Nach den Anschlägen Eagles of Death Metal spielen wieder in Paris

Wenige Wochen nach dem Anschlag auf ihr Konzert im Bataclan kehren die Eagles of Death Metal nach Paris zurück. Die US-Rockband wird am Sonntag das Finale bei einem U2-Konzert spielen.

Die Eagles of Death Metal bei ihrem Auftritt im Bataclan am 13. November
AFP

Die Eagles of Death Metal bei ihrem Auftritt im Bataclan am 13. November


Jesse "The Devil" Hughes und seine Eagles of Death Metal kehren früher als geplant in die französische Hauptstadt zurück. Die US-Rockband, die den Terroranschlag auf den Pariser Klub Bataclan überlebt hat, tritt am Sonntag als Gast beim Konzert von U2 in der AccorHotels Arena auf. Die kalifornische Band werde zum Abschlusslied gemeinsam mit den irischen Musikern auftreten, meldet das "Billboard"-Magazin.

Die Eagles of Death Metal, bekannt für reduzierten, rauen, spaßbetonten Garage Rock, spielten am 13. November vor rund tausend Leuten im Bataclan, als drei islamistische Attentäter den Saal stürmten und 90 Menschen erschossen. Die Band konnte sich unverletzt von der Bühne retten, allerdings wurde ein Verkäufer von Fanartikeln der Band getötet. Auch drei Mitarbeiter ihres Musiklabels Universal sind unter den Todesopfern. Die Gruppe hatte nach den Attacken ihre eigentlich bis zum 10. Dezember geplante Europa-Tournee abgebrochen und war in die USA zurückgekehrt. Die Tournee soll nun im Februar fortgesetzt werden.

Bereits Ende November hatte Frontmann Jesse Hughes angekündigt, mit seiner Band wieder im Bataclan auftreten zu wollen. Er könne es kaum erwarten, zurück nach Frankreich zu reisen. "Ich will dorthin zurückgehen und leben", sagte er in einem Interview mit der Website Vice.com. Das Bataclan wird voraussichtlich Ende 2016 wiedereröffnet.

U2 war indirekt von der Anschlagsserie in Paris betroffen: Die Band sollte am 14. und 15. November in der französischen Hauptstadt auftreten, verschob nach den Attentaten aber die Konzerte. Die Nachholtermine sind nun am Sonntag und am Montag. U2 hatte die Eagles of Death Metal nach den Anschlägen persönlich unterstützt: Unter anderem kauften die irischen Rocker ihren US-Kollegen neue Handys und stellten ihnen ihr Flugzeug zur Verfügung.

Mehrere Attentäter hatten am 13. November die Fußballarena Stade de France, mehrere Bars und Restaurants sowie das Bataclan angegriffen. Insgesamt töteten die Terroristen an mehreren Orten in Paris 130 Menschen und verletzten mehr als 350 weitere zum Teil schwer. (Lesen Sie hier eine Rekonstruktion des Geschehens in der Terrornacht.)

ppl/AFP

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