Grand Prix 2009 "Alex swings Oscar sings" für Deutschland im Rennen

Sagen Sie diesen Bandnamen ganz schnell zehnmal hintereinander. Und? Schon schwindelig? Oder nur die Zunge verknotet? Haltung bewahren: So heißt er nunmal, der deutsche Grand-Prix-Finalist für Moskau.


Hamburg - Wir erinnern uns: 2008 hatte es No Angels, no Punkte beim Grand Prix geheißen. Die Verantwortlichen beim NDR haben nun eine Jury eingeschaltet. Man hofft durch fachliche Kompetenz der Punktemisere zu entgehen.

Nicht ignorieren lässt sich die Tatsache, dass der Bandname des diesjährigen deutschen Grand-Prix-Finalisten das Zeug zum Zungenbrecher hat. "Alex swings Oscar sings" heißt die Formation um den amerikanischen Sänger Oscar Loya und den Hamburger Produzenten Alex Christensen, die am 16. Mai in Moskau antreten wird.

Auch der Titel selbst besticht mit Aufwendigkeit, wenn nicht Verdrehtheit: Vier Worte à vier Buchstaben, "Miss Kiss Kiss Bang" heißt der Song.

Stilistisch ist das Ganze wohl zwischen Pop und Swing angesiedelt, also den Genres, die den Engeln (Pop) im vergangenen Jahr magere 14 Punkte und Roger Cicero (Swing, Finalist 2007) auch nur einen traurigen 19. Platz bescherten.

Zur Auswahljury gehörten unter anderem Sänger Guildo Horn, NDR-Moderator Peter Urban, Musikmanager Heinz Canibol und ARD-Unterhaltungschef Thomas Schreiber. Die Juroren kamen in den Genuss des Liedguts, ohne deren Schöpfer zu kennen.

Es muss also eine höchst vorurteilsfreie Wahl gewesen sein. Auch was Titel und Bandname betrifft.

Korrektur: In einer früheren Version dieses Artikels hatten wir den No Angels irrtümlich null Punkte und Roger Cicero den 14. Platz (statt 19. Platz) zugeordnet.

dan/ddp/dpa



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