web vergebens. Die Band hat sich dem Digitaltrend lange verweigert. Doch jetzt rückt die Gruppe ab von ihrem Internet-Boykott.

Ab sofort sind AC/DC-Songs bei iTunes erhältlich. Columbia Records und Apple gaben am Montag bekannt, dass man die Musik der Australier von nun an auf der Plattform downloaden kann - das gesamte Werk der Band ist mittlerweile dort zu finden, darunter Alben wie "High Voltage", "Back in Black" oder "Black Ice".

AC/DC waren ebenso wie die Beatles eine der wenigen Bands, die ihre Musik lange Zeit nicht digital anbieten wollten. Vor zwei Jahren erst verhandelte Apple mit dem Musiklabel der Pilzköpfe, EMI Group, ihre Songs zum Download freizugeben.

Die Geschichte von AC/DC reicht rund vier Jahrzehnte zurück: Malcolm Young gründete die Band Anfang der siebziger Jahre - der Name wurde von der Schwester des Musikers, Margaret, angeregt: AC/DC steht für "alternating current/ direct current" - Gleichstrom/Wechselstrom. Was die Jungs allerdings nicht wussten: Der Ausdruck bedeutete ebenso Bisexualität. In den folgenden Jahrzehnten schrieben die Rocker Musikgeschichte - mehr als 200 Millionen Alben weltweit verkaufte die Band.

Nicht nur mit dem Angebot auf iTunes überraschten AC/DC ihre Fans: Erst vor wenigen Tagen veröffentlichte die Band das erste Live-Album seit 20 Jahren. "Live at River Plate" hatten AC/DC vor drei Jahren in Buenos Aires vor 200.000 Fans aufnehmen lassen.

Der US-Musiker Kid Rock, der ebenfalls jahrelang gegen einen Verkauf seiner Songs im Internet war, hat nun ein neues Album herausgebracht: "Rebel Soul" ist seit dieser Woche erhältlich - auf iTunes.

Der Chart-Verantwortliche beim Musikmagazin "Billboard", Silvio Pietroluongo, sagte, die Entscheidung von AC/DC sei nicht wirklich überraschend: Musiker hätten begriffen, dass sie so etwas tun müssten, um mehr Geld zu verdienen.

kha/AP

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