Kraftklub, Toten Hosen, Casper Musiker kündigen Soli-Konzert gegen rechts in Chemnitz an

Mit einem Konzert in Chemnitz wollen einige der erfolgreichsten deutschen Musiker ein Zeichen gegen Rechts setzen: Nach Marteria und Casper kündigen sich etwa mit den Toten Hosen immer mehr Bands für den Gig an.

Die Band "Kraftklub" aus Sachsen
DPA

Die Band "Kraftklub" aus Sachsen


Einige der erfolgreichsten deutschen Musiker wollen am Montag in Chemnitz ein Konzert gegen Rechts geben. Unter dem Motto "Wir sind mehr" werden neben den Rappern Marteria und Casper auch Die Toten Hosen, K.I.Z, Feine Sahne Fischfilet sowie die Lokalmatadoren Kraftklub und Trettmann ab 17 Uhr auf dem Platz am Karl-Marx-Monument auftreten.

Als eine Reaktion auf die "besorgniserregenden Entwicklungen" in Chemnitz in den vergangenen Tagen schlossen sich die Künstler auf Initiative von Kraftklub für das Konzert gegen Fremdenfeindlichkeit und für Menschlichkeit zusammen, teilte die PR-Agentur Check Your Head am Mittwoch in Berlin mit.

"Wir spielen in unserer Heimatstadt. Und wir sind nicht allein! Kommt alle am Montag zum Karl-Marx-Kopf. Kostenlos und draußen. "#wirsindmehr", schrieben die Musiker von Kraftklub auf ihrem Twitter-Account.

In den vergangenen Tagen war es in Chemnitz wiederholt zu Demonstrationen und Aufmärschen rechtsradikaler Gruppen und Angriffen auf Menschen mit Migrationshintergrund gekommen, nachdem am Sonntag beim Stadtfest ein 35-jähriger Deutscher erstochen worden war.

"All den Menschen, die von den Neonazis angegriffen wurden, wollen wir zeigen, dass sie nicht alleine sind", heißt es in einem gemeinsamen Statement der Musiker. Das Open-Air-Konzert aus der Reihe "Rock am Kopp" ist für Besucher kostenlos. Binnen weniger Stunden nach Bekanntwerden des Auftritts signalisierten bei Facebook bereits Tausende ihre Teilnahme.

Die Rapper Marteria und Casper hatten sich früh dem Aufruf angeschlossen. "Aufstehen gegen rechte Hetze!", schrieb Marteria auf Twitter.

"Wir spielen nächsten Montag um 19 Uhr am Karl-Marx-Kopf wegen der aktuellen Ereignisse", sagte Casper bei einem Auftritt im brandenburgischen Heimland.

Er hoffe, dass möglichst viele Fans dem Aufruf folgen, "auch mal dahin zu kommen, wo es wichtig ist". Kurz darauf gaben viele weitere Künstler ihre Teilnahme bekannt.

lie/dpa



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.