Chartsplatzierung "Despacito" ist nicht mehr Nummer eins in Deutschland

Nach 17 Wochen an der Spitze der deutschen Singlecharts wurde der Sommerhit von Luis Fonsi und Daddy Yankee abgelöst - und verpasst einen Charts-Rekord.

Luis Fonsi (l.) und Daddy Yankee
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Luis Fonsi (l.) und Daddy Yankee


Gerade in der letzten Woche hatten die puerto-ricanischen "Despacito"-Barden die Bestmarke von Boney M. ("Rivers of Babylon") aus dem Jahr 1978 mit ihrem bahnbrechenden Sommerhit eingestellt, da war ihre Chance auf den alleinigen Single-Charts-Rekord dahin: Das schwedische Duo Axwell / Ingrosso ("More Than You Know") hat Luis Fonsi und Daddy Yankee überholt und verweist sie nun auf den zweiten Rang. Auf dem dritten: J. Balvin & Willy William ("Mi Gente").

"Despacito", der weltweite Reggaeton-Megahit von Luis Fonsi, sorgt seit seiner Veröffentlichung Ende Januar weltweit für Furore, sowohl in der Fassung mit Daddy Yankee als auch als Remix des kanadischen Sängers Justin Bieber. Anfang August war der Song mit 2,997 Milliarden Klicks sogar das meistgesehene Video bei YouTube - Tendenz weiter steigend.

Selbst die Politik machte vor "Despacito" nicht halt: Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro hatte den Song umgedichtet, um damit seine umstrittene Verfassungsreform anzupreisen - Sänger Luis Fonsi protestierte gegen die Vereinnahmung, auch weil er nicht um Erlaubnis gefragt worden war. Und in Malaysia durfte das Lied wegen seiner sexuell expliziten Lyrics nicht im staatlichen Radio und Fernsehen laufen.

Wesentlich harmloser fällt ein Clip der "Sesamstraße" aus, in dem Ernie eine Liebeserklärung an das Quietscheentchen - auf Spanisch "El Patito" - anstimmt.

In den amerikanischen Billboard Hot 100 steht "Despacito" derweil seit 15 Wochen auf Platz eins - nur getoppt von "One Sweet Day", der Kollaboration zwischen Mariah Carey und Boyz II Men aus dem Jahr 1995, die sich 16 Wochen an der Spitze halten konnte.

Ob "Despacito" diesen Rekord knacken kann? Dem Song könnte Taylor Swift mit ihrer Single "Look What You Made Me Do" gefährlich werden.

bsc/dpa

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