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Deutscher Musikmarkt 2015: Mini-Boom dank Streaming

Major Lazer: "Lean On" war der meist gestreamte Song 2015 in Deutschland Zur Großansicht
Universal Music

Major Lazer: "Lean On" war der meist gestreamte Song 2015 in Deutschland

Der Musikmarkt in Deutschland ist 2015 gewachsen - auch dank explodierender Erlöse durch Streaming. Das kleine Vinyl-Revival geht weiter, doch größten Anteil am Markt hat ein anderes Medium.

Der deutsche Musikmarkt ist 2015 dank neuer Internet-Angebote stärker gewachsen als zunächst angenommen. Der Gesamtumsatz der Branche stieg um 4,6 Prozent auf 1,55 Milliarden Euro, wie der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) am Donnerstag mitteilte. Bei vorläufigen Berechnungen im Januar ging er noch von einem Plus von 3,9 Prozent aus. Dabei habe sich das Geschäft mit Musik-Streaming - wie es Dienste wie Spotify, Apple Music, Deezer oder Napster anbieten - mit einem Wachstum von 106 Prozent mehr als verdoppelt. Es macht nun 14,4 Prozent der gesamten Erlöse aus.

Die CD sorgt trotz eines Umsatzrückgangs von 4,2 Prozent nach wie vor für den Großteil des Geschäfts. Ihr Umsatzanteil lag 2015 noch bei 60,8 Prozent, die Verkäufe gehen aber stetig zurück. Downloads lagen mit einem Umsatzanteil von 15,6 nur noch unwesentlich über den Streaming-Einnahmen.

In Deutschland stieg der Umsatz im vergangenen Jahr damit erstmals seit 2009 wieder über die Marke von 1,5 Milliarden Euro. Zur Jahrhundertwende war das Geschäft aber noch über eine Milliarde Euro größer.

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Bildband über Vinyl-Kultur: Schönes Sammelsurium
Für den deutschen Musikmarkt ist es das dritte Wachstumsjahr in Folge. Dabei nimmt das Tempo zu: 2013 gab es das erste Plus nach 15 Jahren mit schmalen 1,2 Prozent, im Jahr darauf waren es 1,8 Prozent. Die Branche hofft nicht zuletzt auf ein dauerhaftes Wachstum durch Streaming. Zum Jahr 2020 wird ein Wachstum auf Umsätze von rund 1,7 Milliarden Euro prognostiziert, vor allem dank zunehmender Streaming-Nutzung.

Die Renaissance der Schallplatte als Nischenangebot geht weiter: Vinyl wuchs mit einem Plus von 30,7 Prozent und macht nun 3,2 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Im Vorjahr brachte die Schallplatte noch 2,6 Prozent der Branchenerlöse ein.

hpi/dpa

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