ESC-Halbfinale Russland, Ukraine und Ralph Siegel im Finale

Großes Theater, große Gefühle: Beim Eurovision Song Contest in Kopenhagen sind die ersten Entscheidungen gefallen. Ins Finale zieht die Ukraine ein. Auch Ralph Siegel ist mit San Marino weiter. Und Russland - unter Buhrufen des Publikums.

AP/dpa

Kopenhagen - 16 Länder traten auf die Bühne, nur zehn kamen weiter: In Kopenhagen wurde am Dienstagabend das erste Halbfinale des Eurovision Song Contest ausgetragen. Island, Ungarn, Montenegro, Russland, Armenien, Aserbaidschan, Ukraine, San Marino mit einem Song des Deutschen Komponisten Ralph Siegel, Schweden und die Niederlande haben es geschafft und treten am Samstag um den Sieg an. Der russische Beitrag wurde wegen der Ukraine-Krise bei der Bekanntgabe des Ergebnisses ausgebuht.

Der als Favorit geltende Sänger Aram MP3 aus Armenien hatte das Rennen um die ersten zehn Startplätze für das Finale am Samstag mit einer Ballade eröffnet - und gab damit den Ton vor: Das erste Halbfinale prägten vor allem Balladen und eher getragene Auftritte. Auch die zu den Mitfavoriten zählende Sanna Nielsen aus Schweden sang ein eher ruhiges Lied. Lediglich Island brachte ein bisschen Farbe in den auch für schrille Starter bekannten Wettbewerb.

Für das Finale gesetzt ist das deutsche Frauen-Trio Elaiza, das in den Wettbüros mit seinem Lied "Is It Right" allerdings bislang abgeschlagen ist. Im vergangenen Jahr gewann die Dänin Emmelie de Forest mit ihrem Lied "Only Teardrops" den Wettbewerb, weshalb ihr Heimatland nun Gastgeber des 59. Eurovision Song Contest ist.

Insgesamt bewerben sich 37 Länder um die europäische Gesangskrone. Am Donnerstag findet das zweite Halbfinale statt.

sun/AFP

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insgesamt 35 Beiträge
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xvulkanx 06.05.2014
1. Eigentliche schade,
die beiden russischen Mädels können ja nichts dafür, dass Putin Russland aus der zivilisierten Welt heraus katapultiert hat und sie stellvertretend für Putin vom Publikum ausgebuht werden.
Leser1000 06.05.2014
2. Bitte keine Sippenhaft!
Keine Ahnung wie die Damen denken und ob irgendetwas - inhaltlich - gesteuert wird. Sicher verspüren viele bei einem russischen Beitrag im Moment eineberechtigte Beklemmung. Dennoch sollte, nein muss zwischen Land/Leute und Administration unterschieden werden. Das sind wir uns schuldig!
Marya 06.05.2014
3.
Das Russland ausgebuht wurde... Das geht jetzt wirklich gar nicht. Das, was Putin macht geht natürlich auch gar nicht und es gibt keine Rechtfertigung für das was er macht. Aber wenn die Europäer sich gegenüber Russland tolerant und demokratisch positionieren, sollen sie sich an bestimme Regeln halten. Den Russen werden schreckliche Vorwürfe gemacht, obwohl die Russen selbst unter der Situation leiden. Keiner in Russland will Krieg. Und die armen Eurovision Teilnehmerinnen sind ganz bestimmt nicht Schuld daran was momentan zwischen Russland und der Ukraine passiert. Man sollte Mitgefühl und Mitleid haben, wenn man es wagt dem Anderen Vorwürfe zu machen.
jolulu 06.05.2014
4. Unwissenheit
Es war eine schoene Schow. Schade nur, dass man auch hier auf falsche Solidaritaet trifft. Dabei sollte man wissen, dass die heutigen Machthaber in Kiev verhindern wollten, dass die Saengerin ausgetauscht wird, weil sie pro-russisch ist, ausgebuht wurden aber die Russinen. Eine verkehrte Welt - und null Aufklaerung in der Presse. Schade!
spon-facebook-662666628 06.05.2014
5. Das Buhruf-Motiv
"Der russische Beitrag wurde wegen der Ukraine-Krise bei der Bekanntgabe des Ergebnisses ausgebuht." Da war SPON wohl investigativ und hat eine repräsentative Umfrage im Publikum durchgeführt, um deren Motive für die Buhrufe zu dokumentieren. Ich hätte aus diesem Grund auch Buh gerufen, aber ohne zusätzlichen Informationen ist diese Aussage im Artikel einfach Mutmaßung.
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