Trauer um Aretha Franklin "Die Königin ist tot"

Michele Obama, Donald Trump, Elton John oder Paul McCartney: Zahlreiche Musiker, Politiker und Stars zeigen sich bestürzt über den Tod der Soul-Diva Aretha Franklin. Dabei wurde nicht nur ihrer Rolle als Entertainerin gedacht.

Aretha Franklin im Oktober 2009
REUTERS

Aretha Franklin im Oktober 2009


Als die Nachricht über den Tod der Queen of Soul Aretha Franklin sie erreichte, schrieb die Sängerin und Schauspielerin Barbra Streisand auf Twitter: "Es ist schwer, sich eine Welt ohne sie vorzustellen."

Wie Streisand reagierten viele andere Prominente und Politiker in den sozialen Netzwerken bestürzt auf den Tod der Sängerin.

Michele Obama erinnert sich daran, wie Franklins Auftritte im Weißen Haus und bei vielen anderen Gelegenheiten für sie "die Zeit still stehen ließen". "Barack und ich halten Arethas Familie in unseren Herzen. Sie wird für immer unsere Queen of Soul sein."

Schon als sich vor wenigen Tagen der Gesundheitszustand der Sängerin verschlechterte, schrieben Bill und Hillary Clinton, sie würden an Franklin denken und ihre Musik dabei hören. Sie sei in den vergangenen 50 Jahren sehr wichtig für das Ehepaar gewesen, so Bill Clinton. "Wir hoffen, ihr behaltet sie in Erinnerung, indem ihr ihre Songs hört und miteinander teilt."

Seine Frau wurde heute noch deutlicher. Franklin verdiene nicht bloß den Respekt, angelehnt an einen ihrer größten Hits, sondern auch Dankbarkeit dafür, dass sie Augen, Ohren und Herzen geöffnet habe.

"Ruhe in ewigem Frieden, meine Freundin", schrieb Hillary Clinton. Auch Präsident Donald Trump reagierte mit einem Tweet: Franklin sei eine großartige Frau gewesen mit einem großen Geschenk Gottes, ihrer Stimme. "Wir werden sie vermissen", so Trump.

Franklin werde vermisst, aber die Erinnerung an ihre Größe als Musikerin und Mensch werde wach bleiben, kommentierte Sänger Paul McCartney. "Lasst uns alle einen Moment inne halten, um Aretha Franklin, der Königin unserer Seelen, zu danken, die uns so viele Jahre lang inspiriert hat."

Elton John sei glücklich, den letzten Auftritt der Sängerin gesehen zu haben. Bereits da habe sie sich nicht wohl gefühlt und habe damit gehadert, aufzutreten. Als sie dann dennoch gesungen habe, habe sie mit ihrer Stimme die Wände zum Beben gebracht.

"Ich habe sie bewundert", schrieb der Musiker. Sie sei mit einer unglaublichen Stimme ausgestattet worden und zudem eine großartige Pianistin. "Die Königin ist tot. Lang lebe die Königin", so John.

Es sei einer der größten Höhepunkte seiner Karriere gewesen, mit Franklin zu singen, schrieb Schauspieler Hugh Jackman. Er sei mit der Sängerin bei den britischen Tony Awards aufgetreten. "Das war eine außerkörperliche Erfahrung für mich."

Sie weine über diesen Verlust, schrieb US-Schauspielerin Kate Hudson und postete auf Instagram ein Foto der Sängerin. Sie sei eine Inspiration für Hudson gewesen.

Auch in Deutschland lösten die Nachrichten über den Tod Franklins Trauer aus. So bei Regierungssprecher Steffen Seibert. Nie und nimmer werde er Washington im Januar 2009 vergessen, schrieb er. "Beißende Kälte bei Obamas Amtseinführung und Aretha Franklin sang, wie nur sie es kann, 'My country it is of thee'. So ein Glück, sie erlebt zu haben. Sie war die Größte", schrieb Seibert weiter.

Popsänger John Legend schrieb auf Twitter, Franklin sei "die größte Sängerin, die ich je kannte."

Joe Biden erinnerte daran, dass Aretha Franklin mehr war als eine Entertainerin: "Sie inspirierte. Sie gab Hoffnung. Sie war Teil der Seele der Bürgerrechtsbewegung."

evh/lie



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