"Hall of Fame" Ehre für die Peppers, Beasties und Gunners

Reif fürs Museum: Red Hot Chili Peppers, Beastie Boys und Guns N' Roses werden 2012 in die "Hall of Fame" aufgenommen. Bleibt die Frage, ob es bei den Gunners anlässlich der Zeremonie auch zum Reunion-Auftritt kommt - die früheren Mitglieder der Band gelten als heillos zerstritten.

DPA

Klar, Rock'n'Roll ist Rebellion. Aber irgendwann müssen auch mal Rebellen zur Ruhe kommen, und dann ist es ganz schön, wenn es eine Art Museum gibt, wo der Aufstand von einst für die Nachwelt archiviert wird. Dafür gibt es die "Rock and Roll Hall of Fame" in Cleveland, wo jährlich ein paar der wildesten Männer und Frauen des Fachs aufgenommen werden. Wichtigste Voraussetzung: Die erste veröffentlichte Tonaufnahme der betreffenden Person oder der betreffenden Band muss mindestens 25 Jahre her sein. Die vertretenden Künstler müssen also zwangsweise ein gewisses Alter erreicht haben.

Am 14. April 2012 wird die "Hall of Fame" um ein paar ältere Burschen reicher sein. Wie der amerikanische "Rolling Stone" am Mittwoch auf seiner Internetseite mitteilte, sollen diesmal unter anderem die Red Hot Chili Peppers, Beastie Boys und Guns N' Roses mit einem Plätzchen in dem Rock'n'Roll-Museum geehrt werden.

In der Regel wird die Aufnahme in den Club der ehrwürdigen Rock'n'Roller mit einem kleinen Konzert gefeiert. Ob es allerdings im Falle von Guns N' Roses dazu kommen wird, ist mehr als fraglich. Die früheren Mitglieder der Band sind sich untereinander spinnenfeind. Schlagzeuger Steven Adler zeigte sich gegenüber dem "Rolling Stone" denn auch sehr skeptisch, ob sich Sänger Axl Rose zu einem Reunion-Auftritt bereit erklären würde: "Man sagt, dass Zeit alle Wunden heilt, aber einige Leute können nun mal nicht ihren Groll ablegen", orakelte er in Hinblick auf den als kapriziös geltenden Rose. Allerdings schloss er sein Statement mit den versöhnlichen Worten: "Können wir nicht einfach ganz normale Leute sein, die ein beachtliches Ziel erreicht haben und ein paar Songs spielen? Mein Gott, es ist doch nur Rock'n'Roll!"

So sehr Steven Adler seine Befriedungsbemühungen auch in Understatement kleidet, die Aufnahme in die "Hall of Fame" dürfte ihm sehr wichtig sein. Es ist und bleibt nun mal die wichtigste Auszeichnung, die einem Rock'n'Roller widerfahren kann. Umso bemerkenswerter, wenn sie mal jemand ausschlägt - so wie im Jahr 2006 die Sex Pistols: Sie beschimpften den Rock-Tempel als "Pissfleck" und gaben den Museumswächtern des Rock'n'Roll eine Abfuhr.

cbu

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