Panne beim ESC-Vorentscheid Falsche Finalistin gekürt

Es wurden die Ergebnisse vertauscht - durch einen Fehler beim Telefonvoting ist die falsche Kandidatin für das Finale des portugiesischen ESC-Vorentscheids ausgerufen worden. Der Sender entschuldigte sich für die Panne.

Sängerin Beatriz Pessoa
imago/ GlobalImagens

Sängerin Beatriz Pessoa


Noch knapp drei Monate sind es bis zum Finale des Eurovision Song Contests in Lissabon - jetzt hat es bei einem nationalen Vorentscheid des größten Musikwettbewerbs der Welt einen Eklat gegeben: Einen Tag nach dem ersten Halbfinale des portugiesischen ESC-Gastgebers räumte der organisierende Fernsehsender RTP ein, in der Livesendung den falschen Sieger gekürt zu haben: Nicht die Sängerin Beatriz Pessoa stehe mit sechs weiteren Interpreten im portugiesischen Vorentscheid-Finale am 4. März, sondern Rui David.

Wie es zu den falschen Endergebnissen kam, enthüllte die portugiesische Onlinezeitung "Observador". Laut dem RTP-Programmdirektor habe während der Auswertung des Telefonvotings ein Mitarbeiter die Ergebnisse per Hand aufgeschrieben und dabei die Lieder "3" (Pessoa) und "13" (David) verwechselt.

Der Fehler sei zwar vor der Verkündung der Ergebnisse in der Livesendung bemerkt worden, aber es sei zu spät gewesen, die Moderatoren zu informieren. Weil er sich nicht sicher war, ob die Korrektur die Platzierungen verändern würde, beschloss RTP, die Ergebnisse erst nach der Sendung noch einmal zu prüfen.

Der Fernsehsender RTP, der auch das ESC-Finale im Mai ausstrahlt, habe beide Interpreten nach der Prüfung informiert und um Entschuldigung gebeten. Beatriz Pessoa, die in Wirklichkeit keine Punkte erhielt, äußerte sich bisher nicht zum Eklat. Rui David sagte, er habe "gemischte Gefühle" und sei traurig, dass er nicht schon Sonntagabend habe feiern können.

Während das zweite portugiesische Halbfinale erst am Sonntag stattfindet, singen die sechs deutschen Kandidaten im Vorentscheid am Donnerstagabend. Unter anderem treten die Pop-Volksmusikgruppe voXXclub an und diverse Teilnehmer der Castingshow "The Voice of Germany". In den vergangenen drei Jahren landete Deutschland stets auf den letzten Plätzen der 26 Finalisten.

Der 63. Eurovision Song Contest findet am 12. Mai 2018 in Lissabon statt, weil der Sänger Salvador Sobral mit seiner Jazz-Ballade "Amar Pelos Dois" (Liebe für zwei) im Vorjahr beim ESC den ersten Platz belegt hatte. Der 28-Jährige erholt sich zurzeit von einer Herztransplantation.

jru/dpa

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