Ringo-Starr-Posting Beatles-Produzent George Martin gestorben

Er ebnete den legendären Beatles den Weg zum Erfolg: Jetzt ist der britische Musikproduzent George Martin im Alter von 90 Jahren gestorben.


Beatles-Drummer Ringo Starr überbrachte am Mittwoch via Twitter die traurige Nachricht: Der ehemalige Produzent der "Fab Four", Produzent George Martin, ist im Alter von 90 Jahren gestorben.

"Gott segne George Martin, Frieden und Liebe für Judy und seine Familie", schrieb Starr. "Wir werden George vermissen." Martin galt wegen seiner bedeutenden Rolle für den Erfolg der britischen Band als "fünfter Beatle".

Auch John Lennons Witwe Yoko Ono und der britische Premier David Cameron kondolierten via Twitter. Cameron nannte den 1996 zum Ritter geschlagenen Sir George Martin einen "Giganten der Musik". Martin sei am Dienstagabend friedlich zu Hause verstorben, hieß es in einer Erklärung eines Sprechers der Familie.

Martin war Produzent und Mentor von John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr. Ab 1962 kümmerte er sich um die britische Band, deren Potenzial er früh erkannte. "George Martin hat uns zu dem gemacht, was wir waren im Studio", sagte John Lennon 1971. "Er hat uns geholfen, eine Sprache zu entwickeln, mit der wir zu anderen Musikern sprechen konnten."

Martin produzierte fast alle Beatles-Aufnahmen und arbeitete außerdem zusammen mit Bands wie Gerry & the Pacemakers, Jeff Beck, America oder Cheap Trick. Mit mehr als 50 Nummer-eins-Hits in den USA und Großbritannien war Martin im Guinnessbuch der Rekorde als erfolgreichster Produzent gelistet.

In der Autobiografie "All You Need Is Ears" verarbeitete er 1979 seine Erlebnisse mit den Beatles. Noch im Jahr 2011 blickte er froh auf seine Zeit mit den Pilzköpfen zurück: "Ich glaube, sie sind so verdammt gut, dass sie über Generationen bei uns sein werden", sagte er der "Las Vegas Sun". "Sie sind einfach großartige Musiker und großartige Songschreiber, wie Gershwin oder Rodgers und Hammerstein. Sie sind Geschichte, und die Beatles sind es auch. Sie werden auch in 100 Jahren noch da sein. Aber ich nicht."

ala/dpa

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