Von Thorsten Dörting, Boris Kaiser und Jan Wigger
Gold - "Interbellum"
(Ván Records/ Soulfood)
Gold dagegen ist ewig, Gold ist heilig, und Gold passt als Übergangsmetall perfekt zur so trägen wie sinnlosen Zeit zwischen zwei Kriegen: "Interbellum". Gold sind aus Holland, und Thomas Sciarone muss hoffentlich nicht in jedem ersten Interview erzählen, wie er mal bei The Devil's Blood Gitarre spielte (Götz hat ihn noch vor der ersten Probe in Schande entlassen, doch die Geschichte soll ausnahmsweise mal jemand anderes erzählen).
Zwar lief mir Sängerin Milena Eva am Anfang nicht so gut rein (ich steh' eher auf die Frontluzie von Castle und nicht so auf Lippenstift), doch inzwischen finde ich, dass sie wunderbar zu dem mal hypermelodiösen ("Medicine Man", Grace Slick erhebt - wieder mal - die Hand zum Gruße), mal verspulten ("Ruby"), mal knackigen ("Dreams" - Grace Slick, schon wieder?) Seventies-Rock klassischster Prägung passt, auch wenn "The Hunt" sich derart dreist bei Van Halen bedient, dass mein imaginärer Freund P. wohl das gesamte Album auf der Stelle als "megaöde" in die Verdammnis schicken und nicht mal "Gute Reise!" wünschen würde.
Artwork: Und siehe, es ward euch ein Pfau geboren! (8)
Aussehen: Tschuldigung nochmal, aber: Wo zur Hölle ist Britta Helm?!? (6,5)
Aussagen: "Es ist Krieg/ Hörst Du die Mütter weinen?/ Krieg/ Ich habe Angst." (8) Jan Wigger
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