Big Country Sänger Stuart Adamson erhängte sich auf Hawaii

Alkohol und Eheprobleme: Der Sänger der zuletzt erfolglosen schottischen Rockgruppe Big Country, Stuart Adamson, hat sich auf Hawaii das Leben genommen.


Tod auf Hawaii: Big-Country-Sänger Adamson (Archivbild von 1999)
AP

Tod auf Hawaii: Big-Country-Sänger Adamson (Archivbild von 1999)

Nashville/Honolulu - Die Polizei in Nashville, dem letzten Wohnort des Musikers, erklärte am Montag, die Leiche des 43-Jährigen sei am Sonntag in einem Hotelzimmer auf Hawaii gefunden worden. Adamson war Ende November aus Nashville verschwunden und von seiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau als vermisst gemeldet worden.

Nach Angaben der Gerichtsmedizin erhängte sich der Musiker. Polizeisprecher Clinton Vogel sagte, der Vergleich der Fingerabdrücke habe bestätigt, dass es sich bei dem Toten um Adamson handele. Er vermute, die Eheprobleme des Paares seien der Grund für das plötzliche Verschwinden des Sängers. Untersucht werde nun, ob der Musiker vor seinem Tod Drogen zu sich genommen habe. Britische Medien hatten in den vergangenen Jahren immer wieder berichtet, dass Adamson alkoholkrank gewesen sei. Der Sänger selbst hatte vor zwei Jahren Meldungen über seinen angeblich schlechten Gesundheitszustand dementiert. Das letzte Big-Country-Album, "Driving To Damascus", wurde 1999 veröffentlicht.

Adamson stammte aus der britischen Stadt Manchester. Mit seiner Band Big Country hatte er in den achtziger Jahren zahlreiche Hits, darunter "In A Big Country", "Look Away" und "Fields of Fire". 1984 wurde die Band, die weltweit fast zehn Millionen Platten verkauft hat, für zwei Grammys nominiert. Als Mitte der neunziger Jahre die Hits ausblieben, zog Adamson in die USA.



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