Live-Konzert auf SPIEGEL ONLINE: Alex Clare spielt "Too Close" - und mehr

Ein Werbespot brachte ihm den verdienten Hit, dabei hatte Alex Clare die Hoffnung auf Star-Ruhm schon aufgegeben. Jetzt ist sein "Too Close" eine der Pop-Hymnen des Jahres 2012 - und am Mittwoch will Clare live auf SPIEGEL ONLINE zeigen, was er sonst noch so drauf hat.

Alex Clare: Hitparadenstürmer dank Werbe-PR Zur Großansicht
Universal/ Jon Baker

Alex Clare: Hitparadenstürmer dank Werbe-PR

Die Erfolgsgeschichte von Alex Clare ist keine für Pop-Romantiker, die noch daran glauben, dass jeder tolle Song schon von selbst seinen Weg in die Herzen der Hörer findet. Die Karriere von Clare war eigentlich schon vorbei, sein Debütalbum war auf Platz 156 der britischen Albumcharts versauert, er half einem Freund aus als Immobilienmakler. Dann kam eine Nachricht von Microsoft.

Der Konzern aus Redmond wollte Clares Song "Too Close" für eine große Kampagne, um die neueste Version seines Browsers Internet Explorer zu bewerben. Eine nachvollziehbare Wahl: "Too Close" mischt Clares emotionalen Soul-Gesang mit stolpernden, von Dubstep inspirierten Beats, die irgendwie nach Technik und Modernität klingen. Früher hätte es mehrere Wochen, vielleicht sogar Monate gedauert, bis aus dem Werbesong ein Hit geworden wäre - aber dank Musikerkennungs-Apps wie Shazam oder Soundhound und Download-Shops wie iTunes ging es bei Alex Clare rasend schnell.

Dass Alex Clare viel mehr zu bieten hat als den einen Hit, davon können Sie sich auf SPIEGEL ONLINE überzeugen. Am Mittwoch übertragen wir ab 21 Uhr in Kooperation mit Tape.tv live und exklusiv das erste Deutschland-Konzert von Alex Clare aus dem Atomic Cafe in München - und zwar genau hier. Einen ersten Eindruck können Sie sich im Video oben machen, in dem Alex Clare exklusiv einige Lieder zur Akustikgitarre singt.

Sie können einen Sänger erleben, der traditionelle Klänge schätzt, aber keine Berührungsängste hatte, auf seinem Album mit den Elektronik-Produzenten Diplo und Switch zusammenzuarbeiten. Einen Musiker, der sich über Jahre im Londoner Soul- und Blues-Untergrund nach oben sang, parallel eine Ausbildung zum Koch machte - und der ein Jahr lang mit der 2011 verstorbenen Amy Winehouse liiert war. Dass Alex Clare schließlich doch seinen Hit bekam - Microsoft hin, Microsoft her - vielleicht ist das doch eine Geschichte für Pop-Romantiker.

feb

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insgesamt 2 Beiträge
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1. Toll...
achnee-erschonwieder 04.06.2012
auch die Rhythmusgitarre, das muss man erstmal so durchspielen können und dazu noch so toll singen, also mein Respekt an dieser Stelle
2. Popmusik und ihre Mythen
sartre2012 05.06.2012
Diese Geschichte um Alex Clare klingt sehr spannend, zumal sie technische Innovationen einbezieht. Aber es wäre doch mal interessant zu hinterfragen, ob es tatsächlich so gelaufen ist. Es klingt zu schön, um wahr zu sein. Der Artikel hier deckt sich mit dem, was auch offiziell seitens der Plattenfirma verlautbart wird. Aus meiner Sicht sollte sich ein guter Popmusikjournalismus sehr intensiv mit der Musik auseinandersetzen (und sie auch für nicht Fachkundige inpunkto Soundesign und Komposition greifbar machen) oder die Geschichten, die um einen Musiker gesponnen werden, doppelt und dreifach hinterfragen! :-)
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