Bilder von den Brit Awards Sexy Sieger, arme Affen

Überraschung bei den Brit Awards: Die mehrfach nominierte Popband Gorillaz ging leer aus, dafür gewann die Sängerin Dido gleich zwei Preise - unter anderem für ihr fünf Jahre altes Album. Zu den Gewinnern zählen außerdem Robbie Williams, The Strokes und Kylie Minogue, die erneut mit einer aufregenden Performance begeisterte.


Sympathisch, sexy und erfolgreich: Sängerin Minogue bei den Brit Awards
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Sympathisch, sexy und erfolgreich: Sängerin Minogue bei den Brit Awards

London - Als Dido ihren Preis für das "Beste britische Album" entgegennahm, war sie selbst überrascht: "Ich bin etwas überwältigt", sagte die 30-jährige Londonerin ("No Angel"), "ich hatte jede Menge Spaß beim Aufnehmen des Albums - vor ungefähr fünf Jahren". Die blonde Sängerin, deren internationale Karriere dadurch begann, dass Rapper Eminem vor zwei Jahren ihren Song "Thank You" für seine Hit-Single "Stan" verwendete, gewann außerdem den Brit Award als "Beste britische Künstlerin". Dass sie mit ihrem schon etwas älteren Album überhaupt noch einmal nominiert werden konnte, liegt an dem verwirrenden Reglement der Brit Awards, das bereits im Vorwege der Verleihung für Kritik und Verwirrung seitens der Medien gesorgt hatte.

Die Lieblinge der Kritiker nämlich, die "virtuelle" Cartoon-Band Gorillaz, waren zwar in fünf Kategorien nominiert, gingen am Ende jedoch leer aus. Pech für die animierten Popstars rund um den Blur-Sänger Damon Albarn und den Comic-Zeichner Jamie Hewlett, die die Brit-Awards-Zeremonie im Londoner Earl's Court mit einer rund 500.000 Euro teuren 3D-Installation eröffneten. Ohne einen der begehrten Preise musste auch Soul-Sänger Craig David nach Hause gehen. Der britische R&B-Star war in drei Kategorien nominiert, ging aber bereits im zweiten Jahr hintereinander leer aus.


5o Jahre und kein bisschen leise: Sting bekam einen Preis für sein Lebenswerk und zeigte sich als durchtrainierter Rockstar Bgeisterte mit ihrer sexy Performance und kämpfte später mit den Tränen der Rührung: Kylie Minogue Stille Schotten: Travis gewannen als "Beste britische Band"
Präsentierte zwar das geschmackvollste Outfit aller männlichen Anwesenden, gewann aber trotzdem keinen Preis: Jay Kay alias Jamiroquai Auch Anastacia gab auf der Bühne alles, verlor bei der Preisvergabe aber in der Kategorie "Beste internationale Solo-Künstlerin" gegen Kylie Minogue Vor zwei Jahren kannte sie kein Mensch: Sängerin Dido war selbst überrascht von ihren beiden Preisen



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Zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren gewann Robbie Williams einen Brit Award. Der 28-jährige Popstar wurde als "Bester britischer Solokünstler" ausgezeichnet. Zur "Besten britische Band" wurden die Schotten Travis ("Sing") gekürt. Der R&B-Star Shaggy ("It Wasn't Me") gewann den Preis als "Bester internationaler Solo-Künstler, während das R&B-Trio Destiny's Child in der Kategorie "Beste internationale Gruppe" ausgezeichnet wurde. Der Preis für die "Newcomer des Jahres" ging an die New Yorker Rockband The Strokes.

Für Begeisterung im Publikum sorgte einmal mehr die australische Popsängerin Kylie Minogue, 33, die zwei Preise ("Beste internationale Künstlerin" und "Bestes internationales Album) gewann und auf der Bühne ihre Hit-Single "Can't Get You Out Of My Head" zum Besten gab - gekleidet in einen gewagten Microdress, der mehr Haut enthüllte, als er verbergen konnte. Ihre Trophäen nahm sie von dem Schauspieler Russell Crowe entgegen und zeigte sich gerührt: "Ich fühle mich ein bisschen nervös und emotional", sagte sie und dankte ihrem Freund James Gooding und "allen Leuten, die mich bei geistiger Gesundheit halten". Seit der Veröffentlichung ihrer über die Maßen erfolgreichen Single und dem zugehörigen Album "Fever" schwimmt die sympathische Australierin auf einer anhaltenden Popularitätswelle.

Cartoon-Band Gorillaz: Die Favoriten gingen leer aus

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Für ein weiteres Highlight des Abends sorgte der ehemalige Police-Sänger Sting, der einen Brit Award für sein Lebenswerk entgegen nahm und mit nacktem Oberkörper vor der britischen Flagge auftrat. Zu seiner Auszeichnung sagte der 50-jährige Popveteran nur lapidar: "Musik ist Belohnung genug, das ist alles, was ich sagen muss."

Weitere Preise gingen an Westlife ("Beste britische Popgruppe"), So Solid Crew ("Bestes Video"), Blue ("Bester britischer Newcomer") und Basement Jaxx ("Bester Dance Act"). Die Brit Awards gelten neben den amerikanischen Grammy Awards und den deutschen Echo-Preisen als wichtigste Auszeichnungen der Popmusikbranche. Sie werden seit 1977 verliehen.



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