Heavy Metal Slayer-Gitarrist Jeff Hanneman ist tot

Eine der wichtigsten Bands der Achtziger, respektiert weit über die Metal-Szene hinaus: Slayer standen für extreme, musikalisch brillante Hochgeschwindigkeitsmusik. Nun ist ihr Gitarrist Jeff Hanneman an Leberversagen gestorben. Er wurde 49 Jahre alt.

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Hamburg/Los Angeles - Den Durchbruch brachte 1986 das Album "Reign in Blood", eine extreme, musikalisch brillante Platte, die weit über die Fanzirkel des Thrash Metal hinaus wahrgenommen wurde und der kalifornischen Band Slayer ihren Platz unter den Größen des Genres sicherte, zusammen mit Metallica, Megadeth und Anthrax.

Seitdem galten Slayer als Pacemaker, als der Maßstab für harte, technisch anspruchsvolle Hochgeschwindigkeitsmusik. Slayer gewann wiederholt eine der wichtigsten Musikauszeichnungen der USA, den Grammy. Alben wie "South Of Heaven", "Seasons In The Abyss" und "Christ Illusion" machten die Band weltberühmt.

Mitbegründer und Gitarrist Jeff Hannemann überzeugte durch seine messerscharfen Griffe - und vor allem auch durch seine Kompositionen. Jede Live-Setlist der Band ist bis heute bestimmt von Klassikern, die er entweder allein geschrieben hatte oder an deren Entstehung er maßgeblich beteiligt war: Angefangen bei "Raining Blood" (siehe Video), eine Art Signature-Song der Band, über "South Of Heaven", "Seasons In The Abyss", "War Ensemble" bis hin zum kontroversen "Angel Of Death", in dem es um den KZ-Arzt Josef Mengele geht.

Slayer - "Raining Blood" (live)
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In einem südkalifornischen Krankenhaus ist Hanneman jetzt an Leberversagen gestorben. Er wurde 49 Jahre alt. Vor zwei Jahren habe er sich eine seltene Hauterkrankung zugezogen, schreibt das Branchenmagazin Billboard. Hanneman wurde in Oakland, im US-Bundestaat Kalifornien geboren, und wuchs in Long Beach auf. 1981 traf er Kerry King, mit dem er beschloss, eine eigene Band zu gründen. "Slayer ist am Boden zerstört, mitteilen zu müssen, dass ihr Bandmitglied und Bruder Jeff Hanneman heute Morgen gegen 11 Uhr in der Nähe seines Wohnorts gestorben ist", teilte die Band auf Facebook mit. "Er wird schmerzlich vermisst werden."

"Der Tod von Slayer-Gitarrist, Jeff Hanneman, betrübt uns. Unsere Gebete und guten Wünsche senden wir Slayer und Jeffs Familie", twitterte Papa Roach. Und die Band Testament: "R.I.P. Jeff Hanneman, Bruder des Thrash."

Anthrax postete ein Bild des Gitarristen auf Facebook, darauf reißt er einen Arm nach oben, die Haare wild ausgebreitet, die Gitarre in der Hand und im Hintergrund ist ein Heer von Scheinwerfen zu sehen. "RIP", schreibt Anthrax.

Dave Mustaine, Megadeth-Frontmann, schrieb: "Heute wird ein Stern weniger scheinen, und die Bühne ist gerade ein bisschen dunkler geworden. Jeff Hanneman 1964-2013."

kha/dpa

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insgesamt 86 Beiträge
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Seite 1
b4u3r 03.05.2013
1. Bruder des Trash?
Ich nehme an es sollte richtig "Bruder des Thrash" heißen.... Wie auch immer: R.I.P.!
JohannWolfgangVonGoethe 03.05.2013
2.
Ein standesgemäßer Tod für eine Rockmusiker ;) R.I.P. Jeff
connor27 03.05.2013
3. Unwürdig
Das soll ein Nachruf sein? Leider hat sich niemand mit Sachverstand diesen Text verfasst, denn sonst würde bei einer der wichtigsten Bands des THRASH Metal nicht Trash Metal und MEGADETH nicht Megadeath heißen. Wirklich peinlich, das hier so lesen zu müssen. Und: Er überzeugte mit "messerscharfen Griffe"? Ich bitte Sie, wenn überhaupt RIFFE! RIP Jeff
udreyer 03.05.2013
4. Deth! Thrash!
Wie immer die gleichen Fehler: Megadeth, nicht Megadeath und Thrash Metal, nicht Trash Metal, daher auch "Bruder des Thrash" - immerhin habt Ihr es jeweils einmal richtig und und einmal falsch.
paulx3 03.05.2013
5.
Die Szene muss in letzter Zeit einiges aushalten...Paul Gray, Dio, Cheng, Mitch lucker, und jetzt Jeff Hannemann. Um nur ein paar zu nennen...Rest in Peace!
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