Zweiter ESC-Vorentscheid: Frauen ins Finale

Das Aufgebot steht. Im zweiten Halbfinale das Eurovision Song Contest haben sich die Favoriten durchgesetzt, darunter die hoch gehandelte Schwedin Loreen. Damit ist auch klar: Frauen werden die Show am Samstagabend dominieren. Und dann gab es da noch ein Wiedersehen mit Ex-Siegerin Lena.

Teilnehmer des 2. ESC-Halbfinales: Balladen, noch mehr Balladen und Capoeira Fotos
dapd

Baku - Zumindest auf der Bühne läuft beim Eurovision Song Contest in Aserbaidschan bislang alles in geregelten Bahnen: Auch im zweiten Halbfinale konnten sich die Publikumslieblinge durchsetzen. Nachdem die russischen Pop-Omas von Buranowski Babuschki schon am Dienstag ihr Ticket fürs Finale am Samstag lösten, konnte sich am Donnerstag noch die Top-Favoritin Loreen aus Schweden qualifizieren. Die Schwarzhaarige steht mit dem mystischen Popsong "Euphoria" bei diversen Buchmachern hoch im Kurs, ebenso wie die mazedonische Diva Kaliopi und die Ukrainerin Gaitana, die sich ebenfalls qualifizierten.

Der hochgehandelte estnische Sänger Ott Leplan kam ebenso unter die Top 26 wie die ESC-Vertreter aus Bosnien-Herzegowina, Litauen, Malta, Norwegen, Serbien und die Türkei. Die Abstimmung von Fernsehzuschauern aus rund 20 Ländern und ebenso vielen nationalen Jurys zählte je zur Hälfte. Auch Fernsehzuschauer aus Deutschland konnten entscheiden.

Mit den Ergebnissen der Vorrunden ist der Gesangswettbewerb in diesem Jahr in Frauenhand: Zwölf Solo-Sängerinnen stehen im großen Finale und bei drei Musikgruppen geben Frauen den Ton an. "Unser Star für Baku" Roman Lob als Solo-Mann ist am Samstag mit der Startnummer 20 in der Minderheit. Dafür rahmen zwei Männer den Wettbewerb ein: Der Brite Engelbert Humperdinck eröffnet den Song Contest und Pasha Parfeny aus Moldau darf als letzter der 26 Finalisten ran.

Insgesamt 18 Länder hatten sich um die letzten zehn Plätze für die Entausscheidung beworben. Im ersten Halbfinale am Dienstag hatten sich bereits zehn Länder für die große Samstagabendshow qualifiziert. Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien als größte Geldgeber beim ESC sowie Gastgeberland Aserbaidschan sind automatisch für die Endrunde qualifiziert.

Polizei greift wieder hart durch

Eine Überraschung gab es beim zweiten Halbfinale doch noch: Vor-Vorjahressiegerin Lena Meyer-Landrut erschien auf der Bühne - allerdings nur als Gastsängerin. Als Zwischenact sang sie ihren Siegertitel von Oslo, "Satellite". Am Ende präsentierte Lena noch zusammen mit anderen Vorjahressiegern den Abba-Gewinnersong von 1974, "Waterloo". Begleitet wurden die Sänger von traditionellen aserbaidschanischen Instrumenten.

Weniger harmonisch ging es am Donnerstag wieder auf den Straßen der aserbaidschanischen Hauptstadt zu: Die Polizei griff abermals hart gegen friedliche Demonstranten durch und nahm Dutzende von ihnen fest. Die Menschen wollten vor einem Gebäude des staatlichen Fernsehens unter anderen mehr Pressefreiheit einfordern. Menschenrechtler kritisierten das Vorgehen der Behörden scharf.

vks/AFP/dpa

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