Amtlich

Amtlich Die wichtigsten Metal-Alben des Monats

2. Teil: Im zweiten Teil: Megadeth, Whitesnake und Sólstafir

Megadeth - "TH1RT3EN"
(Roadrunner Records, bereits erschienen)

Lieber Dave Mustaine,

hier schreibt Dir Dein alter Kumpel Ron McGovney aus frühen Metallica-Tagen! Erinnerst Du Dich? Damals, vor rund dreißig Jahren, als Deine zwei Pitbull-Welpen fast meinen 72er Pontiac LeMans zerkratzt haben, vor der Garage meiner Eltern, in der wir immer probten? Wir haben uns geprügelt - und dann hat Dich James aus der Band gefeuert!

Naja, ich wollte mich einfach mal bei Dir melden, und Dir sagen, dass ich nie aufgehört habe, Dich zu bewundern: Du bist und bleibst der große Nihilist des Metal, der Alles-Hasser, der der Zensur-Mafia um toupierte Politikergattinnen wie Tipper Gore genauso den Mittelfinger gezeigt hat wie dem Militärisch-industriellen-Komplex. Der politische Maverick, der mit heiligem Eifer die Verfassung der USA hochhält, der das Wort "Freedom" krakeelt und gleichzeitig eine gigantische Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen will.

Ich verehre Dich dafür. Und für Deine grandiosen Arrangements; für die Trauerballade (R.I.P. Cliff) "In My Darkest Hour", für den Alien- und Staats-Paranoia-Klassiker "Hangar 18", für "Peace Sells", "Symphony Of Destruction", "Foreclosure Of A Dream". Ich liebe es, dass Du Dir jedes Mal den Mund zutackerst, bevor Du vor ein Mikro trittst, damit Du so gepresst vor Dich hinschnarren kannst, als würdest Du direkt aus Deinem Arsch singen. Und ich verbeuge mich vor Dir für Dein filigranes Maschinenpistolen-Riffing; James wird im direkten Vergleich immer wie ein tumbes Riesenbaby wirken.

Außerdem bist Du natürlich viel cooler als er und sein trommelndes Hot-Dog-Würstchen aus Dänemark - die Deppen mit ihrem albernen Theateralbum. Oder als Tom, dieser Quartals-Pseudo-Fascho. Und von Scott wollen wir mal ganz schweigen, egal wie stark oder mies die neue Anthrax ist. Wer heiratet denn biddeschön die Tochter von Meat Loaf???

The Big Four des Thrash Metal? Pah. Du bist The Big One.

Und natürlich The Big Arschloch.

Eigentlich schreibe ich Dir genau deswegen: Polier mir bitte die Fresse! So wie anno '82! Vielleicht hast Du ja davon gehört: Ich knechte als College-Lehrer in diesem Kaff in North Carolina, das Leben ist nett hier, beschaulich halt. Aber nun sind meine Kinder bald aus dem Haus, meine Olle und ich verfetten langsam - und ich fühle mich alt. Und da kam mir eben diese Idee: Hau mir aufs Maul, vielleicht fühle ich mich dann so jung wie früher.

Ich sage Dir jetzt einfach mal ein paar ehrliche Takte zu Deinem neuen Album. Ich weiß ja, wie eitel Du bist. Vielleicht bringt Dich meine Kritik dazu, mich anständig zu vermöbeln.

Also, aufgepasst: Es ist bloß "okay". Und das Songwriting manchmal öde.

Klar, kleine Speed-Schmuckstücke wie "Public Enemy No.1" oder "Wrecker" schraddeln hübsch vor sich hin. Auf "We the People" schwingst Du Deine beliebte Polit-Paranoiakeule, meinetwegen. Aber einiges klingt wie aus dem großen Megadeth-Modul-Baukasten für Do-it-yourself-Daves: Hier ein Gniedel-Solo, da ein Dazwischengezische, Break, Solo, Break, Solo, irgendwie so - und irgendwie egal.

Wo ist der große Wurf, wo das Killerriff? Und warum veröffentlichst Du Songs, die seit Jahren bekannt sind, entweder von Videospielen ("Sudden Death") oder Sondereditionen ("Black Swan")? Hast Du die Kohle so nötig? Bist Du wieder auf Drogen? Spendest Du alles der Heilsarmee, seit Du zum Christentum gefunden hast? Oder hast Du aus Neid Metallicas superteuren Therapeuten engagiert, obwohl Du ihn Dir gar nicht leisten kannst?

So, jetzt komm vorbei, und schlag mich windelweich.

Bis bald,

Dein Ron

P.S. Du stinkst!

P.P.S. Du schuldest mir noch 73,65 Dollar, die ich Dir mal für Heroin geborgt habe. Die Quittung vom Dealer hab' ich extra aufbewahrt!

(Gesamtwertung: 7) Thorsten Dörting

Anspruch: Als Fritze Nietzsche des Metal in die Geschichte eingehen. (8,5)

Artwork: Megadeth-Maskottchen Vic Rattlehead schreitet ein Spalier von Kerzen ab, ist wohl seine eigene Beerdigung. Wenn die so armselig ausfällt, schicke ich nur eine Beileidskarte und bleibe daheim. (5)

Aussehen: Nicole Kidman, bevor ihr Gesicht betonhafte Züge annahm, Amy Adams, Julianne Moore, Mustaine - Rothaarige sind einfach scharf. (9)

Aussage: Du sollst keine Götter haben neben mir. (9,5) Thorsten Dörting

Whitesnake - "Box 'O' Snakes: The Sunburst Years 1978 - 1982"
(EMI, erscheint am 4. November)

Jahrelang, ja beinahe jahrzehntelang, lebte ich in dem Irrglauben, dass Bad English die mit Abstand untalentiertesten Texter im Hardrock-Bereich seien. Bis mir das Booklet zur ohnehin ausreichend scheußlichen letzten Whitesnake-LP "Forevermore" in die Hände fiel.

Mein Lieblingspoem heißt "I Need You (Shine A Light): "Hear me knocking on your door/ Can't help myself, I keep coming back for more/ I'm begging you, let me stay/ I want you so bad, babe, I can't keep away/ I'm on fire, you got my love/ Burning higher and higher/ So, baby, baby, please…" Von David Coverdale (60) höchstselbst erdacht und morgens auf dem Klo ins iPhone getippt. Und dennoch handelt es sich auch hier um Kunst, schrieb doch Marco Magin im letzten "Breakout" über das aktuelle Subsignal-Album "Touchstones": "Sucht ihr das musikalische Äquivalent zu Legenden der schreibenden Zunft wie Homer, Johann Wolfgang von Goethe, William Shakespeare, Edgar Allan Poe, die Klassiker schufen, seid ihr bei Subsignal richtig." War Caio César Alves dos Santos also doch der brasilianische Leo Messi? Und Marko Rehmer unser Gerard Piqué?

Coverdale jedenfalls gehört zu den unsympathischsten Gesprächspartnern Großbritanniens, und je älter er wird, desto gottgleicher erscheint ihm im Rückblick sein eigenes Werk - sogar der Quark aus den letzten drei Jahren. Coverdale soll einen riesigen Schwanz sein Eigen nennen (and it won't suck itself!), er scheint stärker geliftet als Marty Funkhouser in "Curb Your Enthusiasm", er könnte seine eigene Latex-Puppe in "Spitting Image" spielen - und er singt live stets mit dem fünften bis siebten Rippenknorpel (deshalb die ungewöhnliche Position des Mikroständers!), was maliziöse Journalisten zur Behauptung hinriss, Coverdale setze - wie die Münchener Freiheit - auf Konzerten mindestens Halbplayback ein.

Wie dem auch sei: Die "Box 'O' Snakes"-Vinylbox sollte man schon deshalb haben, weil sie die in weiten Teilen wirklich wunderbare Frühphase der ever-changing Band umfasst: Statt instrumenteller Redundanz und gepresstem Opa-Gesang glaubt man auf "Trouble", "Lovehunter" oder "Ready An' Willing" noch Led Zeppelin (wie in "Magic Man" von Heart!), Bob Seger und (manchmal) Creedence Clearwater Revival zu hören. Dazu ein 90-seitiges Buch, insgesamt 11 Discs, Konzert- und Bonuskram und die ultrafrühe "Snakebite EP" auf weißem Vinyl. Wer mehr über die Musik oder das Remastering-Verfahren erfahren will, ist bei mir wie immer falsch. (Gesamtwertung: 8) Jan Wigger

Anspruch: Ging nach dem ziemlich geilen Stadionrock auf "1987" flöten. Mit Ausnahme der lyrics natürlich, die sich bis heute konstant auf Rilke-Niveau bewegen: "Lord above, I'm a slave to love/ And baby, you can do no wrong/ I'll be your monkey man, I'll be your dog/ Howlin' for you all night long/ Come on baby, take me home tonight/ Come on baby, make me feel alright/ Come on baby, take me home with you tonight." (5,5)

Artwork: Extrem amtlich und stilvoll, wenn man a) das armselige Artwork jüngerer Whitesnake-Veröffentlichungen bedenkt und b) ein coffee table book auf dem Bett liegen haben will, in dem Coverdale erzählt, wie geil er selbst ist und wie geil die Musiker waren, denen er, der Meister, die Gnade hat zuteil werden lassen, mit ihm zusammenarbeiten zu dürfen. (8)

Aussehen: Keines mehr. David Coverdale hat sich nach dem ersten Hören von Edguys "Age Of The Joker" (und nach Ansicht des "Robin Hood"-Videos mit Bernhard Hoecker) in seinem Hotelzimmer in Singapur erhängt. (5)

Aussagen: "I stand guilty of a thousand crimes/ An' I suffer temptation still/ Show me a man who won't give it to his woman/ An' I'll show you somebody who will." Ohgottogottogottogott. (1,5) Jan Wigger

Sólstafir - "Svartir Sandar"
(Season Of Mist, bereits erschienen)

Ob ich mich fürchte? Jetzt, da ich hier liege, mit den Schläuchen, die an meinem Körper hängen, mit der Maschine, die neben meinem Kopfkissen piepst? Meine Tochter, lass mich dir eine Geschichte erzählen, die ich bisher nur mit einem Menschen geteilt habe. Es ist Zeit.

Ich war Mitte 30, steckte in einer Lebenskrise - und hatte doch keine Ahnung vom Leben. Lust aufs Abhauen, die hatte ich aber. Also heuerte ich auf einem Frachter an. Ich sollte gegen Kost und Logis das Deck schrubben, mein wahrer Lohn aber war der Trip ins Nordmeer, der grönländische Hafen von Nuuk das Ziel. Die Tage auf See vergingen ohne Unterschied, die Matrosen und Kapitän Götz, ein kugelrunder Kerl aus dem Ruhrpott, kippten Schnaps in sich hinein oder droschen Skat. Es schien, als würden wir für immer von Nebelbänken umhüllt so durch die Meere irren. Bis uns eines Nachts ein gellendes Kreischen hochschrecken ließ, als zerlege jemand die Karosserie eines Autos mit einem Sägemesser. Unser Schiff hatte einen Eisberg gerammt - es sank. Und ich sank mit ihm. Erst in das bitterkalte Wasser, dann ins Nichts.

Als ich erwachte, wusste ich nicht: Lebe ich? Bin ich tot? Ich spürte Sand zwischen den Fingern und sah auf meine Hände: Der Sand war schwarz. Ich spürte Wind im Gesicht und sah hinauf zum Himmel: Der Himmel war eisgrau. Vier Männer blickten auf mich hinab. Ihre Gesichter, ihre Hände waren weiß wie neuer Schnee, fast meinte ich, durch ihre Haut hindurchschauen zu können, so fahl war sie. Allein ihre Augen strahlten hell, sie schienen die einzige Lichtquelle hier zu sein, als hätte die Sonne keinen anderen Weg gefunden, an diesen Ort zu gelangen, als durch das warmherzige Glühen ihrer Blicke.

Die Männer sprachen kaum. Sie nannten sich Sólstafir, was, so verstand ich bald, wohl Sonnenstrahlenbündel heißen sollte. Als wir auf eine Waldlichtung kamen, auf der für einen Moment die Sonne darum kämpfte, in dieses aschene, gleichwohl zauberhafte Reich eingelassen zu werden und ein paar Strahlen durch die Bäume zwang, sagten sie dieses Wort und deuteten mit ihren Fingern auf sich.

Was die vier mit mir taten? Sie führten mich über das karge, wüste Land mit seinen Moosen, Felsen, Flechten und Geysiren - und sie machten dabei Musik, nein: Sie malten mit Musik. Mal wüteten ihre Gitarren schroff und unerbittlich, mal weinten sie mit ruhigem Stolz, mal tanzten die Töne in endlosen Schleifen. Selten nur hörte ich Gesang, und wenn, dann verstand ich ihn nicht; eine fremde Sprache, die Stimme keuchte, seufzte, schrie selten auch.

Sehr bald sah ich nur noch mit den Ohren. Sah, wie sich gigantische Geröllhalden über Jahrtausende durch die Ebenen des hiesigen Hochlands geschoben hatten. Sah, wie sich mächtige Vulkane in die Höhe getürmt hatten, plötzlich Magma spuckten - und genauso schnell verstummten. Sah, wie der Ozean immer gleich an die Küste schlug und das Land nach seinem Willen formte.

Ich weiß nicht, wie lange ich mit den Sólstafir das Land durchstreifte, die Zeit hier war seltsam zeitlos. Eines Abends jedenfalls legte ich mich schlafen - und als ich wieder die Augen öffnete, beugte sich eine junge Frau in weißem Kittel über mich, du kennst sie: Die junge Ärztin wurde deine Mutter. Sie wischte mir zärtlich den Schweiß von der Stirn, dann erzählte sie mit sanfter Stimme, was sich ereignet hatte: Mein Schiff war direkt vor der Küste Islands zerschellt, ich, der einzige Überlebende, war von einem Fischerboot aufgelesen und direkt in dieses Spital in Reykjavík gebracht worden, wo ich seit Wochen im Koma lag, klinisch tot.

Hatte ich die vier Sólstafir also nie getroffen? Waren sie nur die Schöpfungen meiner Totenträume? Ich wollte das nicht glauben, immerhin konnte ich einige ihrer Worte erinnern, es waren, so meine ich, die Titel ihrer Lieder. Deine Mutter half mir, sie zu übersetzen: "Svartir Sandar", schwarzer Sand. "Kukl", Zauberei. "Fjara", Ebbe. Die Worte, das war mir nun klar, waren isländisch - keine Zaubersprache. Hatte ich die Begriffe nur unterbewusst aufgeschnappt, als Pfleger und Ärzte an meinem Bett um mein Leben rangen?

Viele Jahre zweifelte ich, dann begriff ich: Ich musste in einem Zwischenreich gelandet sein, an einem Ort für Tote, die unsere Welt aber nicht endgültig verlassen wollten. Ihnen - nein, mir! - sollten die vier helfen mit ihren Liedern, mich hinübergeleiten in die Ewigkeit. Warum ich zurückkehrte ins Leben? Es muss die Hand deiner Mutter gewesen sein, sie war noch verführerischer als die Musik der vier. Aber jetzt, da ich alt bin und sterben werde, ein zweites Mal, mit Kanülen in den Armen und dem Piepen der Herz-Maschine an meinem Ohr, und du, mein Kind, mich fragst, ob ich Angst vor dem Tod habe, antworte ich: Nein. Was sollte Böses kommen? Außerdem: Ist es nicht viel furchtbarer, Tausenden Lesern diesen Kitsch als Rezension vorzusetzen?(Gesamtwertung: 8,5) Thorsten Dörting

Anspruch: Als Sonderservice die Rezension in Kurzform: Sólstafir stammen aus Island, in ihrer Jugend waren sie Wikinger-Metaller, die Themen der nordischen Mythologie zu Krach vertont haben. Spätestens seit dem Album "Köld" von 2009 ist das vorbei: Sie vermischen Black-, Post- und Doom-Metal-Elemente mit psychedelischen Einflüssen und erschaffen grandiose Klanglandschaften, ohne dabei je a) prätentiös, b) weltschmerzig oder c) sonst irgendwie peinlich zu sein. Ihre Musik ist wirklich und wahrhaftig für alle da, und die 8,5 Punkte in der Gesamtwertung gibt's nur deshalb, weil für das nächste Album Luft nach oben sein muss. Und ja, sie singen ausschließlich isländisch. (8,5)

Artwork: Ein Isländer (schwarz) auf Islandpony (schwarz) reitet durch das isländische Hochland (schwarz). Für Abwechslung sorgen der isländische Horizont (weiß) und irgendein nordischer Gott (War's Loki? Týr? Oder gar Ása-Þórr?), der Blut aus dem Himmel kippt. Rot! (8)

Aussehen: Einer breiten Cineasten-Öffentlichkeit bisher unbekannt sind die Pläne von Francesco Debilo Leone, der in die Fußstapfen seines legendären Vaters Sergio treten und als Filmregisseur ein eigenes Genre begründen will. Sein erster Gelato-Western erzählt die Geschichte von vier verzweifelten Schafscherern aus dem isländischen Hochland, die im eisigen Winter des Jahres 1893 von Reykjavík gen Grönland aufbrechen, um ihr Glück als Lebertran-Schmuggler zu versuchen. Am Ende bringt der Pate eines mafiösen Inuit-Clans die vier um den Lohn ihrer Mühen. Finanzier der postmodernen Outlaw-Ballade (Arbeitstitel "The Great Tran Robbery") ist die isländische Arion Bank, die zuvor unter dem Namen Kaupthing firmierte und dank ihrer durchdachten Produktstrategie einen tadellosen Ruf genießt. Ein erstes Foto von den Dreharbeiten mit den vier Hauptdarstellern finden Sie hier. (8,5)

Aussage: Verglichen mit dem Rest der Isländer ist Björk eine phantasielose Spießerin. Einheimische wissen das - jetzt soll's alle Welt erfahren. (8,5) Thorsten Dörting

Alle bisherigen "Amtlich"-Kolumnen finden Sie hier. Wertung: Von "0" (absolutes Desaster) bis "10" (absoluter Klassiker)

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Forum - Amtlich - und Ihre Meinung zum Metal?
insgesamt 510 Beiträge
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1.
Kuechenchef 05.05.2011
Tides from Nebula habe ich neulich live gesehen, es scheinen recht nette, unprätentiöse Zeitgenossen zu sein. Der musikalische Eindruck war obendrein exzellent. Was aber letztlich nichts daran ändert: postrock ist ja doch irgendwie nur eine Krücke für manche erwachsene Männer, die zwar einerseits auf Pomp, Bombast und Pathos nicht immer verzichten mögen, deren Fremdschämtoleranzgrenze (womöglich verschoben im Laufe der Jahre) aber andererseits deutlich zu hoch angesiedelt ist, um "Gesang" und/oder "Texte" klassischer Metal-Kapellen noch ertragen zu können. Blood Ceremony ist ganz ok, Black Mountain ist mir aber lieber, denn da wird weitesgehend auf Flöten verzichtet. FLÖTEN. Vielleicht das Heavy Metal-Instrument schlechthin, denn zumindest für meine Ohren klingen sie, als kämen sie direkt aus der Hölle. Warum Iren mit verzerrten Gitarren jammern und nölen dürfen, die ohne aber nicht, erschließt sich mir abschließend irgendwie aber trotzdem oder gerade deshalb rein gar nicht.
2.
Volker Paul 06.05.2011
Zitat von KuechenchefTides from Nebula habe ich neulich live gesehen, es scheinen recht nette, unprätentiöse Zeitgenossen zu sein. Der musikalische Eindruck war obendrein exzellent. Was aber letztlich nichts daran ändert: postrock ist ja doch irgendwie nur eine Krücke für manche erwachsene Männer, die zwar einerseits auf Pomp, Bombast und Pathos nicht immer verzichten mögen, deren Fremdschämtoleranzgrenze (womöglich verschoben im Laufe der Jahre) aber andererseits deutlich zu hoch angesiedelt ist, um "Gesang" und/oder "Texte" klassischer Metal-Kapellen noch ertragen zu können. Blood Ceremony ist ganz ok, Black Mountain ist mir aber lieber, denn da wird weitesgehend auf Flöten verzichtet. FLÖTEN. Vielleicht das Heavy Metal-Instrument schlechthin, denn zumindest für meine Ohren klingen sie, als kämen sie direkt aus der Hölle. Warum Iren mit verzerrten Gitarren jammern und nölen dürfen, die ohne aber nicht, erschließt sich mir abschließend irgendwie aber trotzdem oder gerade deshalb rein gar nicht.
Herr jeh ... fein, fein. Aber die Pentagram-Scheibe finde ich trotzdem gut.
3. Frei ohne Titel
Shiraz 23.05.2011
Zitat von sysopJan Wigger und Thorsten Dörting besprechen in der neuen Kolumne "Amtlich" aktuelle Metal-Alben - jeden ersten Donnerstag im Monat. Ihre Meinung? Welches sind besten neuen Metal-Werke?
Ich habe nie verstanden, warum Metal manchmal in der Kategorie Musik erscheint. Halte das für ein Missverständnis. Eigentlich ist es nur Lärm, vergleichbar einem Presslufthammer oder einem startenden Flugzeug.
4. re
marks & spencer 23.05.2011
Zitat von ShirazIch habe nie verstanden, warum Metal manchmal in der Kategorie Musik erscheint. Halte das für ein Missverständnis. Eigentlich ist es nur Lärm, vergleichbar einem Presslufthammer oder einem startenden Flugzeug.
Dann bleiben Sie doch lieber bei Ihren Schlagern.
5. Nix Versteh
kingofmetal 24.05.2011
Zitat von ShirazIch habe nie verstanden, warum Metal manchmal in der Kategorie Musik erscheint. Halte das für ein Missverständnis. Eigentlich ist es nur Lärm, vergleichbar einem Presslufthammer oder einem startenden Flugzeug.
Gut, dass Sie zugeben, keine Ahnung zu haben. Metal ist nämlich viel lauter... :-)
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