Antisemitismus-Skandal Marius Müller-Westernhagen gibt alle sieben Echos zurück

Nach dem Skandal um den Echo reagiert jetzt Marius Müller-Westernhagen: Der prominente Musiker will sämtliche Trophäen zurückgeben.

Marius Müller-Westernhagen
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Marius Müller-Westernhagen will nach den Antisemitismus-Schlagzeilen um den Musikpreis Echo alle seine Trophäen zurückgeben. Das kündigte der Musiker am Dienstag auf Facebook an. "Die Verherrlichung von Erfolg und Popularität um jeden Preis demotiviert die Kreativen und nimmt dem künstlerischen Anspruch die Luft zum Atmen. Eine neue Stufe der Verrohung ist erreicht", erklärte er. Zuvor hatte Bild.de berichtet.

Am vergangenen Donnerstag waren die Rapper Kollegah und Farid Bang für ihr Album "Jung, Brutal, Gutaussehend 3" ausgezeichnet worden. Es enthält Textzeilen wie "Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen" und "Mache wieder mal 'nen Holocaust, komm' an mit dem Molotow". Dass diese Musik beim Echo preiswürdig ist, hatte heftige Kritik und eine Debatte über Antisemitismus ausgelöst.

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Antisemitismus-Skandal: Diese Gewinner geben ihren Echo zurück

Nach Notos Quartett, Klaus Voormann und Igor Levit ist Marius Müller-Westernhagen der prominenteste Künstler, der sich dafür entschieden hat, die Preise zurückzugeben. Er hatte seine sieben Echo-Preise zwischen 1992 und 2017 erhalten - in 2017 sogar für sein Lebenswerk.

"Ich bin nicht der Meinung, dass die mit dem Echo ausgezeichneten Rapper Antisemiten sind. Sie sind einfach erschreckend ignorant", schrieb Müller-Westernhagen.

Einen praktischen Nebeneffekt hat die Trennung von seinen Echo-Auszeichnungen ebenfalls: "Das schafft Platz bei mir zu Hause und in meinem Herzen" sagt Westernhagen.

bsc

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