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Aufstieg der Musikproduzenten Die Männer an den goldenen Knöpfen

7. Teil: Diplo & Switch

Diplo (rechts) und Switch trinken sich vor der Grammy-Verleihung Mut anZur Großansicht
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Diplo (rechts) und Switch trinken sich vor der Grammy-Verleihung Mut an

Warum sich Wesley Pentz als DJ nur Diplo nennt, abgeleitet vom recht brachialen Diplodocus-Saurier, weiß man nicht so genau. Auf jeden Fall ist Pentz ein eher schmächtiger weißer Bursche und stammt aus Philadelphia. Seine Beats allerdings, gespeist aus knochentrockenem HipHop und hitzigen Afro- oder Brasil-Sounds, hinterlassen dafür angemessen tiefe Spuren auf dem Tanzboden.

In einem früheren Leben war Diplo Lehrer, so erklärt sich vielleicht, dass er seine musikalische Mission mit pädagogischem Eifer verfolgt: Mitte des Jahrzehnts war Diplo einer der ersten DJs, die auf ihren Mixtapes brasilianischen Baile Funk mit westlichen Elektro-Sounds verknüpften. Sein Zusammentreffen mit der aus Sri Lanka stammenden Londonerin M.I.A., war dann schicksalhaft: Asiatische, südamerikanische und afrikanische Rhythmen kollidierten mit Agitprop und europäischem Punkrock. M.I.A.s Alben "Kala" und "Arular" waren für das zurzeit schwer angesagte Konzept eines globalen, multiethnischen Grooves stilprägende Platten. Für beide produzierte Diplo mehrere Songs und lernte dabei den britischen DJ Switch alias Dave Taylor kennen, eine Schlüsselfigur der Fidget-House-Szene der Neunziger. Zusammen verpassten sie der New Yorker Underground-Rockerin Santigold ein aus Punkrock und Funk gestricktes Elektroclash-Soundgewand.

2009 brachten die beiden unter dem Namen Major Lazer das Album "Guns Don't Kill People… Lazers Do" heraus, eine radikale Neudeutung von Dancehall, Reggae und Dub, die weit in das nächste Jahrzehnt weist. Für Diplo und Switch dienten die Nullerjahre vermutlich nur zum Warmmachen. Andreas Borcholte

Bester Song: "Hold The Line" Major Lazer DJ Edit von Diplo & Switch (2008)

Wo hört man's? Auf Öko- und Attac-Partys, in geheimen New Yorker Underground-Clubs und beim bewaffneten Kampf im Dschungel

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insgesamt 22 Beiträge
infernal_death 02.01.2010
Der Artikel hat aber das mit Abstand Wichtigste vergessen, auf das es heute in der Musikbranche ankommt. Das wäre nämlich das Marketing. Eine Lady Gaga würde nichmal annähernd so viel verkaufen, wenn nicht jede Woche ein neuer [...]
Der Artikel hat aber das mit Abstand Wichtigste vergessen, auf das es heute in der Musikbranche ankommt. Das wäre nämlich das Marketing. Eine Lady Gaga würde nichmal annähernd so viel verkaufen, wenn nicht jede Woche ein neuer Artikel über ihre seltsamen Outfits und Sprüche erscheinen würde. Ohne Übertreibung kann man auch sagen, das 90% des Erfolgs einer Amy Winehouse sicherlich damit begründet sind, das sie von einem zum nächsten Drogenabsturz taumelt. In der Pop- und Chartsmusik ist die Musik selber heute zur Nebensache geworden. Interessant wird es in 20 Jahren. Jede Musikepoche hatte ihre Superstars. Es gab die Beatles, die Rolling Stones, Michael Jackson usw. Was wird man in 20 Jahren zu der Musik von heute sagen ? Wo doch die heutigen "Stars" schon oft 2-3 Jahre später niemand mehr kennt.
st-able 02.01.2010
Und noch etwas wichtiges wurde in diesem Artikel vernachlässigt. Der wichtigste (Hip-Hop)-Produzent zur Zeit ist wohl außer Frage Kanye West. Zudem fehlen weitere Größen des Business. Ich habe das Gefühl, dieser Artikel wurde nach [...]
Und noch etwas wichtiges wurde in diesem Artikel vernachlässigt. Der wichtigste (Hip-Hop)-Produzent zur Zeit ist wohl außer Frage Kanye West. Zudem fehlen weitere Größen des Business. Ich habe das Gefühl, dieser Artikel wurde nach anderthalb Stunden Recherche kurz dahin gerotzt. Aber trotzdem; interessantes Thema, weiter so ;-)
DerBlicker 02.01.2010
Musiker singen, spielen Instrumente oder komponieren, alles andere hat mit Musik nichts zu tun, sondern ist Industrie.
Zitat von st-ableUnd noch etwas wichtiges wurde in diesem Artikel vernachlässigt. Der wichtigste (Hip-Hop)-Produzent zur Zeit ist wohl außer Frage Kanye West. Zudem fehlen weitere Größen des Business. Ich habe das Gefühl, dieser Artikel wurde nach anderthalb Stunden Recherche kurz dahin gerotzt. Aber trotzdem; interessantes Thema, weiter so ;-)
Musiker singen, spielen Instrumente oder komponieren, alles andere hat mit Musik nichts zu tun, sondern ist Industrie.
multiplexer 02.01.2010
Sorry, aber die meisten Pop-Produzenten fungieren auch als Komponisten. Oder anders gesagt, viele Komponisten agieren auch als Produzenten. Eine klassische Rollenverteilung gibt es hier nur noch selten. Und [...]
Zitat von DerBlickerMusiker singen, spielen Instrumente oder komponieren, alles andere hat mit Musik nichts zu tun, sondern ist Industrie.
Sorry, aber die meisten Pop-Produzenten fungieren auch als Komponisten. Oder anders gesagt, viele Komponisten agieren auch als Produzenten. Eine klassische Rollenverteilung gibt es hier nur noch selten. Und Mix-Engineering, Mastering etc. mit dem Begriff "Industrie" zu bezeichnen find ich doch auch recht frech.
magoly 02.01.2010
Hinzufügen möchte ich noch, dass ein unplugged-Konzert immer eine gewisse Note hat, aber ohne die Künstler (ja, Künstler) an den Reglern wäre doch der eine oder andere Song eines reinen Musikers nicht mal annähernd so [...]
Zitat von multiplexerSorry, aber die meisten Pop-Produzenten fungieren auch als Komponisten. Oder anders gesagt, viele Komponisten agieren auch als Produzenten. Eine klassische Rollenverteilung gibt es hier nur noch selten. Und Mix-Engineering, Mastering etc. mit dem Begriff "Industrie" zu bezeichnen find ich doch auch recht frech.
Hinzufügen möchte ich noch, dass ein unplugged-Konzert immer eine gewisse Note hat, aber ohne die Künstler (ja, Künstler) an den Reglern wäre doch der eine oder andere Song eines reinen Musikers nicht mal annähernd so mitreißend, treibend, eingängig oder einfach nur schön..
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