Motown-Bassist Funk Brother Bob Babbitt ist tot

Alle wollten Bob: Stars liebten den begabten Bassisten Babbitt, er spielte mit Stevie Wonder, Marvin Gaye oder den Temptations sowie auf Hunderten Alben, als Teil der berühmten Motown-Studioband Funk Brothers. Am Montag ist der Musiker im Alter von 74 Jahren gestorben.

Er war eins mit seinem Instrument: Babbitt während eines US-Konzert im Jahr 2003
AP

Er war eins mit seinem Instrument: Babbitt während eines US-Konzert im Jahr 2003


Detroit - Bob Babbitt prägte den legendären Motown-Sound auf Hunderten Alben. Als Bassist der Funk Brothers spielte er mit vielen Größen der amerikanischen Musikgeschichte. Am Montag ist Babbitt im Alter von 74 Jahren gestorben, teilte das Motown Museum in Detroit mit. Der Musiker war im vergangenen Jahr an einem inoperablen Gehirntumor erkrankt.

Seine Karriere begann Babbitt, bürgerlich Robert Kreinar, Mitte der sechziger Jahre als freier Bassist in Detroit. 1966 tourte er mit Stevie Wonder, ein Jahr später unterschrieb er seinen Vertrag bei Motown. Die Funk Brothers galten als Kern der Motown-Studiomusiker. Sie spielten bis Anfang der Siebziger auf fast allen Alben des legendären Labels die Rhythmusinstrumente ein. Babbitts Bassspiel ist in Hits wie "Inner City Blues" von Marvin Gaye zu hören, in "The Tears of a Clown" von Smokey Robinson oder in "Ball of Confusion" von The Temptations.

Weggefährten loben Babbitts Professionalität und Spontaneität: Er habe für Bassisten in der Detroiter Musikszene gesetzt. Darüber hinaus sei er überaus freundlich zu jungen Kollegen gewesen.

Als das Label Motown im Jahr 1972 von Detroit nach Los Angeles umzog, verließ Babbitt die Funk Brothers, arbeitete aber weiter als Studiomusiker. Zuletzt lebte er in Nashville im Bundesstaat Tennessee. Dort hatte er sich mit seiner Frau und seinen drei Töchtern niedergelassen. Eine Trauerfeier wird in Nashville vorbereitet, eine zweite in Detroit. Die Stadt hat Babbitt nicht vergessen.

usp/AFP/AP

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