Ghostpoet in Berlin Fallschirm statt "No Future"

Ghostpoet... Was für ein Name! Der Geister-Dichter gehört zu den spannendsten Newcomern aus Großbritannien. Am 9. September tritt der Rapper beim Auf-den-Dächern-Festival von SPIEGEL ONLINE und tape.tv auf. Und danach braucht er Rum. Warum? Erfahren Sie hier.

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Der Ödnis, die er in seinen Texten beschreibt, ist Obaro Ejimiwe alias Ghostpoet entflohen, als er aus Coventry nach London zog. In der abgewirtschafteten Ex-Industrie-Metropole inmitten Englands wuchs der Mann mit nigerianischen und dominikanischen Wurzeln mit typischem No-Future-Überdruss auf. Viele Songs auf "Peanut Butter Blues And Melancholy Jam" (2011) handeln vom Morgengrauen, wenn wieder mal der Kampf gegen die Langeweile in einer Nacht im Pub verloren ging. Die britische Presse zog prompt Vergleiche mit Tricky und The Streets, das Debüt wurde für den renommierten Mercury Prize nominiert. HipHop, TripHop oder Hipster-Gefrickel? Egal. Ghostpoet ist einer der spannendsten neuen Künstler Großbritanniens, der Club-Klänge und Sozialprosa zu einem schlafwandlerischen Sound der Straße montiert.

Zu Hören ist das beim Auf-den-Dächern-Festival, das SPIEGEL ONLINE und tape.tv am 9. September - zum Abschluss der Berlin Music Week - veranstalten. Wer mehr über unser Festival wissen will, findet hier unsere Extraseite mit allen Infos. Und wer mehr über Ghostpoet wissen will, sollte diesen Fragebogen lesen, den er für uns ausgefüllt hat.

1. Der beste Live-Act, den ich je gesehen habe, war...

... Metronomy.

2. Das beste Konzert, das ich selbst je gegeben habe, war...

... mein letzter Auftritt. Ich versuche immer, mein Bestes zu geben und jedes Mal ein bisschen besser zu werden.

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3. Bei diesem Publikum müssen wir uns für ein mieses Konzert entschuldigen:

Ich brauche mich nicht zu entschuldigen, denn ich versuche, nie zu enttäuschen.

4. Du merkst, dass ein Konzert großartig werden wird, wenn...

... die unsichtbare Energie des Publikums fließt.

5. Du merkst, dass ein Konzert schlecht werden wird, wenn...

Hm, vermutlich auch an der Energie im Saal.

6. Um vor einer Show mit Lampenfieber klarzukommen...

Zum Glück leide ich nicht unter Lampenfieber.

7. Um nach einer Show runterzukommen...

... trinke ich ein Glas Wein oder ein bisschen Rum.

8. Das Peinlichste, was mir je auf der Bühne passiert ist, war:

Als mein Laptop abstürzte. Es dauerte eine Viertelstunde, um ihn wieder zum Laufen zu bringen. Peinlich, aber eine Erfahrung, aus der ich gelernt habe.

9. Das Grandioseste, was mir auf einer Bühne passiert ist, war:

Vor einem anerkennenden Publikum zu spielen.

10. Wenn ich mich an das erste Festival zurückerinnere, das ich je besucht habe, dann denke ich vor allem...

... an Glastonbury.

11. Das letzte Teil, das ich bei einem Gig am Merch-Stand gekauft habe, war...

... ein Stone-Roses-T-Shirt.

12. Ein Festival auf Dächern? Als ich von der Idee hörte, habe ich als erstes gedacht...

..., dass ich einen Fallschirm mitnehmen sollte, für den Fall, dass ich abstürze.

13. Beim Auf-den-Dächern-Festival in Berlin freuen wir uns besonders auf...

... den Auftritt und die Aussicht.

14. Ein noch eher unbekannter Act, den man sich unbedingt einmal live ansehen sollte, ist...

Nun, ich weiß nicht, ob sie noch so unbekannt sind, aber ich möchte Clock Opera nennen. Die liebe ich.

15. Unsere dreckigste Erfahrung bei einem Festival oder auf Tour waren...

... matschige Schuhe.

16. Wenn du auf Tour bist, sind Drogen...

... aus der Apotheke manchmal erlaubt, um meine Stimme zu pflegen.

17. Wenn du auf Tour bist, ist Sex...

... ein Wort mit drei Buchstaben, oder?



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