Bushido-Erfolg vor Gericht Umstrittener Song zu Unrecht auf dem Index

Doch nicht jugendgefährdend? "Stress ohne Grund", ein Song des Rappers Bushido, stand seit 2013 auf dem Index. Zu Unrecht - wie nun ein Gericht entschied.

Sein Song scheint nun doch nicht jugendgefährend zu sein: Rapper Bushido
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Sein Song scheint nun doch nicht jugendgefährend zu sein: Rapper Bushido


War also doch alles "Stress ohne Grund"? Der gleichnamige Song des Rappers Bushido steht zu Unrecht auf dem Index für jugendgefährdende Medien, so eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster. Damit gab das Gericht einer Beschwerde des Berliner Rappers in einem Eilverfahren statt.

In der Begründung des Gerichts hieß es, die Indizierung sei rechtswidrig, weil die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien nicht ausreichend geprüft habe, ob es sich bei dem Stück um Kunst handele. Die Prüfer hätten zwischen den Belangen des Jugendschutzes und der Kunstfreiheit abwägen müssen.

Die Bundesprüfstelle hatte das zugehörige Musikvideo und das Debütalbum "NWA" (für "Nie wieder arbeiten") des Rappers Shindy, das den von Bushido geschriebenen Song enthält, 2013 auf den Index gesetzt, weil der Inhalt verrohend wirke, zu Gewalt anrege sowie Frauen und Homosexuelle diskriminiere. Im Juli 2013 hatten Ermittler das Büro von Bushidos Musiklabel durchsucht, um unter anderem Beweismittel zur Entstehungsgeschichte des damals auf dem Index stehenden Titels zu finden.

skr/dpa



insgesamt 53 Beiträge
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Shaun das Schaf 03.06.2015
1. Rappen...
nannte man früher Stottern und war Heilbar! Wer um alles in der Welt hört sich so einen Dung an?
j.vantast 03.06.2015
2. Wahnsinn
"Damit gab das Gericht einer Beschwerde des Berliner Rappers in einem Eilverfahren statt." Ich denke das Stück ist seit 2013 auf dem Index. Dauert selbst ein Eilverfahren jetzt schon 2 Jahre?
mathmag 03.06.2015
3. Durchsuchung?
Bitte? Unabhängig vom Inhalt des Liedes, was soll dass denn: "Im Juli 2013 hatten Ermittler das Büro von Bushidos Musiklabel durchsucht, um unter anderem Beweismittel zur Entstehungsgeschichte des damals auf dem Index stehenden Titels zu finden." Der Hörer hört doch eben den Titel. Und da ist es doch wohl für ihn / sie UND die Prüfstelle völlig unerheblich, wie das Ding entstanden ist. Geht doch um die Wirkung des Liedes selbst. Wie einfach kriegt man denn nen Durchsuchungsbeschluß?
static2206 03.06.2015
4. die BpjM ist eine Institution zur Bevormundung Erwachsener
ohne ein konkretes Regelwerk wird meistens erwachsenen Menschen willkürlich vorgeschrieben, was sie sehen und hören dürfen und was nicht. Auch wenn ich Bushido für einen talentfreien Typen halte. die Bundesprüfstelle ist der letzte Rotz
steffen.ganzmann 03.06.2015
5. Na ja, ...
... zur eventuellen Ehrenrettung des Gerichtes eine kleine Anekdote aus meinem Leben: Als ich in einer neuen Klinik anfing, liess ich mir von den Hausmeistern mein Arztzimmer etwas umgestallten. Dabei kam auch der grosse, schwere Bücherschrank an die gegenüberliegende Wand. Und was fand man dabei? Eine seit über 5 Jahren verschollene Patientenakte! Muss wohl einem meiner Vorgänger versehentlich dahinter gefallen sein. Vielleicht passierte so etwas ähnliches auch in Berlin ... Zum Thema "Rap" habe ich keine wirkliche Meinung. Mir gefällt Rap nicht (Obwohl meine Lieblingsband "Blondie" mit ihrem Lied "Rapture" Rap erst hoffähig gemacht hatte!), anderen jedoch anscheinend schon. Und über Geschmack lässt sich nun mal nicht streiten
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