Abgehört Die wichtigste Musik der Woche

Was passiert, wenn man den gleichen Witz zweimal erzählt bekommt? Die ernüchternde Antwort findet sich auf dem zweiten Album von Fraktus. Dann lieber Silbermond! Außerdem: Ein verschollen geglaubter Glenn und eine Rock-'n'-Roll-EP für Paris.

Von und Tex Rubinowitz


Fraktus - "Welcome to the Internet"
(Staatsakt/Universal, ab 27. November)

Gemeinerweise könnte man Fraktus jetzt mit ihren eigenen Texten verprügeln: "Warum sind die da? Warum tun die das", fragte die Klamauk-Combo aus Hamburg vor drei Jahren auf ihrem Debüt-Album. "A.D.A.M." hieß der Song, kurz für "All die armen Menschen". Damals war das ziemlich lustig, genauso wie der Nonsens-Hit "Affe sucht Liebe" und der zugehörige Film von Lars Jessen. Aber mit Witzen ist es ja so eine Sache: Wenn man sie zweimal erzählt, werden sie schnell schal. Schlimmer noch: Beim Nachdenken über die Pointe stellt sich vielleicht heraus, dass sie schon beim ersten Mal gar nicht mal so gut war. Gefährliche Sache das.

Warum tun die das also? Die, das sind die Blödelkünstler Heinz Strunk, Rocko Schamoni und Jacques Palminger, denen man wahrscheinlich weitaus weniger Subversion, clever getarnte Intellektualität und Witz unterstellen würde, wenn sie nicht aus der Diskurspop-Hochburg an der Elbe kämen. Als Bernd Wand, Dickie Schubert (neuerdings Dickie Starshine) und Torsten Bage schicken sie ihre vergessene Techno-Pionierband Fraktus noch einmal los, um... Ja, um was? Das ist tatsächlich die Frage. Um den Erfolg von Film und Debütalbum zu melken, bis das letzte Tröpfchen Charme verbraucht ist? Um den Punkt zu machen, dass man auch den größten Blödsinn als camp und cool verkaufen kann? Ersteres haben sie bereits fast geschafft, letzteres wird sich zeigen.

Man will nicht unfair sein: Die schamlosen Retro-Elektro- und Eurotrash-Beats, die Fraktus in Berlin zusammen mit Produzent Ben Lauber und Techno-Punk-Pionier Marco Haas (T.Raumschmiere) entworfen haben, sind hinreichend eklig und funktionieren allein deshalb sehr gut und animieren zum unwillkürlichen Schunkeln oder Kopfnicken - ob sich das Hirn nun mit aller Empörungsmacht dagegen wehrt oder nicht. Die eleganten Schrägheiten von Carsten "Erobique" Meyer, der das erste Album produzierte und das liebenswert Verspulte des ganzen Projekts kongenial auch musikalisch abfederte, vermisst man trotzdem.

Das Eröffnungs- und Titelstück ist eine Art Musical-Ouvertüre mit Dickie (Rocko) im radebrechenden Englisch-Dialog mit einer Frauenstimme mit starkem russischen Akzent: Hier trifft Jean-Michel Jarre auf das irre Lachen aus Michael Jacksons "Thriller" und jede Menge Zusammengeklautes vom ersten Frankie-Goes-to-Hollywood-Album. "Saugetücher", der zweite Song, ist dann aber schon fast das beste Stück: komplett irre im Text, geht halt um Zewa-Wisch-und-Weg, musikalisch aber unterlegt von einem tollen Chicago-House/Hi-NRG-Rhythmus, garniert mit einem atemlosen Querflöten-Solo.

"Maler und Lackierer" hat dann zumindest noch den grandiosen, tief in die deutsche Seele blickenden Satz: "Südamerika hat Shakira, wir haben Maler und Lackierer", danach aber geht dem Album schnell die Puste aus, verliert sich in einem Genre, das Knarf Rellöm oder Deichkind besser beherrschen, weil es bei den Hamburger Kollegen bei allem Nonsens auch immer um eine im besten Fall politische Haltung geht. Bei Fraktus geht es, so scheint es, um nichts mehr - Ironie, die sich selbst wiederkäut.

"Originals" ist dann in der zweiten Albumhälfte so die Art gespielter Witz, die man von Studio Braun kennt und gegen Ende des letzten Jahrhunderts gerne mochte, der in dieser etwas abgestandenen Konsistenz aber auch bei Werner und Meister Röhrich auf der Baustelle spielen könnte. Um mal nicht gleich zur Totschlag-Referenz Otto zu greifen. Man will das alles ja ganz dringend sympathisch finden und den Affenkram bedingungslos lieben. Aber: geht nicht. Welcome to obscurity. (3.5) Andreas Borcholte

Freunde sind Friends von Fraktus auf tape.tv.

Silbermond - "Leichtes Gepäck"
(Verschwende Deine Zeit/Sony, ab 27. November)

Da war er wieder, dieser Drang, sich zu rechtfertigen: Wieso besprichst du denn die neue Silbermond? Braucht doch kein Mensch! Hat in diesem Fall (noch) niemand zu mir gesagt außer der Stimme in meinem Kopf. Aber ich wappne mich. Weil man sich ja immer rechtfertigen muss, wenn man versucht, etwas Erfolgreiches oder Etabliertes aus heimischer Produktion mal ohne die reflexhafte Häme und Herablassung zu betrachten. Silbermond ist eine dieser Bands, die unter Popkritikern ein mieses Image haben. Keine Ahnung warum, vielleicht einfach, weil sie nicht krass und gleichzeitig nicht dumpf genug ist, um mit viel Dialektik gutgefunden werden zu können. So wie Münchner Freiheit immer als camp abgefeiert wurden. Oder Wanda bis vor ein paar Wochen.

Silbermond (der Name ist doof, aber immer noch besser als Glasperlenspiel) haben sich jetzt schon über zehn Jahre in dieser feindseligen Umgebung behauptet und währenddessen fünf Millionen Platten verkauft. Das muss man erst mal machen und dabei Rockband bleiben, dafür also Respekt. Wer Sängerin Stefanie Kloß bisher noch nicht kannte, sieht sie zurzeit erneut jede Woche zweimal als Quoten- und Powerfrau auf den Juroren-Sessel von "The Voice of Germany" - übrigens eine Tätigkeit, deren Ertrag für die öffentliche Wahrnehmung der eigenen Person man gar nicht hoch genug einschätzen kann: Die Sendung ist so verdammt gut gemacht, dass einem sogar Rea Garvey sympathisch wird (Andreas Bourani allerdings immer noch nicht).

Passend zu dieser Charme-Offensive erscheint nun "Leichtes Gepäck", wobei ich zuerst immer "leichtes Gebäck" gelesen hatte und dachte, es wäre ein zur Mäßigung aufrufendes Weihnachtsalbum. Bruhahaha! Nein, also, es geht natürlich darum, Ballast abzuwerfen, Lebensballast, weil man als heranwachsender Mensch ja immer irgendwann mal merkt, dass man "99 Prozent der Dinge gar nicht braucht", wie Kloß im Titelsong singt.

"Leichtes Gepäck" ist nach dem obligatorischen Best-of-Album und einer längeren Pause so etwas wie ein Comeback, und natürlich erwartet man da angesichts des Titels eigentlich auch eine musikalische Reduktion, ein knarziges Folk-Album vielleicht oder sparsamen, kühlen Minimal-Techno. Denn "die mit den guten Geschichten sind immer die Mutigen", heißt es im Intro des Albums, wo es auch darum geht, Risiken einzugehen: "Das Eis ist dünn, du gehst aufs Eis", ja, das sollte man tunlichst nur mit leichtem Gepäck wagen...

Machen Kloß und Co. aber nicht: Alles bleibt, wie es immer war. Die Balladen wollen immer gleich zur Sinfonie werden, die Rocksongs laden sich gerne mit Pathos und Moll-Akkorden auf, die Welt von Silbermond ist ja keine krampfhaft für dumm verkaufende schlagerhaft-positivistische wie bei, sagen wir, Revolverheld, Helene Fischer, Glasperlenspiel oder Bourani, hier lauern Dunkelheit und Melancholie immer im Hintergrund, weshalb Silbermond ja auch immer zu Unrecht in den ganzen Neo-Schlagerpopsumpf hineingezogen werden. In Wahrheit sind Silbermond aber eher wie Coldplay, die umwölken auch jedes aufkommende echte Gefühl gerne mit maximal viel Bombast, damit es bloß nicht wirklich wehtut.

Das passiert auf "Leichtes Gepäck" auch dauernd, deshalb wird man vor allem in der zweiten Albumhälfte etwas unaufmerksam, irgendwann dudelt alles so vorbei. Am Anfang aber, bevor mit "Langsam" und "Indigo" das Balladen- und Hymnen-Programm gestartet wird, gibt es das wirklich sehr schöne "B 96", das von dem kleinen Kaff nahe Bautzen an besagter Bundesstraße handelt, aus dem Kloß kommt. Sachsen, Dorf, Enge, Düsternis und Fluchtimpuls - ein berührender Popsong, der vielmehr über die Gemütslage in Pegida-County verdeutlicht als jedes Polit-Statement, was sich auf "Leichtes Gepäck" ja schließlich auch hätte finden können. So was verkrampft sich immer schnell.

Silbermond aber haben einfach ein weiteres, weitgehend unpeinliches, sehr wärmendes Poprock-Album aufgenommen, das nicht so inspiriert und musikalisch innovativ (Ausnahme: "Heut hab ich Zeit") geworden ist, wie man hätte hoffen können. Aber unpeinlich, das ist ja schon viel! Man könnte auch sagen: nett. Aber wir wissen ja, wessen kleine Schwester dieses Wort ist. Entwaffnend trifft's besser. (6.0) Andreas Borcholte

Leichtes Gepäck von Silbermond auf tape.tv.

Danzig - "Skeletons"
(AFM Records/Soulfood, ab 27. November)

Glenn Danzig ist ein Arschloch. Das ist ja an sich schon mal eine gute Voraussetzung, um überhaupt wahrgenommen zu werden, gerade bei Minderwüchsigkeit, gepaart mit Arroganz. Dass er leicht reizbar und komplett humorlos ist, sind natürlich auch gute Eigenschaften. Und, das macht die Sache sogar noch besser, er ist der letzte Operettenbuffo in der Branche, eine Mischung aus Don Schnulze und Pelikan, dessen Schnabelsack verblüffend Danzigs Unterkiefer-Physiognomie gleicht, die Kehle als Resonanzraum, ein Bariton aus dem Fleischwolf.

Danzigs Stimme ist so mächtig, dass man ihn bei Konzerten hört, wenn die Band bereits angefangen hat, er aber noch gar nicht auf der Bühne ist, er schreit unverstärkt von der Hinterbühne, vielleicht aus Panik, weil er sich in den dunklen Gängen verlaufen hat oder weil die Hose kneift. Er hat übrigens einen interessanten Trick mit dem Mikrofonkabel, den nur noch der ideologisch von ihm wohl am entferntesten stehende Crooner beherrscht: Morrissey. Beide "peitschen" mit ihren Kabeln den Boden, dadurch entsteht ein sich von ihnen wegbewegender, wellenförmiger Schwung, damit kann man die Kinder im Publikum beeindrucken.

Wenn man frühe Misfits-Songs wie "Last Caress" hört, fällt einem die zu seinem Horrorpunk antagonistische Melancholie auf, es hat etwas von der harmonischen Süße, die man von der italo-amerikanischen Form des Doo Wops kennt, von Dion DiMucci und Frankie Valli. Das ist schön, aber leider hat Danzig im Prinzip seit 1992, seit seiner dritten Soloplatte ("How the Gods Kill"), nichts Relevantes mehr zustande gebracht. Stattdessen: Ständige Band-Umbesetzungen, Mikrofonkabeltricks und lasche Platten mit fragwürdigen Stimmexperimenten. Warum singt man mit Vocoder, wenn man eine der voluminösesten Stimmen seit den Righteous Brothers hat?

Nun also eine Platte mit Coverversionen. Wenn Bands sowas machen, ist das immer Ausdruck einer Art von Ratlosigkeit oder einer Zäsur, wenn sie gemerkt haben: Es kann nicht mehr so weitergehen wie bisher. Metallica und Guns N'Roses haben das gemacht, mit vorhersehbar einschläferndem Resultat. Die Melvins haben es ebenfalls gemacht, was ihnen prachtvoll gelang (Queen, Roxy Music, Throbbing Gristle), aber die Melvins machen ja sowieso nie etwas falsch.

Das Cover von "Skeletons" (eine Hommage an Bowies Coverplatte "Pin Ups") ist erstmal super: Die Pornodarstellerin Kayden Kross sieht aus wie Guiletta Masina in Fellinis "La Strada", Danzig selbst hat sein teigiges Schinkengesicht überschminkt wie zu Misfits-Zeiten.

Und so klingt die ganze Platte dann auch: räudige Schwermut, primitive Songs aus schmierigen Biker-Filmen, Nachbauten von Black Sabbath und Elvis, beides vorhersehbar langweilig, weil es so verdammt naheliegend ist. Aber, was die Platte dann doch großartig macht, ist "Crying in the Rain" von den Everly Brothers - ein dramatisch sterbender Pelikan, knietief im Schmalz, mit dem Schnabel voller Knödel.

Dass Die Ärzte einst mit ihrer Coverversion eines Songs von Ede und die Zimmermänner namens "Klein & doof" Glenn Danzig gemeint haben, ist übrigens kein Gerücht. Nur so fürs Protokoll. (7.9) Tex Rubinowitz

Foo Fighters - "Saint Cecilia EP"
(RCA/Sony, Gratis-Download)

"I got this feeling I can't keep it down anymore/ Bring me some healing/ Saint Cecilia carry me home to your house." Im Licht der Anschläge von Paris liest sich diese Textzeile aus dem Titelsong der neuen Foo-Fighters-EP wie Trauerbewältigung: Der Sänger kann sich gegen das Aufwallen der Tränen nicht mehr wehren und wendet sich Heilung und Hilfe suchend an Sankt Cäcilia, die Schutzpatronin der Musiker. Veröffentlicht wurde der Song, zusammen mit vier anderen, am 22. November, dem internationalen Sankt-Cäcilia-Tag, als Gratis-Download über die Band-Website - den Opfern des Massakers im Bataclan gewidmet. Wie schön.

Aber wer nun glaubt, die US-Rockband um Dave Grohl, soeben am Ende ihrer ausgedehnten Welt-Tournee angekommen, hätte sich binnen einer Woche hingesetzt, um fünf von Paris inspirierte Songs zu schreiben, darf als naiv bezeichnet werden. Vielmehr hatten die Foo Fighters ohnehin vor, die EP als Dankeschön an die Fans zu veröffentlichen, nur erhielt das ganze Projekt nach den Anschlägen eine neue Tonalität. So schreibt es Grohl in einem auf der Bandwebsite veröffentlichten Vorwort zu einem länglichen Brief.

Darin ist zu lesen, wie die Band irgendwann in den vergangenen Monaten, schon recht erschöpft vom Touren, in Austin Zwischenstation machte und dort im Saint-Cecilila-Hotel unterkam. Die Rock-'n'-Roll-Absteige wurde im Laufe der Tage prompt zum Aufnahmestudio umfunktioniert, als immer mehr befreundete Musiker vorbeikamen, um abzuhängen und zu jammen. Die fünf Songs der EP sind das Produkt dieser Sessions, die Grohl als seelenheilend beschrieb, weil sie ihm die Zuversicht und die Energie zurückgaben, die er zwischen den Anstrengungen des Tour-Einerleis schon fast eingebüßt hatte. Entsprechend roh sind vier von fünf Liedern geraten; "Iron Rooster" ist der einzige Song, der ein wenig das Tempo drosselt, ansonsten entfacht die Band jenen furiosen Lärmdruck, für den sie bei ihren Konzerten gerade noch global gefeiert wurde.

Insofern ist es schon fast egal, ob diese fünf Songs vor oder nach Paris entstanden sind, sie umreißen das Musikerdasein zwischen Hochgefühl ("Savior Breath") und tiefer Depression ("The Neverending Sigh") mit einer verzweifelten Hingabe, die nur eine Band am Ende einer Weltreise so fühlen kann: totale Ekstase, die jederzeit in totale Erschöpfung kippen kann - ein magischer, letztlich auch das Publikum begeisternder und hinreißender Zustand, den wohl jeder fahrende Musik-Vagabung kennt - auch die Eagles of Death Metal, auch die Scorpions, die am Mittwoch als erste große Rockband wieder in Paris auftreten wollen. Möge die heilige Cäcilia sie auch weiterhin beschützen. (7.5) Andreas Borcholte

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insgesamt 17 Beiträge
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Seite 1
dinnyc 24.11.2015
1.
Ehrlich gesagt hab ich ein bisschen Angst, die neue Danzig zu hören. Genau genommen hat der nämlich schon nach II nichts mehr Gutes gemacht (und leider sind Misfits heute eher eine Band für Frühpubertärende). Mother gehört trotzdem zu den größten Hard Rock Songs der Musikgeschichte.
feixtel 24.11.2015
2. Da muss ich ...
... mehr als zustimmen, da die erste Platte von Danzig inklusive Mother damals schon klasse war. Die anderen bis zu dritten habe ich nur noch gekauft und es dann sein lassen. Ich müsste jetzt noch mal die erste raussuchen und hören :-)
windpillow 24.11.2015
3. Wichtig!
Ich versteh bei dem ganzen Artikel nur "Bahnhof". Steh ich da allein auf weiter Flur? -Gute, wichtige Musik waren für mich immer LP´s, die man aufgelegt hat, 10x hintereinander anhörte, oder 10x hintereinander einen bestimmten Song angehört hat, z. B.:"Baba O´Riley" von The Who.
sebastian-1977 25.11.2015
4. Da muss ich ebenso...
...zustimmen, obwohl ich durchaus ein Hardcore Danzig Fan bin. Die ersten 4 Scheiben waren absolute Knaller, mit Danzig 4 als meinem persoenlichen Hoehepunkt. Danzig ist ein genialer Songwriter und mit Rick Rubin hatte er bei den ersten 4 Platten eben auch einen genialen Produzenten an der Seite. Danzig 5 finde ich als Industrial Album gar nicht so schlecht, und Danzig 6 hat einige Perlen (13, Cold Eternal, Firemass) und ist auch von der Produktion (Peter Lorimer) sehr gut. Leider ist das Metal Publikum sehr konservativ und laesst sich lieber 20 mal 'dasselbe' Album als neu verkaufen als Expiremente zu honorieren. Die Kritiker auf der anderen Seite monieren immer musikalischen Stillstand aber mit massiven Bruechen koennen sie dann auch nichts anfangen (nichts relevantes mehr seit 1992). Grausig wurde es bei Danzig erst als er die Produktion der Alben selber in die Hand genommen hat (ab 7). Das letzte Album hatte auch ein paar gute Songs (Deth Red Moon, Wicked Night) aber die Produktion ist einfach zu schlecht, das kriegt man mit jeder DAW und freeware Effekten in Oma's Keller besser hin.
freddykrüger 25.11.2015
5. @sebastian-1977
Ich kann dir da nur zustimmen. Die ersten 4 Alben waren Super. Aber in einen Punkt muß ich dir widersprechen. Auch mich ödet es an wenn eine Band gefühlte und gehörte 20 x das gleiche Album veröffentlicht. Stillstand ist Tod. Nicht nachvollziehen und akzeptieren kann ich aber einen so radikalen Stilwechsel wie bei Danzig zum Industrial hin, um sich einen Trend anzubiedern. Muß wohl ungefähr zum gleichen Zeitpunkt gewesen sein als D.A.D., Doro uva.gleichfalls Industrial beeinflußte Alben veröffentlichten. War einfach nur grauenhaft. Noch schlimmer waren Metallica mit ihrer Hinwendung zum Alternativ. Die beiden Shit Load Alben nehm ich ihnen heute noch übel. Danzig neues Cover Album hab ich zum teil gehört. Ist ganz nett. N.I.B. hat er allerdings versaut. Muß aber erst das komplette Album hören um ein Urteil abzugeben. Das letzte Studio Album (2010) fand ich ganz ansprechend. Wie immer wenn es um Musik geht, alles Geschmacksache.
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