ESC-Vorentscheid S!sters fahren zum Eurovision Song Contest nach Israel

Das Duo S!sters hat sich beim Vorentscheid zum Eurovision Song Contest in Berlin durchgesetzt. Mit dem Song "Sister" fahren die Sängerinnen für Deutschland nach Tel Aviv.

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Das Duo S!sters hat den deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest (ESC) gewonnen. Die beiden Sängerinnen vertreten Deutschland mit dem Song "Sister" im ESC-Finale am 18. Mai in Tel Aviv. S!sters setzten sich am Freitagabend in Berlin in der TV-Sendung "Unser Lied für Israel" gegen sechs Konkurrenten durch.

Nach ihrem Erfolg brachen Truman und Spinelli vor Freude in Tränen aus. Es sei "Wahnsinn", sagte Truman. Während die anderen sechs Starter sich erfolgreich um eine Teilnahme für den Vorentscheid beworben hatten und ihr Lied erst danach ausgewählt wurde, gab es beim Lied "Sister" zuerst den von internationalen Komponisten geschriebenen Song. Daraufhin wurden zwei Sängerinnen gesucht und zum Duo zusammen gefügt - Carlotta Truman und Laurita Spinelli.

Deutschland hatte nach einer mehrjährigen Durststrecke im vergangenen Jahr beim ESC-Finale mit Platz vier für Sänger Michael Schulte erfolgreich abgeschnitten. Siegerin wurde die israelische Sängerin Netta.

Frauenpower dominierte

Über den Gewinner der Vorentscheidung, die das Erste live aus Berlin übertrug, entschieden die Fernsehzuschauer, eine 100-köpfige Eurovisions-Jury sowie eine internationale Experten-Jury. S!sters traten gegen Aly Ryan, BB Thomaz, Linus Bruhn, Gregor Hägele, Lilly Among Clouds und Makeda an.

Auch neben S!sters dominierte vor allem Frauenpower die Vorentscheidung, deren Songs von Elektrobeats und wilden Lichteffekten bis zur Soul-Ballade mit großem Gefühl reichten. Entertainerin und ESC-Expertin Barbara Schöneberger moderierte die Show gemeinsam mit "Tagesschau"-Sprecherin Linda Zervakis.

Vor den etwa 1000 Zuschauern im TV-Studio traten als Stargäste wie Rockmusiker Udo Lindenberg im Duett mit Popsänger Andreas Bourani, der ESC-Vierte Schulte ("You Let Me Walk Alone") und ESC-Gewinnerin Lena Meyer-Landrut ("Satellite") auf.

Schulte nahm diesmal auch neben "The Voice of ESC" Peter Urban in der Kommentatorenkabine Platz. Beeindruckt zeigte er sich von den Kandidaten, die sich um seine Nachfolge bewarben: "ein unfassbar hohes Niveau". Den S!sters bescheinigte er "unfassbar tolle Stimmen, die perfekt zusammenpassen". Auch Kommentator Urban lobte das Duo - und die Botschaft des Songs: Zusammen sind wir stark.

lie/AFP/dpa



insgesamt 4 Beiträge
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haarer.15 23.02.2019
1. Da ging (fast) nichts ins Ohr
Viel Performance - aber wenig Niveau. Wie schon die meisten Jahre zuvor. Melodisch fand ich bis auf eine Ausnahme keines der Lieder überzeugend. Wir dürfen froh sein, wenn mit diesem "Siegerlied" beim ESC in Israel allenfalls ein schlechter Mittelplatz drin ist. Alles, nur nicht Letzter. Mal sehen, was die Anderen zu bieten haben.
richard.ervins 23.02.2019
2. Noch schneller lässt sich das Geld nicht an die Wand nageln.
Der NDR ist für so eine Veranstaltung einfach nicht geeignet. Er lässt die Produktion von einer Firma machen, die sonst Schlager-Sendungen produziert. Die Regie hat auch ein alter Schlager-Hase übernommen. Anstatt aus dem ESC ein Kultfestival zu machen, machen sie daraus ein 08/15-Schlagerfest. Udo Lindenberg, der zu Playback singen muss und den Einsatz verpasst, sieht dann aus wie Andy Borg. "Viel hilft viel" scheint auch eine Devise des NDR zu sein. Riesige Jurys aus nationalen und internationalen Experten sollen es richten. Nur die können eben auch nur aus sieben vorselektierten Acts auswählen, die sich allesamt sehr ähneln und alle nicht das notwendige Gesamtpaket für den ESC mitbringen. Der ESC ist ein spezieller Wettbewerb. Hier gelten besondere Regeln. Nur beim NDR gibt es keinen, der sie auch nur im Ansatz versteht. Barbara Schöneberger und Linda Zervakis sind in anderen Sendungen vielleicht ganz OK. Für den ESC sind sie eine absolute Katastrophe, weil ihre Art des Entertainments hier nicht greift. Aber auch dafür ist man beim NDR blind - und wiederholt Jahr um Jahr denselben Fehler. Das Dumme ist nur, dass die Gebührenzahler diese teuren Fehlgriffe bezahlen müssen und keine Möglichkeit haben daran etwas zu ändern. Um das in die richtige Perspektive zu bringen, sollte sich jeder einmal das "Framing-Manual" der ARD ansehen, mit dem versucht wurde die öffentliche Debatte in den Griff zu bekommen - wahrscheinlich weil man mit den ARD-Produktionen schon lange nichts mehr im Griff hat und das selbst auch so sieht, aber einfach nicht zugeben kann.
mat_82 23.02.2019
3. Die internationale Jury hat den besseren Geschmack
Habe heute morgen auch mal die Beitrage schnell durchgeschaut: Das Hauptproblem an S!sters ist meiner Meinung nachm dass die Intonation nicht ganz sauber ist, der Song nicht perfekt umgesetzt ist und das die "Sisters" zu auchgesetzt / gecastet wirken. Ich bin bei der Internationalen Jury: Aly Ryan hatte zumindest eine gute Performance und der Song war auch nicht schlecht.
EuphoricRx 23.02.2019
4. Alles beim Alten
Da ist Deutschland nach vielen Jahren einmal nicht im Keller, dank eines individuellen Künstlers und im Folgejahr kommt alles wieder aus dem Baukasten. Das untere Drittel ist uns gewiss.
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