Sohn des legendären US-Sängers Frank Sinatra Jr. ist tot

Derselbe Name, dieselbe Leidenschaft: Frank Sinatra Jr. war wie sein berühmter Vater Sänger, Schauspieler und Entertainer. Nun ist der 72-Jährige während einer Tournee gestorben.

Frank Sinatra Jr. (September 2015)
AP

Frank Sinatra Jr. (September 2015)


"Ich bin da eher zufällig reingeschlittert", sagte Frank Sinatra Jr. vor rund einem Jahr auf die Frage, wie man als Sohn eines der erfolgreichsten Sänger des vergangenen Jahrhunderts nur auf die Idee kommen könne, selbst Sänger zu werden. Mit "zufällig reingeschlittert" meinte Sinatra Jr. einen Auftritt seiner Band, bei dem der Sänger kurzfristig ausgefallen war. Jemand musste einspringen - und Pianist Sinatra tat es.

Am Mittwochabend hätte er in Daytona Beach, Florida auf der Bühne stehen und singen sollen, er war in dem Bundesstaat auf Tournee. Doch die Veranstalter teilten nun auf ihrer Facebook-Seite mit: "Frank Sinatra Jr. ist gestorben." Seine Managerin bestätigte dem Sender CNN die Berichte. Nancy Sinatra schrieb bei Facebook, ihr Bruder habe einen Herzstillstand erlitten.

Sinatra Jr. wurde 1944 in New Jersey geboren, er ist das zweite von drei Kindern aus Frank Sinatras Ehe mit Nancy Barbato (mehr zum legendären Musiker (1915 - 1998) lesen Sie hier).

Im Dezember 1963 war Sinatra Jr. entführt und drei Tage später nach einer Lösegeldzahlung wieder freigelassen worden. Der Fall hatte für großes Aufsehen gesorgt, dem Teenager war damals vorgeworfen worden, die Aktion selbst inszeniert zu haben, um seine Karriere als Sänger zu befördern.

Sinatra Jr. arbeitete auch als Pianist, Schauspieler und Entertainer. Ob seine Karriere mit einem anderen Namen einfacher gewesen wäre, wurde er vergangenes Jahr im Interview mit dem Magazin der "Süddeutschen Zeitung" gefragt. Seine Antwort: "Keine Ahnung. Wenn ich wiedergeboren werde, wie das einige Menschen glauben, dann werde ich es herausfinden."

Auch im folgenden TV-Interview sprach Sinatra Jr. über die Anfänge seiner Karriere und über die Beziehung zu seinem berühmten Vater. Es wird derzeit in den sozialen Netzwerken häufig geteilt:

aar/AP/Reuters



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