"Rock im Revier" "Grüne Hölle" zieht nach Schalke

Nürburgring ade. Der Konzertveranstalter Deag verlegt sein "Grüne Hölle"-Festival nach Schalke. Der Grund: Streit ums Geld.

Konzert in der Schalke-Arena in Gelsenkirchen: Künftig wird's hier grün
Karsten Rabas

Konzert in der Schalke-Arena in Gelsenkirchen: Künftig wird's hier grün


Das Festival "Grüne Hölle Rock" wechselt als "Rock im Revier" vom Nürburgring nach Schalke. Das teilte der Konzertveranstalter Deag am Donnerstag mit. Dies ist ein erneuter Rückschlag für den Nürburgring. Eigentlich sollte das Festival vom 29. bis 31. Mai an der Eifelrennstrecke steigen - als Ersatz für "Rock am Ring", das ins nahe Mendig gezogen ist und kurze Zeit später später über die Bühne gehen wird.

Der Grund des Weggangs vom Nürburgring zur Veltins-Arena in Gelsenkirchen-Schalke ist ein Kostenstreit zwischen dem Rennstreckenbetreiber Capricorn Nürburgring GmbH (CNG) und der Deag. Im Widerspruch zu vertraglichen Vereinbarungen hätte sich der Ringbetreiber nicht an den Zahlungen für Künstlergagen und Werbemaßnahmen beteiligt, hieß es. Die "Wirtschaftswoche" hatte zuvor berichtet, dass nach schwachen Ticketverkäufen 800.000 Euro Vorverkaufserlösen bis Mitte März Kosten von mehr als 3,5 Millionen Euro gegenüber gestanden hätten.

Alle Karten für "Der Ring - Grüne Hölle Rock" gelten laut Deag für "Rock im Revier" im Innenraum. Fans könnten ihre Karten auch für das Festival "Rockavaria" in München umtauschen oder dort zurückgeben, wo sie gekauft wurden.

Um das Festival am Nürburgring hatte es 2014 Streit gegeben: Der langjährige Veranstalter Marek Lieberberg hatte wegen neuer Forderungen der Ring-Betriebsgesellschaft seinen Abschied von dem Gelände erklärt, wo "Rock am Ring" seit 1985 ausgerichtet wurde. Weniger als 30 Kilometer Luftlinie entfernt, auf dem Flugplatz Mendig, hat Lieberberg einen neuen Veranstaltungsort gefunden. "Rock am Ring" ist dort mit über 85.000 verkauften Tickets bereits ausverkauft.

tha/feb/dpa

insgesamt 37 Beiträge
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bansky 02.04.2015
1. Rock im Revier...
...damit wird aus Rock am Ring/Grüne Hölle endlich ein Stadionevent mit Familienatmosphäre und Knicklichtbeleuchtung. Ja, Rock am Ring war schon vorab etwas arg von der Rockschiene entfernt, aber zumindest war die Atmosphäre drumherum noch irgendwie rustikal. Jetzt dürfen die Zuschauer mit dem Bus kommen und werden wieder abgeholt. Schade...aber daran sind wohl die Verwalter des Nürburgrings irgendwie selber schuld.
spon-facebook-10000026491 02.04.2015
2. Da wird der Marek ...
... aber heute mal ne Flasche Schampus aufmachen ! Gönn ich ihm ! Ein Lehrstück über die menschliche Gier ist das Ganze ! Man darf gespannt sein, wieviele jetzt ihre Karten zurückgeben und wie voll die Arena wird. Festivalfeeling kommt da kaum auf ! Obwohl: auf Schalke zu zelten hat ja auch wat von Survival, woll ?!
Frank Zi. 02.04.2015
3.
Da werden heute bei Marek Lieberberg wohl die Sektkorken knallen. Wo sind auf Schalke eigentlich die Camping-Zonen vorgesehen?
wachner 02.04.2015
4. Big 4
Leider sind für mich Konzerte auf Schalke seit meinen schlechten Erfahrungen vor einigen Jahren beim Konzert der Big 4 ein No-Go. Auch da spielten schon Metallica als Headliner. Als einzige Band konnten sie an diesem Tag mit akzeptablem Sound aufwarten. Davor wars ein eher mieses Soundgemisch. Schlimmer noch waren allerdings die Wartezeiten an Toilette und Getränkestand. An letzterem habe ich Dreiviertel des Slayerkonzertes verpasst, obwohl ich in der Pause losgespurtet bin. Ist mir alles leider in schlechter Erinnerung geblieben.
ilek 02.04.2015
5. Mal sehen,
ob Capricorn nächstes Jahr auf Knien angekrochen kommt und darum bettelt, dass das "echte" RockamRing wieder am NR stattfinden kann. Wenns sein muss auch ohne Anteil an den Gewinnen, einfach nur wegen dem Image...
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