Brit Awards Kate Moss trägt Bowie-Appell an die Schotten vor

Der Großmeister des Pop selbst kam nicht, schickte aber Kate Moss als Überbringerin eines wichtigen Appells vorbei: In London wurden die Brit Awards vergeben. In der bedeutendsten Kategorie gewannen die Arctic Monkeys. Auch Bruno Mars durfte feiern.

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London - Die britischen Indie-Rocker Arctic Monkeys wurden mit den wichtigsten Preisen dekoriert, der eigentliche Star des Abends war aber David Bowie: Die Pop-Legende wurde mit 67 Jahren zum ältesten Preisträger überhaupt bei den Brit Awards. Er gewann die Wahl zum besten britischen Solo-Künstler. Zur Verleihung nach London reiste der Musiker allerdings nicht an, er blieb lieber in seiner Wahlheimat New York. Dafür schickte er Kate Moss vorbei, um die Trophäe abzuholen.

Bowie hatte sich 2013 nach zehn Jahren musikalischer Pause mit dem Album "The Next Day" überraschend zurückgemeldet. Als erste Band überhaupt gewannen die Arctic Monkeys derweil bereits zum dritten Mal sowohl den Preis für das beste britische Album als auch für die beste britische Band. "AM", das fünfte Werk der Band aus Sheffield stammenden Band, war im September 2013 erschienen und überraschte Fans und Kritiker mit einem neuen, helleren Sound.

"Der Rock'n'Roll wird einfach nie sterben", sagte Frontman Alex Turner bei der Verleihung der wichtigsten britischen Musikpreise. Ab und zu gehe er in Winterschlaf, aber er warte immer um die Ecke, um wieder hervorzubrechen und noch besser auszusehen als zuvor. "Und dagegen kann man nichts machen."

Schon 2008 und 2007 hatte die Band in beiden Kategorien den Sieg davongetragen. Die Brits gehören nach den Grammys zu den wichtigsten Musiktrophäen weltweit. Das Beste Album gilt als Hauptpreis, der beste Moment des Abends war aber David Bowie vorbehalten - beziehungsweise seiner Gesandten Kate Moss: Das Supermodel trug einen Anzug, der an Bowies berühmte Figur Ziggy Stardust erinnerte. Moss verlas die Dankesworte, sie endeten mit einem speziellen Appell Bowies: "Schottland, bleib bei uns!" Das Land entscheidet im September in einem Referendum, ob es weiter zu Großbritannien gehören will.

Beste britische Solo-Künstlerin bei den Brit Awards wurde Ellie Goulding, die auch als Favoritin gegolten hatte. Sie nahm den Preis von Sänger Prince entgegen. Die fünffachen Grammy-Abräumer Daft Punk triumphierten auch in Großbritannien und wurden als beste internationale Band ausgezeichnet. Die Franzosen setzten sich unter anderem gegen Arcade Fire und Kings of Leon durch. In der Kategorie "Bester Internationaler Solokünstler" gewann Bruno Mars - unter anderem gegen Indie-Songwriter John Grant und Justin Timberlake.

Die Musiker von One Direction punkteten, weil sie am besten ihre Fans mobilisieren konnten. Da sie bei einer Abstimmung über den Internetdienst Twitter die meisten Stimmen bekamen, gewannen sie in der Kategorie Bestes Video.

Für die Zeremonie waren etliche Stars in die O2-Arena gekommen. Unter anderem standen Beyoncé und Katy Perry auf der Bühne, Noel Gallagher und Tinie Tempah vergaben Trophäen.

tha/dpa



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