Grammy Awards Bruno Mars räumt sechs Preise ab

Triumph für Bruno Mars: Sechs Grammys gewann der R&B-Sänger bei der Verleihung des wichtigsten Musikpreises der Welt. Eine Auszeichnung holten auch die deutschen Elektro-Veteranen von Kraftwerk.

Bruno Mars
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Bruno Mars war der große Gewinner bei den 60. Grammy Awards. Der R&B-Sänger gewann in insgesamt sechs Kategorien, darunter in drei von vier Hauptkategorien. Für sein Album und den gleichnamigen Titel "24K Magic" erhielt er den wichtigsten Musikpreis der Welt für das beste Album und die beste Aufnahme des Jahres. Für den Song "That's What I Like" wurde Mars zudem mit der Aufzeichnung für den Song des Jahres geehrt.

Sehr erfolgreich war der Abend im Madison Square Garden in New York auch für Kendrick Lamar. Der siebenfach nominierte Rapper gewann fünf Grammys. Enttäuscht sein dürfte hingegen sein Kollegen Jay-Z. Trotz acht Nominierungen ging der Rap-Superstar leer aus. Den Grammy für die beste neue Künstlerin des Jahres, eine der vier Hauptkategorien der Verleihung, gewann die kanadische Singer-Songwriterin Alessia Cara.

Über einen Preis durften sich auch die deutschen Elektro-Veteranen von Kraftwerk freuen. Ihr Werk "3-D The Catalogue" wurde mit dem Grammy für das beste Dance-/Electronic-Album des Jahres ausgezeichnet. 2014 waren Kraftwerk beim wichtigsten Musikpreis der Welt bereits für ihr Lebenswerk geehrt worden. Der Preis in diesem Jahr wurde kurz vor Beginn der im Fernsehen übertragenen Live-Verleihung bekanntgegeben.

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Grammys 2018: Weiße Rosen auf dem roten Teppich

Weiße Rosen aus Solidarität

Die dreieinhalbstündige, von James Corden moderierte Gala war gefüllt mit hochkarätigen Auftritten: Neben Mars, Lamar und Childish Gambino kamen unter anderem Elton John, Pink und Rihanna auf die Bühne. Die Demokratin Hillary Clinton hatte neben Rapperin Cardi B, John Legend, Cher und Snoop Dogg einen Sketch-Auftritt, in dem sie aus dem Enthüllungsbuch "Fire and Fury" ("Feuer und Zorn") über den Wahlkampf und die Amtszeit von US-Präsident Donald Trump vorlas.

Wie schon die Golden Globes Anfang Januar wurden auch die Grammys von etlichen Stars genutzt, um ihre Solidarität mit der "Time's Up"-Bewegung im Kampf gegen sexuelle Übergriffe zu zeigen. Viele von ihnen trugen weiße Rosen am Revers oder in der Hand. Die Grammy-Aktion hatte mit einem Aufruf der Gruppe "Voices in Entertainment" von 14 Frauen begonnen, die in führenden Positionen in der Musik- und Unterhaltungsindustrie in den USA arbeiten. Die weiße Rose stehe historisch für "Hoffnung, Frieden, Sympathie und Widerstand", schrieben die Gründerinnen.

Janelle Monáe forderte auf der Bühne zudem ein Ende der männlichen Vorherrschaft in der Musikindustrie. "Die Zeit der ungleichen Bezahlung, der Diskriminierung und Belästigung jeder Art und des Missbrauchs von Macht ist um", sagte die US-Musikerin und Schauspielerin. "Es passiert nicht nur in Hollywood, es passiert nicht nur in Washington. Es passiert auch genau hier in unserer Branche", sagte sie in Richtung "derjenigen, die es wagen, uns zum Schweigen zu bringen". Monáe weiter: "Wir kommen in Frieden, aber wir meinen es ernst." Männer und Frauen müssten gemeinsam daran arbeiten, die noch immer von Männern dominierte Musikindustrie gerechter zu gestalten.

Die Grammy-Preisträger in den wichtigsten Kategorien:

Album des Jahres: Bruno Mars - "24K Magic"

Song des Jahres: Bruno Mars - "That's What I Like"

Aufnahme des Jahres: Bruno Mars - "24K Magic"

Bester Newcomer: Alessia Cara

Beste Pop-Solo-Performance: Ed Sheeran - "Shape of You"

Beste Pop-Duo/Gruppen-Performance: Portugal. The Man. - "Feel It Still"

Bestes Pop-Gesangsalbum: Ed Sheeran - "Divide"

Bestes traditionelles Pop-Gesangsalbum: Verschiedene Interpreten - "Tony Bennett Celebrates 90"

Bestes Rock-Album: The War on Drugs - "A Deeper Understanding"

Bestes Rap-Album: Kendrick Lamar - "DAMN."

Bestes R&B-Album: Bruno Mars - "24K Magic"

Bestes Dance/Electronic-Album: Kraftwerk - "3-D The Catalogue"

max/dpa



insgesamt 6 Beiträge
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bruno_67 29.01.2018
1. eine weiße Rose ?
Wow, zuerst schwarze Kleidung, dann eine weiße Rose, was kommt als nächstes bei der Oskarverleihung? Eine regenbogenfarbene Schärpe oder ein gelber Hut? Nun ja.... Mit einer weißen Rose habe ich als Münchner übrigens eine andere Assoziation. Hoffen wir mal, dass den Initiatorinnen dieses "Statements" dieser Zusammenhang einfach unbekannt war und sie sich nicht bewußt mit der "Weißen Rose" gleichsetzen wollten. Das wäre dann ziemlich geschmacklos.
sucher533 29.01.2018
2. Symbolismus
Da werden wieder Symbole aufgefahren, die dann einfach ein "Muss" sind ohne tiefere Bedeutung. Ob sich einige der Prominenten dort bewußt sind, dass ihr sonstiges Outfit im kleinen Schwarzen bzw. noch weniger ein widersprüchliches Bild erzeugt - aber S.e.x. sells.
neurobi 29.01.2018
3.
Zitat von sucher533Da werden wieder Symbole aufgefahren, die dann einfach ein "Muss" sind ohne tiefere Bedeutung. Ob sich einige der Prominenten dort bewußt sind, dass ihr sonstiges Outfit im kleinen Schwarzen bzw. noch weniger ein widersprüchliches Bild erzeugt - aber S.e.x. sells.
Am besten hat mir das outfit von Heidi Klum gefallen ... Trifft es aber vielleicht am passensden. Auch, ich vergas, das hat Heide ja nur für sich ausgesucht, damit sie sich selbst gefällt.
grecco-el 29.01.2018
4. Fotomontage?
Bei dem Bild von Heidi Klum handelt es sich doch bestimmt um eine Photomontage? Denn ein so hässliches Outfit wird doch bestimmt keine hübsche und gebildete Person wählen. Oder sollte das Kleid das "Rühr-mich-nicht-an" zum Ausdruck bringen? Warum gehen die Verfasser nicht auf den äußerst peinlich Auftritt von H.C. ein? Oder ist das selbst den "Bashing-Trump-Leuten" peinlich?
tomlex27 29.01.2018
5. Kein Insignium von Qualität
Das war doch mal klar. Statt nach Qualität und Orginalität werden die Grammys nach Verkaufszahlen vergeben. Wieder einmal! Bruno Mars- Mucke ist pure Kommerzmucke und hat soviel Seele wie ein vom Computer komponiertes Lied/ Album. Warum Ed Sheeran was bekommen hat, muss auch erst einmal erklärt werden. Meine Tochter hört diesen absurden Teenie- Kommerz- Schrott, daher kenne ich sein letztes Album nur zu gut. Gut, ich war auch mal jung. Da gab es aber wenigstens Duran Duran, Spandau Ballet und später dann Nirvana und Pearl Jam. Musikalisch ist das hier aber so armselig wie ein Best of von Rolf Zuckowski. Wird Zeit meine Tochter an echte Musik ranzuführen. Wie sagte doch Noel Gallagher, in einer Welt in der Ed Sheeran das Wembly- Stadion füllt, möchte er eigentlich nicht leben.
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