Grammy Awards Beyoncé und Taylor Swift triumphieren

Beyoncé Knowles hat bei den wichtigsten Musikpreisen abgeräumt: Sechs Grammy Awards konnte die R'n'B-Sängerin mit nach Hause nehmen - mehr als jede weibliche Künstlerin vor ihr. Ihr dicht auf den Fersen: Country-Starlet Taylor Swift.


Los Angeles - Was für ein Triumph für die Frauen im Musikgeschäft: R'n'B-Sängerin Beyoncé Knowles und Jungstar Taylor Swift sind die großen Gewinnerinnen der 52. Grammy Verleihung. Beyoncé gewann in der Nacht zum Montag gleich sechs der begehrten US-Musikpreise, darunter mit "Single Ladies" (Put A Ring On It) für den besten Song des Jahres 2009 und mit "I Am... Sasha Fierce" für das beste R'n'B-Album.

Die Sängerin war mit insgesamt zehn Nominierungen als Favoritin ins Rennen gegangen, dicht gefolgt von Taylor Swift mit acht Nominierungen. "Es ist ein unglaublicher Abend für mich", sagte die 28-jährige Beyoncé in einer ihrer Dankesreden - zu dem Zeitpunkt ahnte sie noch nichts von dem Rekord, den sie aufstellte: Nie zuvor hat eine weibliche Solokünstlerin so viele Grammys an einem Abend gewonnen.

Die Trophäe in der Königskategorie für das beste Album blieb ihr jedoch verwehrt. Dieser begehrteste aller Preise ging an Taylor Swift für ihr Album "Fearless". Die 20-Jährige setzte sich damit auch gegen Lady Gaga, die Black Eyed Peas und die Dave Matthews Band durch. "Diese Geschichte werde ich noch erzählen, wenn ich 80 Jahre alt bin", sagte die sichtlich überraschte Sängerin bei ihrer Dankesrede. Mit "Fearless", ihrem zweiten Album, das bereits 5,4 Millionen Mal verkauft wurde, stach sie zudem Country-Stars wie Keith Urban, George Strait und Lee Ann Comack im Rennen um das beste Country-Album des Jahres aus. Weitere zwei Trophäen bekam sie für den Song "White Horse".

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Grammys 2010: Die Gewinner
Zu den Gewinnern des Abends zählte auch die sechsfach nominierte Gruppe Black Eyed Peas, die drei Mal ausgezeichnet wurde, unter anderem für das beste Pop-Album ("The E.N.D."). Zum besten Album in der Kategorie Rock wählte die Jury "Twentyfirst Century Breakdown" von Green Day. Newcomer des Jahres wurde die Zac Brown Band. Ihre sechs Countrysänger erhielten den Grammy für die beste Nachwuchsgruppe. Das britische Pop-Duo The Ting Tings ("That's Not My Name") ging in der Kategorie leer aus.

Größter Skandal: Betrunkene Rockstars

Pop-Sängerin Lady Gaga, die zur Eröffnung der Zeremonie eine bemerkenswerte Duett-Performance mit Elton John hinlegte, erhielt je einen Grammy für ihr Debütalbum "The Fame" sowie den Song "Poker Face" in der Kategorie "Dance". Die Kollaboration von Jay-Z, Rihanna und Kanye West für die Single "Run This Town" wurde ebenfalls prämiert. Im Filmbereich wurde der Soundtrack des letztjährigen Oscar-Abräumers "Slumdog Millionär" gekrönt, den besten Score hatte Pixars "Oben".

Skandale und Verfehlungen blieben in diesem Jahr aus. Am natürlichsten inmitten der streng durchinszenierten Show wirkte der Auftritt der Rockband Kings of Leon, welche die Auszeichnung für die beste Single des Jahres ("Use Somebody") erkennbar unvorbereitet traf: "Wir sind ehrlich gesagt schon ein bisschen betrunken, aber glücklich betrunken", sagte Sänger Caleb Followill.

Der emotionalste Moment des Abends kam bei der posthumen Würdigung des "King of Pop" Michael Jackson, dessen Kinder den Preis für das Lebenswerk des Vaters entgegen nahmen. Jacksons Hit "Earth Song" wurde von einem Superstar-Quintett aus Usher, Carrie Underwood, Jennifer Hudson, Celine Dion und Smokey Robinson aufgeführt.

Die Grammys in Form eines goldenen Grammophons sind die wichtigsten amerikanischen Musikpreise. Sie werden von der Organisation der Musikindustrie in 109 Kategorien in den Sparten Rock, Pop, Folk, Jazz und klassischer Musik verliehen.

Während deutsche Musiker in den öffentlichkeitswirksamsten Kategorien rund um Pop traditionell wenig Chancen haben, gingen in der Klassiksparte auch in diesem Jahr drei Grammys nach Deutschland: Der Stuttgarter Produzent Andreas Neubronner, 58, und der Tonmeister Peter Laenger, 56, erhielten die Trophäen für die beste Produktion und die beste Aufnahme eines Klassik-Albums, sowie für die beste Choraufnahme. Prämiert wurden sie für eine CD mit Gustav Mahlers Symphonie Nr. 8 und dem Adagio aus der Symphonie Nr. 10, gespielt vom Orchester San Francisco Symphony unter der Leitung von Michael Tilson Thomas.

can/dpa/AFP



insgesamt 10 Beiträge
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Seite 1
DerChemiker 01.02.2010
1. ?
Wenn Sie schon so ein belangloses Thema zur Diskussion stellen könnten Sie wenigstens einen Hinweis geben was denn nun diskutiert werden soll. Mir fällt dazu beim besten Willen nichts ein ...
ThomasPr, 01.02.2010
2. +
Zitat von sysopBeyoncé Knowles hat bei den wichtigsten Musikpreisen abgeräumt: Sechs Grammy Awards konnte die R'n'B-Sängerin mit nach Hause nehmen - mehr als jede weibliche Künstlerin vor ihr. Ihr dicht auf den Fersen: Country-Starlet Taylor Swift. http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,675143,00.html
Zuviel Worte um nichts. Die Bilder: Schrille Menschen in noch schrilleren Kostümen (gibts in USA eigentlich auch Fasching?) und teuren Frisuren. Die Musik: Geschmacksache. Hauptsache Klamotten und Choreographie stimmen. Als Mann gesehen: Die Country-Göre Taylor Swift sieht nett aus.
Misha 01.02.2010
3. Amerikanische Hitparade
Und wieder einmal wird Musik nur in Amerika gemacht. Zumindest in den Augen der Amerikaner.
Sevilla 01.02.2010
4. Simpsons-Zitat
"Wow-mein erster Preis, ..., ach es ist nur'n Grammy". (Und wirft ihn in den Mülleimer.)
moppel, 01.02.2010
5. Beyoncé
Ich freu mich für Beyoncé, sie hat's verdient. @DerChemiker: Wenn einem nichts zum Thema einfällt, bietet es sich an, einfach mal die Klappe zu halten. Sonst kommt so sinnloses Zeug raus wie "Wenn Sie schon so ein belangloses Thema zur Diskussion stellen könnten Sie wenigstens einen Hinweis geben was denn nun diskutiert werden soll. Mir fällt dazu beim besten Willen nichts ein ...".
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