Deutscher ESC-Vorentscheid 2018 Das sind die Finalisten

Vor allem "The Voice of Germany"-Teilnehmer sollen eine neue Pleite verhindern: Der NDR hat die Kandidaten für den deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest bekannt gegeben.

ARD

Eine Pop-Volksmusik-Band, zwei (noch) unbekannte Nachwuchssänger und drei Teilnehmer der Castingshow "The Voice of Germany": Das sind die sechs Kandidaten für den deutschen ESC-Vorentscheid, wie der NDR bekannt gab.

Neben der aktuellen "Voice"-Gewinnerin Natia Todua aus Georgien, die vor kaum zwei Wochen bei der ProSieben/Sat1-Show triumphierte, sollen die Siegerin der ersten Staffel, Ivy Quainoo, 25, sowie Michael Schulte, 27, beim Vorentscheid antreten. Der Musiker aus Norddeutschland wurde in der ersten "Voice"-Staffel 2012 Dritter.

Außerdem dabei sind die Volksmusik-Band voXXclub und die zwei Sänger Xavier Darcy, 22, und Rick (Ryk) Jurthe, 28. Sie alle werden am 22. Februar in Berlin darum konkurrieren, im Mai für Deutschland beim Eurovision Song Contest in Lissabon anzutreten.

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ESC-Vorentscheid: Das sind die sechs Kandidaten

Nach den ESC-Pleiten der vergangenen Jahre - 2017 kam Sängerin Levina auf den vorletzten Platz, zuvor wurde Deutschland zweimal Letzter - hatten diesmal 100 Fans des Gesangswettbewerbs aus 4000 Kandidaten eine Vorauswahl getroffen. 20 potenzielle Kandidaten wurden zu einem Workshop eingeladen. Danach mussten die Fans und eine Experten-Jury erneut aussieben. Mit diesem mehrstufigen Auswahlprozess wollen die Verantwortlichen ein erneutes Fiasko verhindern.

Ob das mit dieser Auswahl klappen wird? Kritiker monieren schon jetzt die wenig inspirierte Zusammenstellung. Zumindest bleibt auch das weitere Prozedere aufwendig und stark kontrolliert: Im nächsten Schritt werden bis zu 15 nationale und internationale Texter, Komponisten und Produzenten gemeinsam mit den sechs Interpreten in einem dreitägigen "Song Writing Camp" Lieder entwickeln. Auf der Grundlage dieses Materials werde dann entschieden, welcher Song für wen der richtige sei und wie er inszeniert werden könne.

Das Finale des Eurovision Song Contests ist am 12. Mai ab 21 Uhr live aus Lissabon in der ARD zu sehen. Zuletzt gab es Schlagzeilen um den Vorjahressieger: Dem herzkranken Salvador Sorbal, der sich 2017 mit einer feinen Ballade zum Sieg gesungen hatte, wurde erst ein Spenderorgan implantiert. Kurz vor Weihnachten wurde der 27-Jährige dann wegen Nierenversagen auf die Intensivstation eingeliefert. Laut Facebook-Mitteilung an seine Fans geht es ihm aber mittlerweile schon wieder besser.

eth/dpa

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