Alexander Pereira: Salzburger-Festspielleiter wechselt zur Mailänder Scala

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Alexander Pereira wird Intendant in Mailand

Schon einmal drohte er, nach Mailand zu gehen. Nun geht Alexander Pereira wirklich: Der Intendant der Salzburger Festspiele wechselt zur Scala. Bis zum Amtsantritt hat der Österreicher allerdings noch etwas Zeit.

Mailand - Erst im vergangenen Jahr zog er von Zürich nach Salzburg. Nun soll seine Zukunft in Mailand liegen: Alexander Pereira, bislang Intendant der Salzburger Festspiele, wechselt zur Mailänder Scala. Sein Amt als Intendant tritt er Anfang 2015 an. Das hat der Aufsichtsrat des Mailänder Hauses am Dienstag einstimmig entschieden. Pereira löst den Franzosen Stéphane Lissner an der Spitze des führenden italienischen Opernhauses ab.

Alexander Pereira ist bei Kritikern höchst umstritten. Sie werfen ihm vor, zu sehr auf den kommerziellen Aspekt der traditionsreichen Salzburger Festspiele zu achten und künstlerisch keine klare Linie zu haben. Zuletzt stritt er sich offen mit dem Festspiel-Kuratorium über die Finanzierung und drohte, nach Mailand zu wechseln. Das Kuratorium betonte, keine Nebentätigkeit Pereiras zu dulden. Sein Vertrag in Salzburg läuft eigentlich noch bis 2016.

Der österreichische Kulturmanager war einer der Favoriten für das Amt an der Spitze der Scala. Im Rennen sei unter anderen der Intendant des Piccolo Teatro in Mailand, Sergio Escobar, gewesen, hatte die Zeitung "Corriere della Sera" berichtet.

Pereira wurde 1947 in Wien als Sohn eines österreichischen Diplomaten geboren. Von 1991 bis 2012 war er Chef der Zürcher Oper.

kha/dpa

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