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Eurovisions-Kandidatin: Lena Meyer-Landrut schreibt Charts-Geschichte

Drei Neueinsteiger in die Top Five der deutschen Singlecharts - das gab es noch nie. Ein toller Erfolg für Lena Meyer-Landrut, die deutsche Teilnehmerin beim Eurovision Song Contest. Doch nicht immer bedeutet ein guter Platz in den Hitparaden auch ein gutes Abschneiden im Wettbewerb.

Lena Meyer-Landrut bei der Wok-WM in Oberhof: Drei Singles unter den ersten Fünf Zur Großansicht
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Lena Meyer-Landrut bei der Wok-WM in Oberhof: Drei Singles unter den ersten Fünf

Hamburg - Zehn Tage nachdem Lena Meyer-Landrut in der Show "Unser Star für Oslo" zur deutschen Teilnehmerin am Eurovision Song Contest gekürt wurde, schreibt die 18-jährige Hannoveranerin Hitparaden-Geschichte: Sie ist die erste Sängerin, die gleich drei Neueinsteiger unter den ersten Fünf der deutschen Singlecharts platzieren kann - das kam noch nie vor, seitdem in Deutschland Single-Hitparaden erhoben werden, teilte das die Charts ermittelnde Unternehmen Media Control mit.

"Satellite", der Titel, mit dem Lena Meyer-Landrut am 29. Mai in Oslo beim Finale des Eurovision Song Contest auftreten wird, stieg direkt auf Platz eins der Charts ein. Nach Angaben von Meyer-Landruts Plattenfirma Universal wurden innerhalb einer Woche 100.000 Downloads des Songs verkauft; rechnet man die CD-Absätze hinzu, hat sich "Satellite" 150.000 Mal verkauft und ist damit bereits nach einer Woche für eine Goldene Schallplatte qualifiziert. Die anderen Songs, die Lena Meyer-Landrut in der Finalsendung von "Unser Star für Oslo" sang, kamen auf Platz 3 ("Bee") und 4 ("Love Me"). Möglich ist ein solcher Hitparadenrekord wohl nur dadurch, dass seit 2007 auch Download-Verkäufe von Songs, die auf physischen Tonträgern gar nicht erscheinen, in die Singlecharts eingerechnet werden.

Lenas Finalgegnerin Jennifer Braun schaffte es ebenfalls mit drei Titeln in die Charts: "I Care For You" steht auf Platz 10, ihre Version von "Bee" auf 21 und ihre Interpretation von "Satellite" auf 32.

Bisher kletterten fünf deutsche Eurovisions-Songs an die Spitze der deutschen Singlecharts: 1962 gelang das Conny Froboess mit "Zwei kleine Italiener", 1979 Dschingis Khan mit "Dschingis Khan", 1982 Nicole mit "Ein bisschen Frieden", 2004 Max Mutzke mit "Can't Wait Until Tonight" und 2006 Texas Lightning mit "No No Never". Doch während Nicole der bisher einzige deutsche Sieg bei dem Song-Wettbewerb gelang, kamen beispielsweise Texas Lightning trotz ihrer heimischen Verkaufserfolge bei der internationalen Show nur auf Platz 15. Umgekehrt kam das von Ralph Siegel produzierte Projekt Sürpriz 1999 mit "Reise nach Jerusalem" auf Platz 3 des Eurovision Song Contests, konnte sich aber nie in den deutschen Singlecharts plazieren.

feb/ddp

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insgesamt 333 Beiträge
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1. ..
tetaro 23.03.2010
Zitat von sysopDrei Neueinsteiger in die Top Five der deutschen Singlecharts - das gab es noch nie. Ein toller Erfolg für Lena Meyer-Landrut, die deutsche Teilnehmerin beim Eurovision Song Contest. Doch nicht immer bedeutet ein guter Platz in den Hitparaden auch ein gutes Abschneiden im Wettbewerb. http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,685138,00.html
1:0 gegen die Miesmacher. Im Übrigen ist Oslo eigentlich völlig belanglos, die Leute wollen einen frischen deutschen Star und den haben sie jetzt.
2. wieder einmal armselig...
nordsuedschmitt 23.03.2010
dabei sind tussi und songs so schlecht und bewegen tut sie sich, da kann man gar nicht hinschauen. wie immer lieben die deutschen drittklassiges songwriting, drittklassige "künstler" und wenig charmantes emporkommen. einfach nur traurig...ein jammer
3. ...
m-pesch, 23.03.2010
Zitat von nordsuedschmittdabei sind tussi und songs so schlecht und bewegen tut sie sich, da kann man gar nicht hinschauen. wie immer lieben die deutschen drittklassiges songwriting, drittklassige "künstler" und wenig charmantes emporkommen. einfach nur traurig...ein jammer
Ja was haben sie denn gedacht? 9ß% von dem was so im Radio läuft ist nicht auf höherem Niveau, eher noch schlimmer.
4. Genrationsproblem
tetaro 23.03.2010
Zitat von nordsuedschmittdabei sind tussi und songs so schlecht und bewegen tut sie sich, da kann man gar nicht hinschauen. wie immer lieben die deutschen drittklassiges songwriting, drittklassige "künstler" und wenig charmantes emporkommen. einfach nur traurig...ein jammer
Ich gehe zunehmend davon aus, dass es hier ein Generationsproblem gibt. Die "Grand Prix"-Fangemeinde ist kaum identisch mit den Chartskäufern. Aber eine Katja Ebstein etc. wird man heute wohl nicht mehr aus dem Hut zaubern, da diese ansonsten auf dem Markt völlig untergehen würde. Im Zweifel werden Musikproduzenten auf Oslo nichts geben, das Geld bringen die Charts.
5. frisch, frech, Frühling
Jottenn 23.03.2010
Lena sollte man bei aller Kritik nicht als Tussi bezeichnen, ein junges, fröhliches Mädchen mit einem fröhlichen radiotauglichen Song, gab schon Schlechteres in Deutschland und obwohl ich am Sonntag den "Parsifal" gesehen habe, mag ich auch Lena!
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