2. ESC-Halbfinale Rumänien jodelt und rappt sich ins Finale

ESC-Urgestein Ralph Siegel ist im zweiten Halbfinale ausgeschieden. Weiter kamen hingegen eine Jodel-Rap-Einlage aus Rumänien und ein Mitfavorit aus Bulgarien. Für den aufregendsten Moment sorgte Mazedonien.

Rumäniens ESC-Teilnehmer Ilinca und Alex Florea
Getty Images

Rumäniens ESC-Teilnehmer Ilinca und Alex Florea


Eigentlich ist besonders die Schweiz fürs Jodeln bekannt, beim Eurovision Song Contest trat allerdings Rumänien mit einer Jodel-Rap-Einlage an - und setzte sich damit im zweiten ESC-Halbfinale durch. Die Schweiz schied in Kiew hingegen aus.

Neben "Yodel It!" von Ilinca und Alex Florea konnten auch der Österreicher Nathan Trent mit seinem Lied "Running on Air" überzeugen, auch Israel schaffte mit "I Feel Alive" den Sprung ins Finale am Samstag.

Beim Publikum im Internationalen Ausstellungszentrum kam besonders der weißrussische Beitrag des Duos Naviband "Story of My Life" an. Die Mehrzahl der Fans favorisierte die Gruppe aus dem Nachbarland, die auf Weißrussisch sang. Auch die Journalisten im Pressezentrum waren begeistert. Auch der Bulgare Kristian Kostow darf im Finale auftreten. Er gilt als einer der Favoriten der Buchmacher.

Der ungarische Sänger Joci Papai sang im Halbfinale in seiner Muttersprache. Eine bauchfreie Tänzerin umgarnte den romastämmigen Sänger, Stichflammen schossen aus dem Boden. Er steht ebenso am Samstag wieder auf der Bühne wie die Teilnehmer aus Kroatien, Norwegen, Dänemark und den Niederlanden. Das von dem deutschen ESC-Urgestein Ralph Siegel, der zum 25. antrat, produzierte Lied für San Marino ("Spirit of the Night") schied aus.

Fotostrecke

18  Bilder
Eurovision Song Contest 2017: Die Kandidaten im 2. Halbfinale

Auch Mazedonien muss nach Hause fahren - obwohl das kleine Land den wohl aufregendsten Auftritt hinlegte. Zunächst hatte Sängerin Jana Burceska in einem Video vor ihrem Auftritt ihre Schwangerschaft öffentlich gemacht. Dann ging in der Liveshow - allerdings nach Ende der Zuschauerabstimmung - auch noch ihr Freund Alexander vor einem Millionenpublikum auf die Knie. "Willst du mich heiraten?", fragte er die 23-Jährige. Dann zückte er einen Ring, und die Antwort von Burceska war klar: "Ja!", rief sie in die Kamera.

Auch Moderator Timur war begeistert. "Das ist wohl der erste Heiratsantrag im Eurovision Song Contest", sagte er. Der Sänger Jimmie Wilson aus San Marino und viele weitere Kandidaten gratulierte den Frischverlobten, stolz präsentierte Burceska ihren Ring den Sängern und Tänzern. So konnte Burceska wohl zumindest verkraften, dass sie nicht genug Anrufe der Zuschauer bekam um weiterzukommen.

Zehn Länder hatten sich mit ihren Beiträgen schon in einem ersten Halbfinale am Dienstag qualifiziert - darunter Australien, Belgien und Portugal. Die Deutsche Levina tritt mit ihrem Song "Perfect Life" wie die Kandidaten aus Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und Gastgeberland Ukraine direkt im Finale an.

max/dpa/AFP



insgesamt 3 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
makeup 12.05.2017
1. und wir kennen bereits das Ergebnis, was Deutschland betrifft....
Wir sind in Europa aus verschiedenen Gründen nicht sehr beliebt. Auch wenn unser Song außergewöhnlich gut wäre, würden wir in diesen Zeiten nicht gewinnen. Sogar unsere Nachbarländer haben sich gegen uns gewandt, allen voran Österreich, die einen gewaltigen Rechtsruck erleben. Ganz im Gegensatz zu den anderen Ländern, die Skandinavier, der ehemalige Ostblock, usw., alle feiern sich gegenseitig. Keine Ahnung warum wir soviel Geld dort verbrennen? Wir können froh sein, wenn wir nicht letzter werden. Ich tue mir das nicht mehr an.
qewr 12.05.2017
2.
Was haben Bauchtanz und Feuerspeier auf der Bühne mit der Qualität eines Songs zu tun?
Annabelle1811 12.05.2017
3. Oh mein Gott,
ich habe nur einmal reingezippt und fand ein weibliches Wesen in Hosenanzug, da donnerte und blitzte es, aber Musik oder Rhythmus konnte ich nicht definieren. Ich habe schnell weitergedrückt. Das hatte nichts mit Musik zu tun. Es gab Lichter, Scheinwerfer da und dort, hin und her, es war einfach gruselig. Das hat nichts mit Liedern, Schlagern oder was auch immer zu tun. Das ist für mich Riesenkackes.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.