Trauer um TV-Entertainer Mentzel "Jetzt ist Achim im Gurkenhimmel"

Achim Mentzel ist überraschend gestorben, Freunde und Kollegen trauern um den Ostberliner Kult-Musiker: Oliver Kalkofe erinnert an den "Zonen-Zausel", Jens Riewa an die "Hamsterfresse", und Florian Silbereisen ist "ganz traurig". Der Überblick.

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Achim Mentzel galt Vielen als Inbegriff der guten Laune. Sein Spreewald-Gurken-Song "Sauer macht lustig" oder das Lied "Gott sei Dank ist sie schlank" wurden zu Ohrwürmern. Mentzel selbst war bekannt für sein rundliches Gesicht, das krause Haar und den Schnauzbart. Nun ist der Kult-Musiker und TV-Entertainer im Alter von 69 Jahren gestorben.

Geboren wurde Mentzel 1946 in Ostberlin, er lernte zunächst das Handwerk des Polsterers, begann aber schon als Jugendlicher mit der Musik. Mit 18 ging er als Versorgungsfahrer zur Armee und spielte mit der Transportbataillon-Kombo in Dorfdiskos. Mentzel entschied sich für die Stimmungsmusik, "weil ich niemandem meine Texte vorlegen wollte".

In der DDR galt Mentzel früh als Star. Wegen eines monatelangen Ausflugs in den Westen wurde er zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Zurück in der DDR, lernte Mentzel in Berlin die Sängerin Nina Hagen kennen. Gemeinsam mit ihr gründete er 1974 Fritzens Dampferband.

In Westdeutschland wurde Mentzel bekannt, als sich Oliver Kalkofe in seiner Sendung über ihn lustig machte. Mentzel nahm es mit Humor, und die beiden Männer wurden enge Freunde. Nach Bekanntwerden des Todes veröffentlichte Kalkofe auf seinem Facebook-Account drei Nachrichten, in denen er Mentzel würdigte. "Danke für alles - Dein Kalki vermisst dich jetzt schon ganz furchtbar! Was sollen wir ohne dich machen?", heißt es in einem der Posts.

Kalkofe war nicht der einzige, der seiner Trauer um Mentzel Ausdruck verlieh. Auch Musiker Florian Silbereisen, "Tagesschau"-Moderator Jens Riewa oder Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke nahmen Abschied. Die Reaktionen im Überblick:

aar/dpa



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